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Aktuelles aus dem Europe Direct Informationszentrum Karlsruhe

  • Europe Direckt
    17.03.2020
    17.03.2020 | EU Zusammenarbeit zur Eindämmung des Cornonavirus

    Aufgrund der stark steigenden Fallzahlen an Coronavirus Erkrankungen in ganz Europa hat die EU Kommission am Freitag (13.03.20) ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Stützung der Wirtschaft und zur Stärkung der europäischen Gesundheitssysteme auf den Weg gebracht. Das Maßnahmenpaket umfasst Investitionen in Höhe von 25 Mrd. Euro, mehr Flexibilität für EU-Staaten sowie 140 Mio. Euro für die Erforschung von neuen Impfstoffen. Zudem sollen Schutzausrüstungen und Beatmungsgeräte gemeinsam beschafft, nicht mehr aus der EU exportiert und ihre Verteilung auf europäischer Ebene koordiniert werden, um sie dort einsetzen zu können, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
    Die Bereitstellung von medizinischer Versorgung ist dabei Aufgabe der einzelnen Mitgliedsländer, während es die Aufgabe der EU ist koordinierend die Mitgliedsländer im Gesundheitsbereich zu unterstützen.
    Der Präsident des Europäischen Parlaments, David Sassoli, rief zur Solidarität auf: „Niemand wird allein gelassen und niemand wird allein handeln.“ Zur Solidarität gehört dabei, dass jeder Einzelne sich regelmäßig die Hände wäscht, Abstand hält und soziale Kontakte auf ein Mindestmaß reduziert, um sich und vor allem besonders Gefährdete zu schützen.

    Oberste Priorität ist im Moment, die rasante exponentielle Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Deshalb hat EU Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag (16.03.20) teilte mit, dass alle Reisen in die Europäische Union, die nicht zwingend notwendig sind, für zunächst 30 Tage eingeschränkt werden. „Hier in Europa ist derzeit das Zentrum der Virusausbreitung. Und wir wissen, dass alles, was Kontakte zwischen Menschen verringert, die Ausbreitung des Virus verlangsamt. Und das gilt natürlich auch für Reisen“, sagte Ursula von der Leyen. Ausnahmen für die Einreisebeschränkung gebe es für Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, Pendler im Grenzgebiet sowie europäische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die nach Hause möchten.

    Aktuellen Schätzungen nach werden rund zwei Drittel der Bevölkerung langfristig mit dem Corona-Virus in Kontakt kommen, wovon rund sechs Prozent intensive medizinische Betreuung benötigen. Bei weiter schnell steigenden Fallzahlen kann auch dieser recht geringe Anteil der Erkrankten die Kapazitäten der Kliniken übersteigen. Daher ist es notwendig mit Hilfe der Hygiene-Empfehlungen und der getroffenen Maßnahmen das Tempo der weiteren Verbreitung zu verringern. Denn nur durch eine möglichst weite Streckung der Kurve der Ansteckungen kann gewährleistet werden, dass jeder Erkrankte eine umfassende medizinische Versorgung erhält.

    Weitere Informationen

    European Commisson (Europäische Kommission)​
    Mitteilung zur Schließung der EU Außengrenzen​ 
    Eurpean Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)​ ​​​​​

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