Pressemitteilung

Regierungspräsidium Freiburg startet Online-Beteiligung zum dritten Bewirtschaftungsplan der Wasserrahmenrichtlinie

Online-Beteiligung zur Wasserrahmenrichtlinie startet

Wasist zu tun, um Flüsse, Bäche, Seen und Grundwasser im Regierungsbezirk Freiburgin einen ökologisch guten Zustand zu bringen? Interessierte Bürgerinnen undBürger, Kommunen, Vereine und Verbände können sich ab sofort auf einemBeteiligungsportal im Internet über den dritten Bewirtschaftungsplan (2022 bis2027) der europäischen Wasserrahmenrichtlinie informieren und ihre Vorschlägeeinbringen. 

„Flüsseund Bäche sind die Lebensadern unserer Landschaften. Helfen Sie mit, unsereGewässer naturnah zu gestalten und damit Lebensräume für unzählige Tier- undPflanzenarten zu entwickeln“, so Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Von denRenaturierungsprojekten profitiere nicht zuletzt der Mensch. GelungeneBeispiele dafür seien die Kartauswiesen in Freiburg und die Elz inTeningen-Köndringen, wo die Gewässer nach der naturnahen Umgestaltung für dieBevölkerung besser zugänglich sind. Seit 2010 sind im Regierungsbezirk Freiburgüber 40 Prozent der vorgesehenen Maßnahmen auf Grundlage derWasserrahmenrichtlinie umgesetzt worden. Inzwischen sind rund sieben Prozentder Gewässer in einem ökologisch guten Zustand. Schäfer: „Wir haben also nochviel zu tun und zählen dabei auf die Unterstützung der Kommunen und derBevölkerung.“  

Ursprünglichhatte das RP in diesem Frühjahr regionale Veranstaltungen zur Beteiligung derÖffentlichkeit am dritten Bewirtschaftungszyklus geplant. Aufgrund derEinschränkungen durch die Corona-Verordnung des Landes und zum Schutz derGesundheit findet die Beteiligung nun erstmals digital statt.  Bis zum 31.Mai können sich Interessierte auf der Internetseite des Regierungspräsidiumsüber die geplanten Maßnahmen zur Renaturierung von Gewässern informieren undsich aktiv in die weiteren Planungen einbringen. Dort sind auch Vorträge undVideos über die Oberflächengewässer und das Grundwasser in den Regioneneingestellt. 

Alleim Portal eingegangenen Anregungen werden bewertet und können in die Entwürfeder Bewirtschaftungspläne für die baden-württembergischen Einzugsgebiete vonRhein und Donau einfließen. Die Planentwürfe sollen dann bis spätestens Ende2020 veröffentlicht werden. Anschließend können innerhalb von sechs MonatenStellungnahmen zu den Entwürfen abgegeben werden.  

Hintergrundinformationen

DieEuropäische Union hat am 22. Dezember 2000 mit der Wasserrahmenrichtlinie(WRRL) die Grundlage für einen einheitlichen Gewässerschutz geschaffen. Zielist es, den guten ökologischen und chemischen Zustand der oberirdischenGewässer und den guten chemischen und mengenmäßigen Zustand des Grundwassersherzustellen. Hierfür sind im Turnus von sechs Jahren Bewirtschaftungspläne undMaßnahmenprogramme aufzustellen. Aktuell steht die Fortschreibung der 2015veröffentlichten Bewirtschaftungspläne bis Ende 2021 für den kommendenBewirtschaftungszeitraum (2022 bis 2027) an.

Foto: GelungeneRenaturierung: Die alte Kinzig bei Willstätt im Ortenaukreis/ Schneider-Ritter/RPF​

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