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Natura 2000 Managementpläne im Regierungsbezirk Karlsruhe

Steinachtal und Kleiner Odenwald

Charakteristik

Der „Steinbruch Leimen“ und der „Felsenberg“ sind zugleich Vogelschutzgebiete und zwei der 20 Teilgebiete des FFH-Gebiets. Mit einer Fläche von insgesamt rund 4.200 ha liegt dieses jeweils zur Hälfte im Stadtkreis Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis und hat Anteil an 11 Gemeinden.

Als Teil des Naturparks „Neckartal-Odenwald“ dient das Gebiet Ihrer Erholung. Es bestehen vier Naturschutzgebiete (110 ha) und auf großer Fläche Landschaftsschutzgebiete. In einem Bann- (136 ha) und zwei Schonwäldern (219 ha) findet keine bzw. eine auf Naturschutzziele ausgerichtete forstliche Nutzung statt.

Besonderheiten

Das FFH-Gebiet liegt vorwiegend im Sandstein-Odenwald, dessen Teil südlich des Neckars „Kleiner Odenwald“ genannt wird.

Landschaftsprägend sind große, geschlossene Waldgebiete auf den bis 500 m ü. NN herausgehobenen Buntsandsteinrücken. Die ausgedehnten Buchenwälder sind Lebensräume von europäischer Bedeutung ebenso wie die eingestreuten Schluchtwälder, Höhlen, mächtigen Blockhalden, Felsen und aufgelassenen Steinbrüche an den steil abfallenden Hängen.

In den tief eingeschnittenen Tälern von Elsenz, Steinach und Seitenbächen wachsen wertvolle Feuchtvegetation und blumenbunte Wiesen. Die Rodungsinsel Waldhilsbach wird von Streuobstwiesen eingerahmt.

Im Südosten reicht das Gebiet in die lößüberdeckten Hügel des Kraichgaus. Der frühere Muschelkalksteinbruch Leimen an der Bergstraße ist ein Kleinod mit besonderen Trockenlebensräumen.

Vielfalt gemeinsam bewahren

In den großflächigen Laubwäldern geht die fluggewandte Bechsteinfledermaus auf nächtliche Insektenjagd und findet am Tag Quartier in Baumhöhlen und Rindenspalten. Alter Baumbestand ist auch wichtig für die Entwicklung von Grünem Besenmoos und Hirschkäfer.

Der Wanderfalke zieht im Schutz ungestörter Felsnischen seine Jungen groß. Winzige Polster des Prächtigen Dünnfarns überziehen das Gestein schattig-feuchter Blockhalden. Sie können sich kaum ausbreiten, denn die „prächtige“, Sporen bildende Form der Farnpflanze tritt in Deutschland aus klimatischen Gründen nicht auf - die Vorkommen gelten als Relikte früherer Wärmeperioden.

Groppe, Bachneunauge und Steinkrebs besiedeln saubere, unverbaute Bachabschnitte. Auf feuchten Wiesen leben Wiesenknopf-Ameisen-Bläulinge: Die Raupen der hübschen Schmetterlinge fressen an Blüten des Großen Wiesenknopfs und lassen sich dann in die Bauten ihrer Wirtsameisen tragen.

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir dieses vielfältige europäische Naturerbe erhalten!

Informieren Sie sich!

  
  
  
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Karte.pdfÜbersichtskarte1373 KB

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Beteiligungsportal des Regierungspräsidiums Karlsruhe

Kontakt:

Regierungspräsidium Karlsruhe
Kerstin Bach
Telefon: 0721 926-4363
natura2000@rpk.bwl.de

Aktuelle Natura 2000 Managementpläne (MaP)
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Abgeschlossene Natura 2000 MaP
Termine

Derzeit keine aktuellen Termine.