Pressemitteilung

Regierungspräsidium Freiburg und Stadt Oberkirch wollen Hochwasserschutz und Baumschutz an der Rench vereinbaren

Hochwasserschutz und Baumschutz an der Rench in Oberkirch

Hochwasserschutzund Baumschutz sollen an der Rench in Oberkirch Hand in Hand gehen. Wie dasRegierungspräsidium Freiburg (RP) mitteilt, rücke dieses Ziel für den rechtenRenchabschnitt zwischen der Firma Koehler und der Draivailbrücke in greifbareNähe -  möglicherweise ganz ohne Eingriff in den Baumbestand. Dies sei dasErgebnis eines Vor-Ort-Termins des RP und der Stadt Oberkirch am Dienstag mitSachverständigen aus den Bereichen Geotechnik und Baumschutz.  

Wiedas RP erläutert, werden aktuell als gefährdet eingestufte Hochwasserdämme inOberkirch geotechnisch untersucht. Bei den Untersuchungen gehe es nicht nur umdie rechte Renchseite, auf der die so genannte Lindenallee verläuft, sondernauch um Dammabschnitte rechtsseitig zwischen Lautenbach und Oberkirch undlinksseitig im Bereich „Fuchsmatt“. Ergebnisse liegen bisher nur im Bereichzwischen Köhler Wehr und Dravailbrücke vor.  

Feststehe, dass der Damm dort die notwendige Höhe und die geotechnischenErfordernisse aufweist. Allerdings spiele die Lindenallee eine große Rolle fürdas künftige Schutzkonzept, da sie das Hochwasserrisiko für den Stadtbereicherhöhe. Durch Sturm könnten herausgerissene Wurzelteller der Alleebäume denDamm so beschädigen, dass der Wellenschlag im Hochwasserfall zu einem Dammbruchführen könnte.

NachAngaben des RP standen mehrere Sanierungsvarianten zur Disposition, die bei demTermin am vergangenen Dienstag nochmals mit den Sachverständigen vor Ortdiskutiert wurden. Im Bereich des Neubaugebietes „Neumatt“ und der Firma Apeltwurden Pflöcke mit Flatterband ausgesteckt, um die Höhe des Wasserspiegels beieinem 100-jährlichen Hochwasser zu simulieren.  

AlsFavorit zeichne sich ab, das Hinterland, also die landseitige Straße entlangdes Renchdamms („An der Rench“), mindestens auf den Wasserspiegel des100-jährlichen Hochwassers anzuheben, heißt es aus dem RP. Der Baumgutachterhalte diese Auffüllungen für vertretbar. Dies sei aber wegen der benachbartenGrundstücke nicht überall möglich. Auf Höhe der Firma Apelt und im Bereich derTiefgaragen-Zufahrten des Neubaugebiets „Neumatt“  (ca. 110 Meter) müssedaher nach anderen Lösungen gesucht werden. Aber auch hier zeichneten sichMöglichkeiten einer baumschonenden Bauweise ab. Die Aktualisierung desHochwasseralarm- und Einsatzplans der Stadt Oberkirch solle das Konzeptzusätzlich abrunden.  

Dieaus der Beratung gewonnen Erkenntnisse seien Grundlage für die anstehendenBeratungen mit dem Landratsamt und im Umwelt- und Bauausschuss sowie imGemeinderat der Stadt im Juli. Ergebnisse für die anderen Dammabschnitte inOberkirch werden Ende des Jahres erwartet.

 

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