Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Karlsruhe »Abteilung 5 »Pressemitteilung
RP Karlsruhe, Umwelt
  • Abteilung 5
    06.09.2019
    Dem Biber auf der Spur: Bibermanagement des Landes beugt Konflikte zwischen Mensch und Tier vor - Derzeit vierzig Reviere mit rund 100 bis 130 Tieren im Neckar-Odenwald-Kreis

    ​Seit rund zwanzig Jahren lebt der Biber wieder in Baden-Württemberg. Seine Rückkehr fördert die biologische Vielfalt. Mit ihren Dämmen und Bauten gestalten Biber Gewässerläufe naturnah um und schaffen so vielfältige Lebensräume für alle Arten von Gewässern und Feuchtgebieten. Die Ausbreitung des Bibers und sein Vordringen gerade in kleinere Gewässer, bergen jedoch auch Konfliktpotential zwischen Mensch und Tier. Denn wo der Platz begrenzt ist, können durch Biberaktivitäten Landwirtschaft, Fischzucht und Forst, Verkehrswege und Wasserbauwerke beeinträchtigt werden. Um Konflikten vorzubeugen, hat das Land Baden-Württemberg ein Bibermanagement aufgebaut.

    Tragende Säulen des Bibermanagements sind die ehrenamtlichen Biberberater der Landkreise, die als Ansprechpartner vor Ort auf Fragen und Probleme rund um den Biber schnell und flexibel reagieren können. Ihre Aufgaben sind vielfältig: Beobachtung und Erfassung der Biberreviere, Aufklärung durch Öffentlichkeitsarbeit sowie Beratung und Suche nach Lösungen bei Konflikten. Dabei arbeiten sie eng mit den Biber-Ansprechpartnern der Landratsämter und des Regierungspräsidiums Karlsruhe zusammen. Ein gelungenes Bibermanagement, Aufklärung und viele Gespräche vor Ort ermöglichen ein gutes Zusammenleben zwischen Mensch und Biber.

    Vielfach lassen sich Schäden schon durch einfache Mittel vermeiden. So schützen Drahthosen vor Verbiss an Gehölzen, sichern Drahtgeflechte Uferabschnitte gegen Einsturzgefahren oder können Feldfrüchte mit Elektrozäunen geschützt werden. Die meisten Konflikte entstehen innerhalb eines Abstandes von zehn Metern zum Gewässerrand. Die effizienteste Vorbeugung vor Biberschäden und zugleich die ökologisch wirksamste Maßnahme ist daher die Einhaltung des vom Wasserhaushaltsgesetz vorgesehenen zehn Meter breiten Gewässerrandstreifens, der allenfalls extensiv genutzt wird.

    Nachdem der Biber im Land lange verschwunden war, hat er langsam seine ehemaligen Lebensräume zurückerobert. Das gilt auch für den Neckar-Odenwald-Kreis, der nach aktuellen Zahlen des Regierungspräsidiums Karlsruhe wieder mit vierzig Revieren mit rund 100 bis 130 Tieren besiedelt ist. Davon werden derzeit allein sechs Biberreviere in der Umgebung von Hardheim gezählt.

    Der Biber fasziniert: Mit seinen beeindruckenden Nagezähnen, dem dichten Fell und den besonderen Füßen zeigt der Biberkörper faszinierende Anpassungen an seine Lebensweise. Er verfügt über enorme Sinnes- und Bewegungsleistungen und gestaltet mit seinen Bauten und Dämmen seinen Lebensraum auf geschickte Weise.

    Bei Entdeckung eines Biberdammes oder Biberschadens wenden Sie sich bitte an Ihr Landratsamt, das Ihnen die zuständigen Biberberater vor Ort nennen kann.

​​​Pressestelle

Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
Pressestelle@rpk.bwl.de

Pressesprecherin

Das Bild zeigt Irene Feilhauer, Pressesprecherin des RP Karlsruhe, Copyright: www.studio-visuell

Irene Feilhauer
0721 926-4051

Stellvertretung

Das Bild zeigt Rosa Flaig, stellvertretende Pressesprecherin des RP Karlsruhe, Copyright: Rosa Flaig, RP Karlsruhe

Rosa Flaig
0721 926-6266 ​​​​​​​