Pressemitteilung

Wutach bei Stühlingen wird naturnah ausgebaut

Spatenstich Renaturierung Wutach bei Stühlingen-Weizen

Gemeinsammit dem Schaffhauser Regierungsrat Martin Kessler, dem Waldshuter LandratMartin Kistler, dem Stühlinger Bürgermeister Joachim Burger und dem SchleitheimerGemeinderatspräsidenten Hans Rudolf Stamm hat RegierungspräsidentinBärbel Schäfer am Mittwoch mit einem symbolischen Spatenstich die Bauarbeitenzur Umgestaltung der Wutach beim Stühlinger Ortsteil Weizen (Kreis Waldshut)gestartet. Der Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Freiburg (RP)wird die Wutach in diesem grenzüberschreitenden Flussrenaturierungsprojekt auf einer Strecke von rund einem Kilometerzwischen dem Wiizemer Steg und den Sportanlagen des SV Weizen für ca. 1,3Millionen Euro in einen naturnahen Zustand versetzen. Die Bauarbeitensollen im März 2021 abgeschlossen werden. 

„Mitdieser Renaturierung wird die Wutach in diesem Bereich den von der EuropäischenWasserrahmenrichtlinie geforderten guten ökologischen Zustand erfüllen. EinBlick auf die Schweizer Seite zeigt, dass schon nach wenigen Jahren kaum mehrerkennbar ist, dass hier der Mensch Hand angelegt hat“, sagteRegierungspräsidentin Schäfer. Mit dieser Umgestaltung der Wutach auf deutscherSeite gebe es künftig im Gewässerrandstreifen und im Fluss selbst bald wiedergute Lebensräume, von denen die Insekten-, Vogel-, Fisch- und Pflanzenweltprofitieren werde.  

Bereitsim Jahr 2014 wurde die Wutach auf Schweizer Seite naturnah umgestaltet. Mit derUmgestaltung auf der deutschen Flussseite wird nun auch hier die Sohl- undUferstruktur verbessert und die Strömungsvielfalt der Wutach erhöht. Im Vorfeldhat das Land Baden-Württemberg die benötigten Flächen erworben.  

„Umdie eigendynamische Entwicklung des Gewässers anzustoßen, wird nun die beimfrüheren Ausbau durch massive Befestigung in ein Korsett gezwängte Wutachwieder entfesselt. Bei den Bauarbeiten wird das Mittelwasserbett aufgeweitetund die harte Verbauung aus dem Gewässerbett und den Ufern entfernt. Vor allementstehen drei Verzweigungsbereiche. Die heutigen Ufer werden zu Inseln. Dieswird jedoch nichts Statisches sein, wir geben nur den Impuls, dem Gewässerseine natürliche Flusslandschaft mit eigendynamischer Entwicklung wieder selbstzu gestalten. Im Laufe der Zeit sollen sich wieder naturnahe Bedingungeneinstellen und natürliche Gleit- und Prallufer entwickeln können. Dabeientstehen neue, vielfältige Lebensräume im Wasser, am Ufer und in den Randstreifen“,erklärte Flussmeister Christoph Dörflinger vom RP. 

DasRP weist darauf hin, dass es durch den Baustellenverkehr trotz dereingerichteten Umleitungen für Wanderer und Radfahrer zu Behinderungen entlangder betroffenen Abschnitte der landwirtschaftlichen Wege kommen kann.

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