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Das Foto zeigt den Neckar bei Neuostheim; eintönige geradlinige Uferstruktur, Copyright: RP Karlsruhe

Unsere Wasserrahmenrichtlinien-​Projekte​​​​​​

Vorplanung für Strukturverbesserung des Neckarufers in Mannheim​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

​Zahlen und Fakten

Vorhabenträger:
Land Baden-Württemberg / Landesinitiative "Unser Neckar"
Lage: Stadt Mannheim, Stadtteile Feudenheim und Neuostheim
Projektabschnitt: Neckar, Flusskilometer 5,5 bis 7,0
Gewässer: Bundeswasserstraße Neckar
Suchraum für Maßnahmen: ca. 17 ha​​​​

​Aktueller Stand

Vergabe der Vorplanung ist erfolgt.

D​as Projekt​

Ausgangslage

Im Bereich der Mannheimer Stadtteile Feudenheim und Neuostheim dominieren am Neckar steile und hohe Ufer mit massiven Verbauungen. Im Wasserbereich fehlen flache Uferzonen zum Laichen und für Jungfische, Versteckmöglichkeiten für Fische, tiefere Stellen zur Überwinterung und Bereiche mit unterschiedlich schnellen und langsamen Strömungen. Der Neckar hat durch den Ausbau auch seine seitliche Vernetzung in die Aue verloren und ist strukturell eintönig und geradlinig (s. Abb.1).

Durch die Nutzung des Neckars als Schifffahrtsstraße sind Staustufen und Schleusen erforderlich, welche den Neckar aufstauen und somit kaum Fließbewegung zulassen. Die meisten Fische im Neckar benötigen aber eine Strömung. Weiter verursachen fahrende Schiffe starke Wellenbewegungen: Das Wasser wird an die steilen und fest versteinten Ufer gedrückt und wieder weggezogen. Dies führt besonders bei Kleintieren und Jungfischen teilweise zu hohen Verlusten.

Im Suchraum (s. Abb.2) herrscht kein Schiffsverkehr, da die Schiffe über den Schleusenkanal fahren. Dies schafft ideale Ausgangsbedingungen, um flachauslaufende Uferböschungen auszubilden, Tiefenbereich zu entwickeln, Zonen mit verschiedenen Strömungsstärken anzulegen und somit Lebensräume für aquatische und amphibische Arten zu schaffen. Dies bereichert nicht nur die Tierwelt am und im Neckar, sondern auch der Wohlfühlfaktor und das Naturerleben (s. Abb.3) für die Bevölkerung in den Mannheimer Stadtteilen Neuostheim und Feudenheim können gefördert werden.

Ziele des Projekts​​

Hauptziel der Maßnahme ist die Verbesserung des Lebensraums Neckar inklusive seiner Ufer, (s. Abb. 3), z.B. durch:

  • Schaffung von nachhaltigen Fortpflanzungs-, Jungfisch- und Nahrungshabitaten in Form überströmter Flachwasserzonen
  • Erhöhung der Strukturvielfalt und des Anteils an typischen Fließwasserfischarten
  • Überwinterungsabschnitte für Fische durch Ausbildung von tieferen Wasserbereichen
  • Seitliche Vernetzung des Gewässer durch angelegte kleine Seitenarme
  • Förderung von auen-charakteristischen Arten u.a. Wasserpflanzen und Kleintiere der Gewässersohle
  • Herstellung von Zugängen zum Gewässer für die Bevölkerung der Stadt Mannheim durch Abflachung der steilen Böschungen
  • Möglichkeit des Natur- und Gewässererlebens an beiden Uferseiten 

Synergien ergeben sich zum Beispiel für: 

  • Hochwasserschutz (Schaffung von Retentionsraum)
  • Attraktivitätssteigerung der Flächen u. a. für Vögel und Libellen
  • Steigerung der Selbstreinigungskraft des Gewässers.

Neben den ökologischen Zielen kann somit auch das Gewässererleben für die Bevölkerung in der Großstadt Mannheim durch die Umsetzung von Maßnahmen wesentlich vorangebracht werden. ​​​

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Informieren Sie sich!

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Öffentlichkeitsbeteiligung

Alle Maßnahmen zur Öffentlichkeitsbeteiligung und alle Kommunikationsmaßnahmen werden in den Planungsprozess des Projektes integriert. Hier können Sie sich über den aktuellen Planungsstand und über Möglichkeiten der Beteiligung informieren.​​

In​halte des aktuellen Planungsschrittes​​

Durch umfangreiche Untersuchungen (z.B. Hydraulik, Befischung, Vermessung) soll eine favorisierte Planvariante entwickelt werden. Dies wird von den zuständigen Behörden und Institutionen (u.a. Naturschutz, Wasserwirtschaft, Bundesgartenschau 2023 gGmbH, Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Heidelberg) eng begleitet. In den Prozess wird auch die Öffentlichkeit eingebunden. Ziel ist es bereits in frühen Planungsschritten die Nachhaltigkeit der Maßnahme sicherzustellen, damit weitere Planungsschritte und auch die Umsetzung der Maßnahme zielführend und zeitnah angegangen werden können.


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Beteiligungsportal des Regierungspräsidiums Karlsruhe
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Kontakt

Dr. Berthold Kappus
Telefon  0721 926-7536
EMail berthold.kappus@rpk.bwl.de

Sabine Stein
Telefon  0721 926-7541
EMail sabine.stein@rpk.bwl.de​​​

Termine

​Derzeit keine aktuellen Termine.