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  • Abteilung 5
    10.12.2018
    Heidelberger Böden – Vielfalt auf Schritt und Tritt - Veranstaltung zum Weltbodentag am 9. Dezember 2018 im Prinz Carl Palais in Heidelberg

    ​Das Regierungspräsidium Karlsruhe hatte am Sonntag, 9.12.2018, zu einer Veranstaltung zum Weltbodentag in das Palais Prinz Carl am Kornmarkt in Heidelberg eingeladen. So konnten sich gleich neben dem Heidelberger Weihnachtsmarkt Interessierte mit einer Welt befassen, die – oft unbemerkt – unter unseren Füßen liegt.

    Nach der musikalischen Einführung mit einem Kanon zum Thema Erde des Citypastoral Ad hoc-Chors der Katholischen Stadtkirche Heidelberg, begrüßte Bürgermeister Wolfgang Erichson die Teilnehmenden im Spiegelsaal. Er hob hervor, dass der Bodenschutz eine außerordentlich wichtige Aufgabe sei, der besonders Aufmerksamkeit zu schenken sei. Ministerialdirektor Helmfried Meinel vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg wies auf die Rolle des Bodens als nicht erneuerbare Ressource hin und erläuterte wie wichtig es sei, sich dem Wert unserer Böden bewusst zu sein und sorgsam mit ihnen umzugehen. Auch Regierungsvizepräsidentin Gabriela Mühlstädt-Grimm unterstrich die Bedeutung der Böden: „Wir wissen mehr über die Bewegung der Himmelskörper, als über den Boden unter unseren Füßen“, zitierte sie einen über 500 Jahre alten Ausspruch von Leonardo da Vinci. Um diesem entgegen zu wirken, überreichte die Regierungsvizepräsidentin als Gastgeschenk einen „Bodenkoffer“ an Bürgermeister Erichson. Der Koffer wird im Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg aufbewahrt werden und kann von Schulen und Kindergärten aus Heidelberg und den umliegenden Ortschaften unentgeltlich ausgeliehen werden. Er enthält vielfältige Materialien zum Spielen und Experimentieren, um Kinder mit dem Thema Boden vertraut zu machen.

    Bei dem Informations- und Mitmachmarkt zum Weltbodentag konnten Besucherinnen und Besucher im Foyer und Gewölbekeller des Prinz Carl mitgebrachte Bodenproben aus dem eigenen Garten auf Nährstoffe sowie Schadstoffe analysieren lassen. Eine Bodenschutzausstellung der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg sowie Aktionsstände des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, gaben interessante Einblicke in die Entstehung und die Vielfalt der Böden. Im „Bodenatelier“ wurde fleißig mit selbstgemachten Erdfarben gemalt. Ebenso waren auch das Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg, der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und der Bundesverband Boden mit eigenen Ständen vertreten.

    Im Rahmen von drei Vorträgen konnte man im Spiegelsaal des Prinz Carl sein Wissen über Böden vertiefen. So referierten der Bodenwissenschaftler Dr. Wolfgang Fleck vom Regierungspräsidium Freiburg über die Böden in und um Heidelberg, Dr. Ludger Herrmann von der Universität Hohenheim über die Spuren von aktuellen und historischen Nutzungen im Boden und Dr. Nikola Patzel vom Büro für Bodenkommunikation darüber, „warum wir den Boden unter den Füßen nicht verlieren sollten“. Krönender Abschluss der Veranstaltung war das unterhaltsame Theaterstück der Fräulein Brehms Tierleben gGmbH „Lumbricus terrestris – der Regenwurm als König des Bodens“. Die Zuschauer waren von dem spannenden, lebhaften und wissenschaftlich fundierten Theaterstück begeistert.

    „Der Boden unter unseren Füßen ist ein Schatz. Wir wünschen uns, dass sein Wert den Menschen im Bewusstsein bleibt, und dass der heutige Tag dazu einen Beitrag leisten konnte“, so Karina Speil, Moderatorin des Regierungspräsidiums Karlsruhe, zum Abschluss der Veranstaltung in Heidelberg.

    Hintergrund zum Thema Boden:
    Nahezu alle Nahrungsmittel, aber auch zahlreiche Materialien des Alltags, wie zum Beispiel Holz, haben ihren Ursprung im Boden. In seinem riesigen Labyrinth aus winzigen Poren und groben Rissen speichert und filtert er Regenwasser. Ständig werden Stoffe aller Art aufgenommen, umgewandelt oder ausgewaschen. Große und kleine Bewohner tummeln sich darin, wie beispielsweise Regenwürmer, Tausendfüßler und Bakterien.
    Kurz: Eine Welt voller Bewegung!

    Hintergrund zum Weltbodentag:
    Der Internationale Weltbodentag wurde bei dem 17. Weltkongress der Internationalen Bodenkundlichen Union im Jahr 2002 ins Leben gerufen.
    Er findet jedes Jahr am 5. Dezember statt. Ziel des Weltbodentages ist es, die Öffentlichkeit durch verschiedene Aktionen, Vorträge, Ausstellungen und Präsentationen auf die Bedeutung und Gefährdung des Umweltmediums Boden aufmerksam zu machen.

    Die vier Regierungspräsidien in Baden-Württemberg organisieren jährlich im Wechsel eine Veranstaltung zum Internationalen Weltbodentag. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht hierbei der jeweilige „Boden des Jahres“.
    „Boden des Jahres 2018“ ist der „Alpine Felshumusboden“. Dieser zeichnet sich durch seine wichtigen Funktionen im Zusammenhang mit dem Klimawandel aus.
    Bei der Veranstaltung am 9.12.2018 wurde auch verraten, wer der Boden 2019 sein wird: der Kippenboden.

    Informationen zur Veranstaltung am 9.12.2018
    Weiterführende Informationen und der Programmflyer zum Weltbodentag in Heidelberg sind auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe unter folgendem Link zu finden:

    https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt5/Ref52/Seiten/Weltbodentag2018.aspx

    Hier werden in Kürze auch Bilder von der Veranstaltung sowie alle Fachvorträge eingestellt werden.

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