Pressemitteilung

Wichtiger Schritt für die Erhaltung von Fauna und Flora in der Wutachschlucht

Regierungspräsidium legt Managementplan für das FFH-Gebiet „Wutachschlucht“ (Landkreis Waldshut, Schwarzwald-Baar-Kreis und Breisgau-Hochschwarzwald) vor

Die bestehende FFH-Schutzgebietskulisse wird überwiegend durch das Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Wutachschlucht“ mit seinen Seitentälern Haslach-und Rötenbachschlucht, sowie Gauchachschlucht geprägt. Diese Täler und Schluchten haben dank ihres jahrzehntelangen Schutzes die einzigartige Fluss­landschaft in ihrer weitestgehenden Ursprünglichkeit sowie ihrer besonderen na­turnahen Arten- und Lebensraumaustattung erhalten. Im Süden und mit deutlich anderem Charakter befindet sich das Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Vogtsberg“ der als Zeugenberg (Muschelkalk) aus dem umgebenden Buntsand­stein herausragt. Die Hochflächen werden vor allem von Flachland- und Berg-Mähwiesen dominiert, die mit ihrem Blüten- und Artenreichtum das Gebiet nachhaltig prägen. Sie zeigen als landwirtschaftlich genutzte Flächen auch deutlich, dass die Nutzung einer Fläche durch den Menschen einen Gewinn für die Natur darstellen kann.    

Wie diese Arten und ihre Lebensräume erhalten und entwickelt werden können, legt der Managementplan für das FFH-Gebiet „Wutachschlucht“ fest, den das Regierungspräsidium Freiburg (RP) jetzt fertiggestellt und veröffentlicht hat.   

Zur Umsetzung des Managementplans sind jetzt das Landratsamt, die Gemein­den, Eigentümer und Bewirtschafter aufgerufen, sich vor Ort für den Schutz und die Erhaltung der heimischen Tier- und Pflanzenarten einzubringen und deren Lebensräume zu sichern. Der Managementplan enthält hierfür Vorschläge für die Flächenbewirtschaftung und Pflegemaßnahmen. Beispielsweise werden Empfehlungen zur Häufigkeit der Mahd und Düngung von Mageren Flachland- und Berg-Mähwiesen gegeben. Dies soll einerseits gewährleisten, dass die Flächen erhalten werden können, andererseits soll auch weiterhin eine Nutzung durch Landwirte möglich sein. Der fertige Managementplan kann seit Montag, 21. Dezember auf unserer Homepage sowie auf der Homepage der LUBW (www.lubw.de) eingesehen und heruntergeladen werden.

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