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Natura 2000 Managementpläne im Regierungsbezirk Karlsruhe

Odenwald bei Schriesheim (FFH-Gebiet 6518-341) und Bergstraße Dossenheim-Schriesheim (VSG 6518-401)

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Charakterist​i​k

Das aus 11 Teilflächen bestehende FFH-Gebiet im Rhein-Neckar-Kreis ist etwa 840 ha groß. Das Vogelschutzgebiet (VSG) umfasst 370 ha, davon 140 ha im FFH-Gebiet. Beteiligt sind Teile der Gemarkungen von Schriesheim, Dossenheim, Hirschberg und Weinheim. Das größte Teilgebiet ist Hohe Wald/Weittal mit ca. 400 ha. Das südlichste Teilgebiet Ölberg ist auch Vogelschutzgebiet. Beide Natura2000-Gebiete liegen vollständig im Naturpark Neckartal-Odenwald und teilweise in den Naturschutzgebieten »Ölberg« und »Wendenkopf«. 80% der Flächen liegen innerhalb von Landschaftsschutzgebieten. ​​

Besonde​rheit​en

Das Gebiet zeichnet sich insbesondere im südlichen und zentralen Teil durch über 150 ha schutzwürdige Hainsimsen-Buchenwälder, ca. 20 ha Waldmeister-Buchenwälder sowie ca. 15 ha Schlucht- und Hangmischwälder aus. Der Steinkrebs kommt in den Fließgewässern nur noch selten vor. Von Menschen geschaffene Gesteinsterrassen, Felswände und Kleingewässer in den Steinbrüchen beherbergen eine an extreme Bedingungen angepasste Fauna (z.B. Gelbbauchunke, Wanderfalke, Uhu). In den nördlichen und östlichen Teilgebieten gibt es noch größere zusammenhängende Grünlandflächen, die schutzwürdigen Schmetterlingen (z.B. dem Hellen und dem Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling) Lebensraum bieten. Säume und Waldränder bieten einen Lebensraum von ca. 250 ha für die Schmetterlingsart Spanische Flagge. Das südlichste Teilgebiet ist für die Vogelwelt von besonderer Wichtigkeit. Hier kommen in den Streuobstbeständen die seltenen Vogelarten Mittelspecht, Zippammer und Neuntöter vor. Im angrenzenden Wald ist der Schwarzspecht zu Hause.​

Vielfalt gemeinsam​​ bewahren

Diese vielgestaltige Landschaft mit Weinbergen, Streuobstbeständen und altholzreichen, reich strukturierten Laubmischwäldern bietet vielen Tier- und Pflanzenarten eine Lebensgrundlage. Beispielsweise ist hier auch der Grauspecht anzutreffen, der die lichten Althölzer oder auch alte Streuobstbestände bevorzugt. Zu einem wertvollen Lebensraum hat sich das ehemalige Steinbruchgelände „Ölberg“ entwickelt, das weiteren schutzbedürftigen Vogelarten als Lebensstätte dient. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Landnutzern in dem Gebiet eine vielfältige Biotopstruktur und hohe Artenvielfalt als europäisches Naturerbe zu erhalten und zu entwickeln. ​​​

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Informieren Sie sich!

Kon​takt:

Regierungspräsidium Karlsruhe
Telefon: 0721 926-4351
natura2000@rpk.bwl.de​​

​​Abgeschlossene Natura 2000 Managementpläne (MaP)
​​Aktuelle Natura 2000 Managementpläne (MaP)
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