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  • Abteilung 4
    21.02.2018
    Straßenbaubilanz 2017 - Regierungspräsidentin Nicolette Kressl: Rund 252 Millionen Euro für den Straßenbau im Regierungsbezirk Karlsruhe

    ​„Bund und Land haben im letzten Jahr rund 252 Millionen Euro in das Bundes- und Landesstraßennetz im Regierungsbezirk Karlsruhe investiert. Das sind rund 29 Millionen Euro mehr als im Jahr 2016“, bilanziert Regierungspräsidentin Nicolette Kressl. In das Bundesfernstraßennetz konnten rund 183 Millionen und in das Landesstraßennetz rund 44 Millionen Euro investiert werden. Hinzu kommen erforderliche Ingenieuraufträge zur Vorbereitung und Abwicklung der Projekte in Höhe von rund 16 Millionen Euro. Mit rund 9 Millionen Euro wurden zudem der kommunale Straßenbau und die kommunalen Rad- und Fußverkehrsanlagen in den Städten und Gemeinden gefördert.

    „Die Mobilität auf den Straßen mit dem Erhalt und der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur dauerhaft zu sichern, ist eine Kernaufgabe des Regierungspräsidiums“, so Regierungspräsidentin Nicolette Kressl.

    Auf den Autobahnen wurden auch im Jahr 2017 Fahrbahnschäden von Grund auf und nachhaltig behoben. So wurden zum Beispiel auf der A 5 zwischen Ettlingen und Rastatt kostenintensive Belagserneuerungen durchgeführt.
    „Solche Baumaßnahmen stellen höchste Anforderungen an die Bauvorbereitung. Zum optimalen Ablauf wird von der Straßenbauverwaltung eine umfangreiche Bauprogramm- und Betriebsplanung betrieben“, betont die Regierungspräsidentin.

    Im Bereich Neubau und Erweiterung der Bundesautobahnen wurde mit den vorbereitenden Arbeiten entlang der A 8 bei Pforzheim begonnen. Für den Bau der sogenannten Enztalquerung zwischen Pforzheim Nord und Süd sind in den kommenden Jahren Kosten in Höhe von rund 140 Millionen Euro veranschlagt.

    Bund und Land investierten auch im Jahr 2017 Millionenbeträge in den Bau von Ortsumgehungen sowie in den Um- und Ausbau der Bundesstraßen und in den Neu- und Ausbau der Landesstraßen. Als finanzielle Schwerpunkte nennt Nicolette Kressl die Ortsumgehung Adelsheim (B 292), die Westtangente Pforzheim (B 463), die Stuttgarter Straße in Freudenstadt (B 28) sowie den Beginn des Ausbaus der L 536 zwischen Wilhemsfeld und Altneudorf und der L 602 zwischen Rußheim und Huttenheim.

    Die Erhaltung des bestehenden Straßennetzes ist von besonderer Bedeutung und hat hohe Priorität. Im Regierungsbezirk Karlsruhe wurde im Jahr 2017 eine Fülle von Erhaltungsmaßnahmen umgesetzt. So wurden zum Beispiel Millionenbeträge in den Erhalt der B 36 zwischen Karlsruhe-Neureut und Leopoldshafen, der B 10 zwischen Wilferdingen und dem Ersinger Kreuz und der B 37 zwischen Neckargemünd und Kleingemünd investiert. Begonnen wurde im vergangenen Jahr mit der Sanierung der L 351-Ufermauer bei Lautenhof und mit der Sanierung von Teilabschnitten in der Ortsdurchfahrt Bad Wildbad. 

    „Investitionen in den Radwegebau leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und tragen nicht zuletzt auch zur Entlastung der Umwelt bei“, so Regierungspräsidentin Kressl. So wurde zum Beispiel entlang der L 409 mit dem Glatttalradweg begonnen.

    Von großer Bedeutung für den kommunalen Straßenbau und die kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur sind die Förderprogramme nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Mit den jährlich fortgeschriebenen Programmen werden schwerpunktmäßig der Bau und der Ausbau von innerörtlichen und verkehrswichtigen Straßen der Kommunen sowie Fuß- und Radwege bezuschusst. Die Kommunen im Regierungsbezirk Karlsruhe erhielten auf diese Weise im letzten Jahr Fördermittel in Höhe von rund 9 Millionen Euro.

    Nachfolgend sind exemplarisch Maßnahmen aufgeführt, die im letzten Jahr begonnen, weitergeführt oder fertiggestellt wurden:


    Bundesfernstraßen:

    Neu- und Ausbau BAB:
    A 8, Pforzheim Nord – Pforzheim Süd „Enztalquerung“, (Länge:  4,8 Kilometer; Kosten: rd. 140 Millionen Euro)

    Erhaltung BAB:
    A 5, Fahrbahndeckenerneuerung (FDE) Ettlingen Ost,  AS Ettlingen bis AS Rastatt Nord, (Länge: 10,0 Kilometer; Kosten: rd. 21,7 Millionen Euro
    A 6, FDE Sandhofen – Landesgrenze Rh-Pf. bis AD Viernheim, (Länge: ca. 7,6 Kilometer; Kosten: rd. 26,4 Millionen Euro
    A 656, BW-Sanierung Bahnbrücke MA-Friedrichsfeld, (Kosten: rd. 19,5 Millionen Euro

