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Referat 52 (Gewässer und Boden) des Regierungspräsidium Karlsruhe

Bodenschutzprojekt

Internationaler Tag des Bodens 2014

Projektbeschreibung

Am 7.10.2014 fand anlässlich des 10. Internationalen Tag des Bodens die zentrale Veranstaltung für Baden-Württemberg in Baden-Baden-Neuweier statt. Das Regierungspräsidium Karlsruhe organisierte zusammen mit der Stadt Baden-Baden und vielen Partnerorganisationen ein abwechslungsreiches Programm. Das Baden Badener Rebland bot eine ideale Kulisse sich dem „Weinbergsboden“ als Boden des Jahres 2014 zu nähern.

Sowohl in der Begrüßungsrede von Regierungsvizepräsidentin Gabriele Mühlstädt-Grimm als auch im Grußwort der Oberbürgermeisterin Margret Mergen wurde deutlich, wie wichtig der Schutz unserer Böden und Bodenbewusstsein sind. Beide erinnerten daran, dass in Zukunft sorgfältiger mit den Böden umgegangen werden müsse, um sie für die nachfolgenden Generationen zu bewahren. Die Folgen eines unachtsamen Umgangs zeige die aktuelle Thematik der PFC-Belastung in Baden-Baden und im Landkreis Rastatt.

Im Saal der Winzergenossenschaft moderierte Herr Jany (ZDF) die Vortragsreihe zur Thematik Weinbergsboden, Terroir und Bodenschutz - welche Rolle spielt der Boden für den Wein, welchen Einflüssen und Gefährdungen unterliegt er. Im Eröffnungsvortrag schilderte der Theologe Prof Dr. Riede, dass Bodenpflege bereits in alttestamentarischen Zeiten eine große Rolle gespielt hat. Über den Zusammenhang zwischen Boden und Terroir referierte Dr. Dietmar Rupp von der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg. Er stellte kritisch die Frage „was ist Mythos und was Realität beim Thema Terroir“. Der Badische Weinbaupräsident Herr Kilian Schneider erläuterte an Praxisbeispielen Bodenschutzmaßnahmen in badischen Weinbergen. Ebenfalls aus praktischer Sicht setzte sich der Winzer Volker Maier mit der Nährstoff- und Humusversorgung im Weinbau auseinander. Die beiden letzten Referate von Prof. Dr. Werner Konold von der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und Herrn Michael Heck von der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Heidelberg beschäftigten sich mit historischen Betrachtungen des Terrassenbaus im Weinbau sowie dem Erhalt und der Sanierung von Weinbergstrockenmauern.

Auf der Exkursion in die angrenzenden Weinberge konnte an Hand der angelegten Profilgrube das Bodenprofil des Weinbergsbodens aus Granitzersatz besichtigt werden. An weiteren drei Lackprofilen wurden zusätzlich typische Horizontabfolgen der Weinbergsböden dargestellt. Die Mitarbeiter des LGRB stellten beide Themen vor. Korrespondierend zu den Bodenprofilen bestand anschließend die Möglichkeit im Rahmen einer kleinen Weinverkostung das theoretisch erworbene Wissen zum Thema Terroir zu erschmecken.

Durch die Datenbank des LGRB konnten sich die Besucher mit dem Weinbauatlas auf eine visuelle Reise durch die Weinberge Baden-Württembergs begeben. Frau Dr. Monika Riedel vom Weinbau-Institut Freiburg verdeutlichte mit einer umfassenden Auswahl an Weinberg-Gesteinsproben die Vielfalt an Gesteinen auf denen Reben wachsen können.

Die LUBW und das LTZ untersuchten von Besuchern mitgebrachte Bodenproben auf Schwermetalle und Nährstoffe. Weiterhin bot eine umfassende Landesausstellung zum Thema Bodenschutz einen ausführlichen Einblick in die vielschichtige Thematik, unter anderem zu Flächenrecycling, Altlasten und Hinterhofversiegelung. Beim Informationsstand des Bundesverbandes Boden gab es neben allgemeinen Informationen zu Böden und Bodenschutz auch die druckfrischen Plakate und Flyer zum Boden des Jahres 2015.

Gemeinsam mit einer Künstlerin erarbeiteten Kinder und Erwachsene ein dreiteiliges aus Erdfarben gemaltes Bodenbild, welches die Weinberge aus dem Baden-Badener Rebland wiederspiegelt und abschließend dem Publikum präsentiert wurde.

Alle Besucher hatten die Möglichkeit das erworbene Wissen und die Informationen bei der richtigen Beantwortung von Fachfragen zu den Aktionsständen im Bodenquiz einzusetzen, um attraktive Preise rund um das Thema Boden und Wein zu gewinnen.

Zum Tagesabschluss erfolgte dann die große Verlosung der Preise.

Projektziel

Der Internationale Tag des Bodens wird seit 2002 alljährlich im Dezember bundesweit begangen. Ziel ist es, die Öffentlichkeit durch verschiedene Aktionen, Vorträge, Ausstellungen und Präsentationen auf die Bedeutung und Gefährdung des Umweltmediums Boden aufmerksam zu machen. Der jeweilige Boden des Jahres steht hierzu im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die vier Regierungspräsidien in Baden-Württemberg organisieren abwechselnd den Internationalen Tag des Bodens.

Projektbeteiligte

  • Regierungspräsidium Karlsruhe
  • Stadt Baden-Baden Regierungspräsidium Freiburg, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB)
  • Landesanstalt für Umwelt, Messung und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)
  • Landwirtschaftliches Technologiezentraum Augustenberg (LTZ)
  • Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg (LVWO)
  • Weinbauinstitut Freiburg (WBI)
  • Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG), Heidelberg 
  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Bundesverband Boden e.V., Regionalgruppe Süd
  • Evangelische-Theologische Fakultät Tübingen
  • Baden-Badener Winzergenossenschaft
  • Schloss Neuweier

Bearbeitungsstatus

Projekt abgeschlossen.

Weitere Informationen

  
  
  
1_tag_d_bodens_flyer.pdfInternationaler Tag des Bodens 2014 - Flyer6327 KB
2_tag_d_bodens_vortraege.pdfInternationaler Tag des Bodens 2014 - Ausgewählte Vorträge21736 KB
3_tag_d_bodens_fotogalerie_1.pdfInternationaler Tag des Bodens 2014 - Fotogalerie 12982 KB
4_tag_d_bodens_fotogalerie_2.pdfInternationaler Tag des Bodens 2014 - Fotogalerie 2574 KB

Kontakt

Monika Rößing
Telefon 0721 926-7535
monika.roessing@rpk.bwl.de

Sabine Stein
Telefon 0721 926-7541
sabine.stein@rpk.bwl.de