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Natura 2000 Managementpläne im Regierungsbezirk Karlsruhe

Kleink​inzig- und Rötenbachtal (FFH-Gebiet 7616-341)​

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Charakteris​ti​k

Das FFH-Gebiet „Kleinkinzig- und Rötenbachtal“ ist etwa 115 ha groß und besteht aus 16 Teilflächen. Es handelt sich um 84 ha Offenland und 31 ha Wald im Bereich des Naturparks „Schwarzwald Mitte/Nord“. Das Naturschutzgebiet „Glaswiesen und Glaswald“ reicht kleinflächig in einen Teilbereich des FFH-Gebiets hinein. Das Gebiet liegt zum überwiegenden Teil im Landkreis Freudenstadt (Regierungsbezirk Karlsruhe), ein kleiner Teil im Landkreis Rottweil (Regierungsbezirk Freiburg). Es umfasst überwiegend Teile der Gemarkung der Stadt Alpirsbach, aber auch der Gemeinden Schenkenzell und Loßburg. ​​

​Besonde​​rh​​eiten

Entlang der Talhänge der Kinzig, der Kleinen Kinzig und des Rötenbachs führte die jahrhundertelange extensive Grünlandnutzung durch den Menschen zur Entstehung artenreicher Mähwiesen. Traditionell werden diese blütenbunten Wiesen ein- bis zweimal pro Jahr gemäht. Eine Düngung erfolgt nur in geringem Maße oder unterbleibt ganz. Innerhalb Europas sind die artenreichen Mähwiesen in Südwestdeutschland besonders vielfältig ausgeprägt. Damit haben wir eine ganz besondere Verantwortung für den Erhalt dieses Lebensraumtyps. In den letzten 50 Jahren ist ein Großteil der artenreichen Mähwiesen verloren gegangen. Im FFH-Gebiet können Sie solche Flächen noch auf 36 ha erleben - größtenteils als Magere Flachland-Mähwiesen, seltener als Berg-Mähwiesen (Teilgebiet Roßberg). Zu weiteren europaweit bedeutsamen Lebensraumtypen zählen Feuchte Hoch-staudenfluren oder Auenwälder mit Erle, Esche und Weide. Von den europaweit bedeutsamen Arten sind Groppe und Europäischer Dünnfarn nur ganz kleinräumlich vorhanden. Wimperfledermaus und Großes Mausohr haben ihren Lebensraum noch auf jeweils über 100 ha.​

Vielfalt gemeinsam bewa​hren

Mit dem Großen Mausohr ist die größte bei uns heimische Fledermausart im FFH-Gebiet zu Hause – allerdings nur von September bis April. Während dieser Zeit halten die Tiere in einem Stollen ihren Winterschlaf. Das Große Mausohr kann eine Körperlänge von 8 Zentimetern und eine Spannweite von über 40 Zentimetern erreichen. Die etwas kleinere Wimperfledermaus überwintert ebenfalls schlafend im Gebiet. Hierzu benötigt sie tiefe Stollen und Höhlen. Lediglich im südwestlichen Teil Baden-Württembergs leben noch 600 Tiere dieser Art. Für diese besonderen Arten wollen wir unsere vielfältige Mittelgebirgslandschaft als europäisches Naturerbe erhalten. ​​​​​

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Informieren Sie sich!

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Ko​ntakt:

Regierungspräsidium Karlsruhe
Telefon: 0721 926-4351
natura2000@rpk.bwl.de

​​​​Abgeschlossene Natura 2000 Managementpläne (MaP)
​​​​Aktuelle Natura 2000 Managementpläne (MaP)
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