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Natura 2000 Managementpläne im Regierungsbezirk Karlsruhe

Oberwald und Alb in Karlsruhe (FFH-Gebiet 7016-343)

Charakteristik

Das 598 ha große FFH- Gebiet umfasst den Lauf der Alb vom Karlsruher Bahnhof bis zum Rheinhafen sowie das Waldgebiet zwischen Rüppurr, Wolfartsweier und Durlach. Es umfasst vier Teilgebiete, die zu 83 % im Stadtgebiet Karlsruhe und zu 17 % im Landkreis Karlsruhe (Gemarkung Ettlingen) liegen. Das Naturschutzgebiet „Erlachsee“ mit seinen 14 ha sowie der Bannwald „Rißnert“ und der Schonwald „Oberwald-Rißnert“ liegen innerhalb des FFH-Gebiets.

Besonderheiten

Die über. 440 ha großen Waldgebiete Oberwald, Rißnert und Horberloch liegen im Bereich der Kinzig-Murg-Rinne auf der Niederterrasse des Rheins. Zum einen umfasst das Schutzgebiet mit der Alb aber auch einen weitgehend durchgängigen Nebenfluss des Rheins der Wanderfischen und Rundmäulern Lebensraum bietet. Hierzu zählen Lachs, Meerneunauge und Bachneunauge. Zum anderen verbindet die Alb als wichtige Leitstruktur im Biotopverbund die Oberrheinebene im Westen mit dem Schwarzwald im Osten. Im Oberwald liegt der Erlachsee, der aufgrund seines Reichtums an wassergebundenen Tier- und Pflanzenarten und insbesondere Wasservögeln unter Naturschutz gestellt wurde. Durch hohen Grundwasserstand und gelegentliche Überschwemmungen haben sich im Oberwald zahlreiche Tümpel gebildet. Hier fühlen sich Molche, Frösche und Kröten besonders wohl. Auch die bereits selten gewordene Flatter-Ulme ist hier noch oft anzutreffen. An alten, sonnenbeschienenen Eichen, die vereinzelt an der Alb und im Oberwald wachsen, kann man große Fraßlöcher entdecken. Es sind die Spuren des vom Aussterben bedrohten Heldbocks, der im Raum Karlsruhe seinen Verbreitungsschwerpunkt in Baden- Württemberg hat. Auch Hirsch- und Scharlachkäfer sind im Gebiet zu finden.

Vielfalt gemeinsam bewahren

Obwohl im Stadtgebiet Karlsruhe gelegen, zeigt sich die Alb an vielen Abschnitten recht naturnah. Großteils ist dies der Erfolg mehrerer Renaturierungsmaßnahmen der letzten Jahre. Hier findet sich das individuenreichste Vorkommen der Libellenart Grüne Keiljungfer in ganz Baden-Württemberg. Im Auenbereich der Alb innerhalb des Stadtgebiets Karlsruhe wurde ein innerstädtischer Grünzug angelegt, der eine hohe Bedeutung für die Naherholung, das Stadtklima und die Stadtgliederung hat.
Gemeinsam mit Ihnen wollen wir den Oberwald und die Alb als europäisches Naturerbe erhalten und weiter entwickeln.

Kontakt:

Regierungspräsidium Karlsruhe
Telefon: 0721 926-4351
natura2000@rpk.bwl.de

Abgeschlossene Natura 2000 Managementpläne (MaP)
Aktuelle Natura 2000 Managementpläne (MaP)
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