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  • Abteilung 5
    19.12.2014
    Hochwasserrisikomanagement in Baden-Württemberg
    Regierungspräsidium Karlsruhe hat Maßnahmenberichte für die Projektgebiete „Enz-Nagold-Würm“ und „Nördlicher Oberrhein (Teil Bergland mit Weschnitz)“ fertig gestellt

    ​Regierungspräsidentin Nicolette Kressl: Maßnahmenumsetzung kann beginnen. Ziel ist die Verminderung des Hochwasserrisikos für Menschen, Umwelt, Kulturerbe und Wirtschaft

    Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat die Maßnahmenberichte für die Projektgebiete „Enz-Nagold-Würm“ und „Nördlicher Oberrhein (Teil Bergland mit Weschnitz)“ fertig gestellt. Damit liegen jetzt alle Maßnahmenberichte vor, die unter Federführung des Regierungspräsidiums Karlsruhe erstellt wurden.

    „Die Maßnahmenberichte stellen einen weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung der europäischen Hochwasserrisikomanagementrichtlinie dar. Sie führen die Maßnahmen auf, die notwendig sind, um in diesen Gebieten das Risiko für die vier Schutzgüter `menschliche Gesundheit`, `Umwelt`, `Kulturerbe` und `wirtschaftliche Tätigkeiten` zu verringern. Zudem werden die für die Umsetzung jeweils Verantwortlichen mit Angabe des für die Umsetzung vorgesehen Zeitraums benannt“, so Regierungspräsidentin Nicolette Kressl heute (19. Dezember 2014) in Karlsruhe.

    Die Projektgebiete umfassen die überflutungsgefährdeten Gebiete entlang Enz, Nagold und Würm bis nach Pforzheim. Ferner die Gebiete entlang der Oberläufe der Murg, Alb, Pfinz, Saal-, Kraich- und Leimbach sowie der baden-württembergischen Weschnitz. Bei einem Extremhochwasser wären dort zirka 172 Quadratkilometer überflutet und 120.000 Einwohner betroffen.


    Hochwasserereignisse sind naturgegeben und die Hochwassergefahr kann nie ganz gebannt werden. Nicht vergessen sind die großen Hochwasserereignisse im Mai/Juni des vergangenen Jahres, bei dem auch Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg betroffen waren. Umso wichtiger ist es, durch vorausschauendes und vorsorgendes Handeln die Schäden als Folge solcher Ereignisse so gering wie möglich zu halten. Dazu wurde unter Federführung des Regierungspräsidiums Karlsruhe auf Grundlage eines landeseinheitlichen Vorgehens¬konzeptes ausgehend von den Hochwassergefahrenkarten das Hochwasser¬risiko analysiert und beschrieben sowie konkrete Ziele und Maßnahmen zur Verringerung des Hochwasserrisikos zusammengestellt.
    Dies schließt zwar Maßnahmen des technischen Hochwasserschutzes ein, im Vordergrund stehen aber Maßnahmen der aktiven Vorsorge. Im Einzelnen weist der Bericht für jede der 93 Kommunen in den Projektgebieten bis zu 14 Maßnahmen aus.

    Darüber hinaus enthält der Bericht noch 16 landesweite Maßnahmen, für die vor allem die Ministerien zuständig sind. Hierbei geht es unter anderem um die Bereitstellung von Leitfäden für Krisenmanagementplanung, Gewässerschauen, hochwassergerechte Bauleitplanung und Baugenehmigung, Eigenvorsorge bei Kulturgütern, hochwasserangepasste Waldbewirtschaftung und Landwirtschaft sowie ergänzende Informationsmaterialien. Hier konnte bereits einiges erreicht werden. Zu einigen wichtigen Themen liegen zwischenzeitlich so genannte Kompaktinformationen vor.

    Des Weiteren werden in den Projektgebieten auch die unteren Verwaltungsbehörden in den Landkreisen Böblingen, Calw, Enzkreis, Freudenstadt, Karlsruhe, Rastatt und Rhein-Neckar-Kreis sowie in den Stadtkreisen Baden-Baden, Karlsruhe und Pforzheim sowie das Regierungspräsidium Karlsruhe und die Regionalverbände aber auch Industriebetriebe und Wirtschaftsunternehmen mit Maßnahmen in die Pflicht genommen. Letztlich wird auch jeder einzelne Bürger angesprochen, seine Eigenvorsorge noch zu optimieren.

    Seit Beginn der Planung wurden alle verantwortlichen Akteure intensiv in die Erstellung des Maßnahmenberichts einbezogen. Meilensteine dabei waren jeweils zwei Veranstaltungen der Hochwasserpartnerschaften am 18.12.2012 in Pforzheim und am 01.10.2013 in Karlsbad-Auerbach sowie am 05.11.2013 in Nagold und am 08.07.2014 in Karlsruhe. Ebenso wurden auch die „interessierten Stellen“ - Verbände, Vereine und breite Öffentlichkeit - aktiv einbezogen und angehört.

    Die verantwortlichen Akteure sollen ab jetzt beginnen, die notwendigen Maßnahmen in dem dafür vorgesehenen Zeitraum umzusetzen.

    Die Maßnahmenberichte stehen auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe - www.rp-karlsruhe.de - öffentlich bereit unter: Abteilungen > Abteilung 5 > Referat 52 > EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie > Weitere Informationen: Hochwasserrisikomanagement – Maßnahmenberichte im Regierungsbezirk Karlsruhe

    Weitergehende Informationen zum Hochwasserrisikomanagement in Baden-Württemberg finden sich auf den Internetseiten des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg unter www.hochwasserbw.de
    Dort stehen als Information auch die zugehörigen Hochwassergefahrenkarten für jedermann als interaktive Karte zur Verfügung. Auch die Kompaktinformationen zum Hochwasserrisikomanagement können auf dieser Seite eingesehen und kostenfrei heruntergeladen werden.

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