Pressemitteilung

Erster großer Meilenstein für die Ortsumfahrung Winden: Tunneldurchschlag am Brandbergtunnel in Oberwinden (Kreis Emmendingen)

Durchschlag Brandbergtunnel für die Ortsumfahrung Winden

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Tunnelanschlag erfolgte am Freitag, 30. Oktober, der Tunneldurchschlag am Brandbergtunnel in Oberwinden (Kreis Emmendingen). „Mit dem heutigen Tunneldurchschlag ist ein erster Meilenstein für die Entlastung der Ortsdurchfahrt Oberwinden erreicht. Wir sind glücklich, dass die Bauzeiten eingehalten werden konnten und wir nur einen Monat nach Verkehrsfreigabe des Bauabschnittes Niederwinden auch im Abschnitt Oberwinden einen entscheidenden Schritt weitergekommen sind.“ freute sich Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Angesichts der drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen wurde die bereits in kleinem Kreis geplante Tunneldurchschlagsfeier abgesagt.    

Der Brandbergtunnel hat eine Länge von 881 Metern. Davon werden im Bereich der beiden Tunnelportale insgesamt ca. 131 Meter in offener Bauweise und dazwischen eine Länge von 750 Meter in bergmännischer Bauweise hergestellt. Der Tunnel besitzt zwei Rettungsstollen und ein Rettungstreppenhaus. Die Rettungsstollen haben eine Länge von ca. 100 Meter bzw. 180 Meter und werden zeitlich parallel zur Hauptröhre aufgefahren. Der Rettungsstollens Ost wurde bereits Ende August durchgeschlagen. Der Durchschlag für den zweiten Rettungsstollen soll noch in diesem Jahr folgen.    

Die Vortriebsarbeiten werden im 24 Stunden-Betrieb mit einer Personalstärke 60 Personen von Montag bis Samstag durchgeführt. Dabei wurden bis heute ca. 60.000 Kubikmeter Gestein ausgebrochen und entsprechend weiterverwendet. Ein Teil des Materials wird zu Mineralstoffen aufbereitet und als Auffüllung und Frostschutzschicht wieder im Tunnel eingebaut. Mit dem restlichen Material wird entlang der Autobahn A 5 im Bereich der Gemeine March ein Lärmschutzwall geschüttet. „Somit können große Transportwege für das Ausbruchsmaterial vermieden werden. Zur Erstsicherung des Tunnels wurden bis jetzt ca. 3.700 Kubikmeter Spritzbeton und 87 Tonnen Baustahl eingebaut“, so Projektleiter Daniel Haberstroh vom Regierungspräsidium Freiburg.    

Nach dem Tunneldurchschlag ist der Tunnel jedoch lange noch nicht fertig. Im ersten Schritt wurde nur die Kalotte durchgebrochen. Diese erstreckt sich über die oberen ca. Zweidrittel des Tunnelquerschnitts und ist mit dem Durchschlag nun abgeschlossen. In dem nun folgenden Arbeitsschritt wird noch das untere Drittel des Tunnelquerschnitts aufgefahren, welches Strosse und Sohle genannt wird. Diese Arbeiten sind voraussichtlich im Sommer 2021 abgeschlossen und es kann dann mit den Rohbauarbeiten der Innenschale im Tunnel begonnen werden.

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