Pressemitteilung

Regierungspräsidium genehmigt Weiterbetrieb des Wasserkraftwerks Fridingen an der Donau für 60 Jahre

Weiterbetrieb des Wasserkraftwerks in Fridingen an der Donau genehmigt

Das Regierungspräsidium Freiburg(RP) hat über den Antrag der EnBW Energie Baden-Württemberg AG für den weiterenBetrieb des Wasserkraftwerks Fridingen an der Donau entschieden. Die Behördehat eine auf 60 Jahre befristete wasserrechtliche Bewilligung für dieerforderlichen Gewässernutzungen erteilt und die vorgesehenen Ausbaumaßnahmengenehmigt. „Das ist ein wichtiger Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energienund damit zur Erreichung der Klimaschutzziele des Landes. Gleichzeitig werdensich die vorgesehenen Maßnahmen positiv auf die Gewässerökologie der Donauauswirken“, erklärte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. 

Nachdem die befristeteGenehmigung der Bezirks- und Körperschaftsverwaltung in Stuttgart aus dem Jahr1943 im Dezember 2016 abgelaufen war, hatte das RP zunächst einenübergangsweisen Weiterbetrieb des Wasserkraftwerks zugelassen. Im Rahmen derneuen wasserrechtlichen Bewilligung werde es für den Betrieb einigeVeränderungen sowohl in energiewirtschaftlicher als auch in ökologischer Hinsichtgeben, heißt es aus dem RP. So könne durch den Einbau neuer,leistungsstarker Turbinen die produzierte Strommenge verdoppelt werden. Auf deranderen Seite müsse aus gewässerökologischen Gründen künftig ab der Wehranlageein fünffach höherer Mindestabfluss in Höhe von 2100 Liter pro Sekunde in dieAusleitungsstrecke abgegeben werden. Ziel sei es, damit die Lebensräumeinsbesondere für Fische und Kleinstlebewesen in der Ausleitungsstrecke zuverbessern. Geplant seien zudem bauliche Maßnahmen, um die Durchgängigkeit desFlusses für diese Arten am Donauwehr und in der Ausleitungsstrecke zuverbessern. So werden ein Fischabstieg und ein Fischaufstieg errichtet, dasEinlaufbauwerk zum Oberwasserkanal wird umgebaut und im Bereich der Mündung desUnterwasserkanals in die Donau wird eine so genannte Buhne eingebaut, die eineLockströmung für Fische erzeugt.  Zudem könne durch die weitereWasserkraftnutzung am Standort Fridingen die denkmalgeschützte Gesamtanlagelangfristig für den Betrieb erhalten werden, teilt das RP mit. 

Die Entscheidung kann in ihremvollen Wortlaut unter „Aktuelles“ auf der Homepage des RegierungspräsidiumsFreiburg eingesehen werden: www.rp-freiburg.de.Die Auslegung der Entscheidung zur Einsichtnahme wird in den betroffenenGemeinden vom 2. bis 15. Juni erfolgen.

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