Pressemitteilung

Regierungspräsidium startet „Solarinitiative Südbaden“

Regierungspräsidentin Schäfer: „Potenzial der Sonnenenergie nutzen, um Klimaschutzziele zu erreichen“

In Baden-Württemberg soll die Nutzung der Sonnenenergie bis 2030 verdoppelt werden. Um die Solarinitiative des Landes im Regierungsbezirk Freiburg voran zu treiben, hat das Regierungspräsidium Freiburg (RP) am Dienstag Projektierer von Freiflächensolaranlagen aus der Region zum Runden Tisch eingeladen. „Der Regierungsbezirk Freiburg ist eine der sonnigsten Regionen in Deutschland, Tendenz steigend. Dieses Potenzial müssen wir nutzen, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen“, betonte Regierungspräsidentin Schäfer. Im Rahmen der „Solarinitiative Südbaden“ werde das RP Projektierer und Kommunen bei der Umsetzung ihrer Vorhaben unterstützen.

Große Chancen sieht die Regierungspräsidentin in Freiflächensolaranlagen: „Mit Solaranlagen auf Ackerflächen und Grünland können wir die nachhaltige Energieerzeugung mit den Anforderungen des Naturschutzes gut vereinbaren.“ Mit der Öffnung der sogenannten benachteiligten Gebiete, habe das Land den Weg dahin geebnet. Die ökologische Gestaltung von Freiflächensolaranlagen sei Schwerpunkt eines Handlungsleitfadens für Kommunen, den das Umweltministerium veröffentlicht habe. 

Zum Beispiel die kürzlich von Ministerpräsident Winfried Kretschmann eingeweihte Agro-Photovoltaik-Freiflächenanlage in Donaueschingen verbinde Energieerzeugung, Landwirtschaft und Nachhaltigkeit zu Gunsten des Klimaschutzes. Modellcharakter für die naturverträgliche Gestaltung einer Solaranlage im Regierungsbezirk Freiburg habe auch der im vergangenen Jahr eröffnete Solarpark in Engen, so Schäfer. Dieser werde als magere, blütenreiche Wiese bewirtschaftet, die Lebensraum für Insekten biete. Als weiteres innovatives Projekt nannte die Regierungspräsidentin die schwimmende Fotovoltaikanlage in Renchen (Ortenau).

Die Regierungspräsidentin wies auf das große Potenzial für Freiflächensolaranlagen hin, das der Energieatlas der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg im Regierungsbezirk Freiburg aufzeige. Demnach könnten 6000 Hektar auf Konversionsflächen und Seitenrandstreifen für die Produktion von Sonnenenergie genutzt werden. Die installierte Leistung der Freiflächensolaranlagen im Regierungsbezirk Freiburg lag zum Ende des zweiten Quartals 2020 bei ca. 112 Megawatt. Der Zubau im Regierungsbezirk ist für dieses Jahr mit bislang ca. 15 Megawatt zu beziffern. 

„Als Planungsträger haben die Städte und Gemeinden beim Ausbau der Sonnenenergie eine Schlüsselrolle“, so Schäfer. Ihr Haus unterstütze die Kommunen und Projektierer nach Kräften. Die am RP angesiedelte höhere Baurechtsbehörde koordiniere unter anderem Stellungnahmen zu Bauleitplänen mit einer Sonderausweisung für Freiflächensolaranlagen und binde dabei alle betroffenen Fachreferate des RP ein. Das Kompetenzzentrum Energie im RP sei die Schnittstelle zwischen Fachbehörden, Ministerien, Genehmigungsbehörden und Vorhabenträgern. Es unterstütze die Verfahren zum Beispiel beim Finden von Lösungsansätzen bei rechtlichen Fragestellungen.

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