Pressemitteilung

Managementplan für FFH-Gebiet Schiltach und Kaltbrunner Tal (Kreise Rottweil und Freudenstadt) liegt vor

Von Flüssen durchzogene Wiesentäler, deren steile Flanken mit Fichten- und Mischwald bewachsenen sind – das sind die charakteristischen Merkmale des Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebietes „Schiltach und Kaltbrunner Tal“ im Mittleren Schwarzwald (Kreise Rottweil und Freudenstadt). Hier bieten blütenreiche Mähwiesen vielen Insekten einen Lebensraum. Alte Stollen und Höhlen in den Wäldern dienen seltenen Fledermausarten als Winterquartier. Wie die geschützten Arten und ihre Lebensräume erhalten und entwickelt werden können, legt der Managementplan fest, den das Regierungspräsidium Freiburg jetzt fertiggestellt hat und am 21. Dezember veröffentlichen wird. 

Zur Umsetzung des Managementplans sind das Landratsamt, die Gemeinden, Eigentümer und Bewirtschafter aufgerufen, sich weiterhin vor Ort für den Schutz und die Erhaltung der heimischen Tier- und Pflanzenarten einzubringen und deren Lebensräume zu sichern. Der Managementplan enthält Vorschläge für die Flächenbewirtschaftung und Pflegemaßnahmen der europäisch geschützten Lebensräume und Arten. So wird etwa aufgezeigt, wo eine Erstpflege erforderlich wäre, um Adlerfarn und Sträucher zurückzudrängen, so dass artenreiche Mähwiesen nicht immer kleiner werden. Oder es werden Möglichkeiten und Flächen zur Optimierung des Weidemanagements genannt, damit sich der Artenreichtum eines Magerrasens nicht verschlechtert.  

Das 1164 Hektar große FFH-Gebiet im Mittleren Schwarzwald erstreckt sich über die Stadt Schramberg und die Gemeinden Schiltach, Schenkenzell, Aichhalden und Hardt im Kreis Rottweil sowie Alpirsbach im Kreis Freudenstadt. Es zählt zu den 212 FFH-Gebieten und 90 Vogelschutzgebieten in Baden-Württemberg, die zusammen Teil des europäischen Natura 2000-Netzes sind. Für jedes Natura 2000-Gebiet erarbeiten die Regierungspräsidien in Abstimmung mit Landnutzern, Verbänden und Behörden einen Managementplan, der den Bestand der geschützten Lebensräume und Arten darstellt und Maßnahmen zu deren Erhaltung vorschlägt.  

Der Managementplan ist ab Montag, 21. Dezember, auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Freiburg einzusehen  sowie bei der Landesanstalt für Umwelt Baden Württemberg (LUBW).

Zudem kann er zu den ortsüblichen Öffnungszeiten im Landratsamt Rottweil, Königstraße 36, 78628 Rottweil sowie im Regierungspräsidium Freiburg, Referat Naturschutz und Landschaftspflege, Bissierstraße 7, 79114 Freiburg eingesehen werden. Eine vorherige Terminabsprache ist erforderlich.

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Heike Spannagel
Pressesprecherin
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