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Gewässerökologie, Massnahmen
Foto: Ausgangslage Pfinztal-Berghausen, Copyright: RP Karlsruhe, Landesbetrieb Gewässer

​Strukturmaßnahmen an der Pfinz
(MaDok IDs 7970, 1406 und 1405

​Zahlen und Fakten

Vorhabenträger: Land Baden-Württemberg

Lage:
Berghausen – (MaDok ID: 7970, 800 m Länge)
Kleinsteinbach – (MaDok ID: 1406, 40 m Länge)
Remchingen – MaDok ID: 1405, 200 m Länge)

​Aktueller Stand

In Planung

​Das Projekt

​Ausgangslage

Natürlicherweise sind Flüsse geprägt durch unterschiedliche Wassertiefen, Strömungsgeschwindigkeiten und dem Vorhandensein von unterschiedlichem Bodensubstrat. Diese Parameter wiederum erzeugen unterschiedliche Lebensräume, deren vielfältige Verteilung Voraussetzung für das Gedeihen artenreicher Flussgesellschaften ist.

Daher ist die Strukturvielfalt des Gewässers eine zwingende Eigenschaft zur Erfüllung des von der Wasserrahmenrichtlinie geforderten guten ökologischen Zustandes.

Die Pfinz ist abschnittsweise derart „kanalartig / monoton“ ausgebaut, dass sie nicht dem naturnahen Zustand entspricht. Daher bietet die Pfinz in diesen Abschnitten auch nur wenig Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

​Ziele der Maßnahme

Zur Verbesserung der Strukturvielfalt und somit Lebensbedingungen sollen an drei Abschnitten der Pfinz vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen werden.

​Geplante Maßnahmen

Aufgrund der angrenzenden Bebauung und des notwendigen Erhalts eines Unterhaltungsweges kann keine Gewässerverlegung oder Aufweitung des Flussbettes zur Herstellung einer naturnahen Pfinz erfolgen. So werden alle Maßnahmen innerhalb des Gewässers umgesetzt (sog. „Instream-Maßnahmen“).

Folgende Maßnahmen sind abschnittsweise geplant:

  • Rückbau der Ufersicherung zur Vernetzung der Biotope Gewässer und Ufer
  • Abflachen der Ufer als Grundlage für die Ansiedlung verschiedener typischer Uferpflanzen sowie als Lebensraum für Jungfische
  • Herstellen von Kiesflächen als potenzielle Fischlaichgebiete, z.B. für die Barbe
  • Herstellen von sogenannten Gumpen bzw. Kolken. Dies sind tiefe Bereiche, in denen sich erwachsene Fische bevorzugt aufhalten und die als Rückzugsraum (z.B. bei Hitze) aufgesucht werden.
  • Einbau von Buhnen im Gewässer, um die Strukturvielfalt und Strömungsdiversität zu erhöhen
  • Herstellen von Tiefwasserrinnen als Strukturelemente und Wanderkorridore der adulten Fische
  • Pflanzen von Ufergehölzen als zukünftige Schattenspende für das Gewässer sowie als Totholzlieferant
Beteiligungsportal des Regierungspräsidiums Karlsruhe

​Kontakt

Fachinformationen
Lysann Horakh, Projektleitung
Telefon 0721 926-7586
Lysann.Horakh@rpk.bwl.de