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  • Abteilung 5
    15.05.2015
    Naturnahe Umgestaltung in den beiden Bruchwiesengräben in Durmersheim abgeschlossen
    Neue Heimat für Helm-Azurjungfer geschaffen
     Naturnah umgestalteter Bruchwiesengraben

    Nach einer Bauzeit von etwas mehr als einer Woche sind die Bauarbeiten in den beiden Bruchwiesengräben in Durmersheim im Rahmen des LIFE+-Projekts „Rheinauen bei Rastatt“ abgeschlossen. Finanziell beteiligt sich an der Umsetzung dieser rund 30.000 Euro teuren Maßnahme, die von der Firma Krummholz aus Bühl durchgeführt wurde, neben der Europäischen Union und dem Land Baden-Württemberg auch die Gemeinde Durmersheim.

    Die von der Verlandung bedrohten und teilweise mit Gehölzen zugewachsenen Gräben wurden freigestellt und auf rund einem Kilometer Strecke naturnah umgestaltet. Die Gewässer werden nun stärker besonnt und von Wasserpflanzen bewachsen, die die europaweit gefährdete Libellenart Helm-Azurjungfer für ihre Eiablage benötigt. Durch die Aufweitung der Gräben ist der Übergangsbereich zwischen nassem Graben und trockener Wiese breiter geworden und damit auch der Lebensraum für Hochstaudenfluren mit Blutweiderich, Fluss-Ampfer und Mädesüß. Davon profitiert beispielsweise der Große Feuerfalter, der auf den Fluss-Ampfer als Futterpflanze angewiesen ist, aber auch zahlreiche andere Schmetterlingsarten. Es wurden einige Stillgewässer für die beiden Amphibienarten Kammmolch und Gelbbauchunke angelegt, die nicht mit den beiden Gräben verbunden sind. Damit wird verhindert, dass Fische in das Gewässer einwandern und die Kaulquappen von den Fischen gefressen werden. Für das Projektgebiet kann die Umgestaltung an den Bruchwiesengräben als vorbildlich gelten. Um die Wertigkeit der naturnahen umgestalten Gräben künftig zu erhalten, müssen die Böschungen der Gräben nun alle paar Jahre gemäht werden, damit dort keine Gehölze aufkommen. Zudem muss die Grabensohle von Zeit zu Zeit geräumt werden, um einer Verlandung entgegen zu wirken.

    Information für die Medien:

    Mit dem LIFE+-Projekt „Rheinauen bei Rastatt setzt das Regierungspräsidium Karlsruhe gemeinsam mit zahlreichen Partnern in den Jahren 2011 bis 2015 eines der größten deutschen Naturschutzprojekte um. Das Projekt wird von der Europäischen Union mit rund 4,7 Millionen Euro gefördert. Neben dem Land Baden-Württemberg unterstützen die Städte Rastatt und Baden-Baden, die Gemeinden Durmersheim, Elchesheim-Illingen und Steinmauern, der Riedkanal-Zweckverband, die Umweltstiftung Rastatt, die Stiftung Naturschutzfonds, der Angelsportverein Rastatt, der BUND Südhardt sowie der NABU Kreisverband Rastatt das Projekt finanziell.
    Mehr Informationen über das Projekt sind auf der Internetseite www.rheinauen-rastatt.de zu finden. Dort erfährt der Leser beispielsweise, an welchen Stellen Fließgewässer naturnah umgestaltet und wo artenreiche Auewiesen angelegt werden.

    LIFE+ ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Unterstützung von Projekten im Umwelt- und Naturschutz und steht als Abkürzung für L’Instrument Financier pour l’Environnement (das Finanzierungsinstrument für die Umwelt).

    Mit dem Naturschutzkonzept Natura 2000 haben sich die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten zur Aufgabe gemacht, in Europa charakteristische Lebensräume sowie gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu schützen. Herzstück von Natura 2000 ist ein Netzwerk von Gebieten, die nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat- (FFH-) Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie geschützt sind.

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