    Neu- und Ausbau Bundesstraßen:
    B 292, Ortsumgehung Adelsheim, (Kosten: rd. 40 Millionen Euro
    B 463, Westtangente Pforzheim – 1. Bauabschnitt bis L 562, (Kosten 1. BA rd. 20,5 Millionen Euro; Kosten Gesamtprojekt: rd. 80 Millionen Euro)

    Um- und Ausbau Bundesstraßen:
    Fertigstellung B 28, Ausbau Stuttgarter Straße in Freudenstadt, (Länge: 2,0 Kilometer; Gesamtkosten: rd. 26,7 Millionen Euro, davon Bund 22,6 Millionen Euro)
    Fertigstellung B 35, Knoten B 3 „Prinz Max“ in Bruchsal, (Gesamtkosten: rd. 3,6 Millionen Euro)

    Erhaltung Bundesstraßen:
    B 3, FDE Bußmatten - Sasbachried, (Länge: 6,2 Kilometer; Kosten: rd. 5,1 Millionen Euro)
    B 10, FDE Wilferdingen – Ersinger Kreuz, (Länge: 5,0 Kilometer; Kosten: rd. 4,5 Millionen Euro)
    B 36, FDE KA-Neureut – Leopoldshafen, (Länge: 2 x 7,0 Kilometer; Kosten: rd. 6,1 Millionen Euro)
    B 37, FDE Neckargemünd – Kleingemünd, (Länge: 2,5 km; Kosten: rd. 3,1 Millionen Euro)


    Tank- und Rastanlagen:
    A 5, Erweiterung der TuR Bühl, (es werden dort am Ende 127 LKW-Stellplätze vorhanden sein; Gesamtkosten: rd. 16,6 Millionen Euro)

    Landesstraßen:

    Neu- und Ausbau Landesstraßen:
    Beginn L 536, Ausbau Wilhelmsfeld – Altneudorf, (Länge: 1,7 Kilometer; Kosten: rd. 6,9 Millionen Euro)
    Beginn L 602, Ausbau zwischen Rußheim und Huttenheim, (Länge: 2,3 Kilometer; Kosten: rd. 5,9 Millionen Euro)
    Landesradwege:
    Beginn L 409, Glatttalradweg BA 1 (Kosten: rd. 500.000,- Euro)
    Erhaltung Landesstraßen:
    Beginn L 351, Ufermauer bei Lautenhof incl. OD Bad Wildbad, (Kosten: rd. 1,4 Millionen Euro)
    Fertigstellung L 351, Meisterntunnel Bad Wildbad - Fluchtstollen, (Länge: rd. 1,7 Kilometer; Gesamtkosten: rd. 14,7 Millionen Euro)

    Förderung Kommunaler Vorhaben:

    Kommunaler Straßenbau:
    K 4547 / L 565, Umbau Knotenpunkt bei Straubenhardt-Schwann zum Kreisverkehr, Enzkreis (Gesamtkosten: ca. 1,15 Mio. €, Zuschuss: rd. 0,12 Millionen Euro)
    K 4574, Westtangente Illingen, Enzkreis (Gesamtkosten: rd. 3,35 Millionen Euro, Zuschuss: rd. 1,33 Millionen Euro)
    Kommunale Rad- und Fußverkehrsanlagen:
    Neubau nördliche Rampe an Rad- und Gehwegüberführung über Riedbahn, Stadt Mannheim (Gesamtkosten: rd. 3,39 Millionen Euro, Zuschuss: rd. 1,02 Millionen Euro)
    K 3502, Radweg Obergrombach - Helmsheim, Landkreis Karlsruhe (Gesamtkosten: rd. 971.000 Euro, Zuschuss: rd. 388.000 Euro)


    Hintergrund:

    Das Regierungspräsidium Karlsruhe steuert und koordiniert sowohl die Finanz-planung als auch die technische Planung im Straßen- und Brückenbau für Bundesautobahnen, Bundes- und Landesstraßen einschließlich des dazugehörigen Radwegenetzes für den Regierungsbezirk Karlsruhe.

    Zu den operativen Aufgaben gehören der Bau und Ausbau von Bundesautobahnen und Bundesstraßen in Auftragsverwaltung für den Bund und der Bau und Ausbau der Landesstraßen.

    Darüber hinaus ist die Abteilung Straßenwesen und Verkehr zuständig für die Unterhaltung und den sicheren Betrieb der Bundesautobahnen A 5, A 6, A 61,
    A 656 und A 8. Insgesamt sind etwa 300 Kilometer Bundesautobahnen und rund 3.100 Kilometer Bundes- und Landesstraßen zu betreuen.

    Besondere Schwerpunkte der Abteilung Straßenwesen und Verkehr sind:

    - die Erstellung und Fortschreibung von Straßenbau- und Finanzierungsplänen,
    - die Förderung des kommunalen Straßenbaus sowie der kommunalen Rad- und Fußverkehrsanlagen mit staatlichen Zuschüssen,
    - die technische Planung von Straßen sowie Brücken und Tunnelbauwerken einschließlich der erforderlichen Umweltverträglichkeitsstudien und landschaftspflegerischen Begleitpläne, Lärm- und Schadstoffuntersuchungen,
    - das Management des Betriebs- und Unterhaltungsdienstes der Bundesauto-bahnen,
    - die Baudurchführung und Vertragsabwicklung aller Baumaßnahmen für Bundesautobahnen, Bundes- und Landesstraßen einschließlich Prüfung der eingesetzten Straßenbaustoffe.

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