Pressemitteilung

Neuer Radweg zwischen Münchweier und Ettenheimmünster (Ortenaukreis): Stadt Ettenheim und Land einigen sich auf Konzept

Die Stadt Ettenheim und das Land haben sich auf ein Konzept für den Bau des Radwegs an der L 103 zwischen Münchweier und Ettenheimmünster (Ortenaukreis) geeinigt. Dies teilte das Regierungspräsidium Freiburg (RP) am Donnerstag nach einer Videokonferenz von Ministerialdirektor Uwe Lahl vom Ministerium für Verkehr, Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und Bürgermeister Bruno Metz mit. Bereits im September wurde vereinbart, dass das Land die Verbesserung der Radwegesituation entlang der L 103 in Ettenheim finanzieren werde. Nun haben die Fachleute von Stadt und Land ein Konzept ausgearbeitet, das eine sichere und komfortable Führung des Radverkehrs von Ettenheim bis über den Ortsausgang von Ettenheimmünster hinaus ermöglicht. Im Rahmen einer Kooperation wird die Stadt selbst die Federführung für Planung und Bau des Radwegs übernehmen, während das Land den Großteil der Kosten trägt. 

Ministerialdirektor Uwe Lahl: „Kooperationen mit Kommunen sind ist ein wichtiger Bestandteil der Radstrategie Baden-Württemberg, die wir schon seit 2014 aktiv vorantreiben. Unser Ziel ist es, Synergien optimal zu nutzen, um die Sicherheit des Radverkehrs nachhaltig zu verbessern. Das kommt nicht nur unmittelbar den Menschen vor Ort zu Gute, sondern auch dem Klima.“ 

„Ich freue mich, dass wir mit dem nun vorliegenden Konzept eine Lösung gefunden haben, mit der alle Seiten zufrieden sind. Die umfangreichen Verhandlungen haben sich gelohnt, denn wir können jetzt ein Projekt auf den Weg bringen, das die Bedürfnisse in Ettenheim passgenau berücksichtigt“, sagte Regierungspräsidentin Schäfer. Sie dankte der Stadt für ihre Initiative und ihr Engagement. „Gemeinsam können wir hier recht schnell spürbare Effekte erzielen.“ 

„Ettenheim hat hier eine wichtige Aufgabe vor sich, die wir gerne angehen, weil wir damit einen konkreten Mehrwert für unsere Bürgerinnen und Bürger schaffen können“, so Bürgermeister Bruno Metz. Ein großer Vorteil des jetzt erarbeiteten Konzepts sei, dass die gesamte Projektabwicklung aus einem Guss und zeitnah erfolgen könne: „Wenn die vorbereitenden Arbeiten gut laufen, kann der Radweg im Jahr 2022 gebaut werden.“ 

Das Konzept im Detail: 

Der bestehende Radweg an der L 103 von Ettenheim endet bislang am Kreisverkehr westlich von Münchweier. Ziel war es, diese Verbindung nach Osten weitgehend entlang der L 103 bis über Ettenheimmünster zu verlängern. Dies kann in vier, der jeweiligen Situation angepassten Abschnitten erreicht werden.  

  1. Vom Kreisverkehr bis zum Autohaus Hog am östlichen Ortsrand von Münchweier wird die Stadt selbst einen neuen kommunalen Radweg anlegen und dafür vom Land einen Zuschuss erhalten.  
  2. Auf der freien Strecke zwischen Münchweier und Ettenheimmünster wird der bestehende Bordsteingehweg zu einem 2,50 Meter breiten Geh- und Radweg ausgebaut. Damit entsteht eine sichere außerörtliche Radwegeverbindung über 1,1 Kilometer. Planung und Bau übernimmt die Stadt in enger Abstimmung mit dem Regierungspräsidium. Das Land trägt die Bau- und Grunderwerbskosten. 
  3.   Entlang der Ortsdurchfahrt in Ettenheimmünster werden so genannte Angebotsstreifen für Radfahrer (von der Fahrbahn durch gestrichelte Linien abgetrennt) angelegt. Hier übernimmt das Land die Kosten der Markierung. 
  4. Ab dem östlichen Ortsrand von Ettenheimmünster wird der bestehende, parallel zur Landesstraße verlaufende Weg zu einem Geh- und Radweg ausgebaut. Der dabei noch fehlende Abschnitt bis zur Einmündung des Wiesenwegs wird neu gebaut. Planung und Bau übernimmt auch hier die Stadt in enger Abstimmung mit dem Regierungspräsidium. Das Land trägt die Bau- und Grunderwerbskosten. Die Alte Streitbergstraße wird wie bislang als Radwanderweg ausgeschildert bleiben.

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