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Referat 53.1 (Gewässer 1.Ordnung Hochwasserschutz: Bau, Betrieb) des Regierungspräsidium Karlsruhe

Nagoldtalsperre Erzgrube

Die Nagoldtalsperre Erzgrube dient dem Hochwasserschutz im Oberen Nagoldtal. In den Sommermonaten ist sie ein stark frequentiertes Naherholungsgebiet. Auf und im See wird Wassersport in allen Varianten betrieben.

Geschichte

 

Die Nagoldtalsperre Erzgrube wurde in der zweiten Hälfte der 60er Jahre gebaut. Sie ging 1970 in Betrieb.

​Technische Daten

Vorsperre 

Gesamtinhalt bei Normalstau: 422.000 m³
Gesamtinhalt bei Hochwasserstau: 527.000 m³
Max. Dammhöhe: 11,5 m

Hauptsperre

Gesamtinhalt bei Normalstau: 4.230.000 m³
Gesamtinhalt bei Hochwasserstau: 5.065.000 m³
Max. Dammhöhe: 32,1 m

Sicherheitsprüfung und Ertüchtigung der Nagoldtalsperre

Nach über 30 Jahren Betriebszeit führte die Gewässerdirektion Nördlicher Oberrhein, Bereich Freudenstadt eine vertiefte Sicherheitsüberprüfung der Nagoldtalsperre Erzgrube durch. Die Vorplanung lief bereits seit dem Jahr 2000. Über den Winter 2001/02 wurde der Hauptsee der Talsperre abgelassen.

Die Sicherheitsprüfung der Talsperre umfasste mehrere Maßnahmen. Im Bereich der Dammdichtung wurde die Dichtungsfläche gefräst, um eine neue Mastix-Versiegelung als Verschleißschicht aufzubringen (siehe Bild). Die Betonbauwerke, die im Staubereich der Talsperre liegen, wurden mit Spritzbeton ausgebessert. Des weiteren wurde die Mess- und Regeltechnik erneuert.

Um die Sicherheit der Talsperre zu prüfen wurde von Herrn Prof. Dr. Giesecke, Universität Stuttgart, eine Sicherheitsbetrachtung der Talsperre durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass auch der maßgebende 10.000-jährliche Hochwasserfall sicher abgeleitet werden kann und dass der Staudamm auch bei einem Totalausfall der Außenhautdichtung standsicher ist.

Die Überprüfung und die notwendigen Sanierungsmaßnahmen wurden im Oktober 2002 abgeschlossen.


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Kontakt

Axel Pälchen

Telefon  07441 91480 55
EMail an Axel Pälchen axel.paelchen@rpk.bwl.de