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  • Abteilung 5
    30.09.2019
    Regierungspräsidium Karlsruhe informierte beim Aktionstag „Unser Neckar“ über Zustand der Gewässer in Mannheim und im Regierungsbezirk Karlsruhe
    Seit 2009 rund ein Drittel aller Maßnahmen nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt: Planungsergebnisse zur naturnahen Gestaltung des Neckars vorgestellt

    ​Bei schönem Herbstwetter konnten sich gestern (29.9.2019) zahlreiche Besucher beim Aktionstag „Unser Neckar“ auf dem Mannheimer Neckarvorland ein Bild vom ökologischen und chemischen Zustand der heimischen Gewässer machen. Experten des Regierungspräsidiums erläuterten anhand von Schautafeln und umfangreichem Informationsmaterial die Gewässerqualität, den Zustand der Fischfauna und der Wasserpflanzen als Nährstoffzeiger in Neckar und den Zuflüssen im Regierungsbezirk. Die ausgelegten Pläne für Gewässerstrukturmaßnahmen, die gleichzeitig Erlebnis- und Erholungsraum für die Mannheimer Bürgerinnen und Bürger sind, regten zu vielen Fragen und lebhaften Diskussionen an. Besonders für Kinder und Jugendliche war das Schauaquarium interessant: hier konnten Fische sowie am Gewässerboden des Neckars lebende Kleintiere bestaunt werden. „Auffallend ist in den letzten Jahren der sehr hohe Anteil an Neozoen. Das sind Tiere, die ursprünglich nicht im Neckar heimisch waren und über den Schiffsbetrieb eingewandert sind“ erklärte Dr. Baumgärtner vom Team Ökomobil den interessierten Besuchern.

    „Etwas mehr als ein Drittel der Maßnahmen, die nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie für den guten ökologischen Zustand an den Gewässern im Regierungsbezirk Karlsruhe erforderlich sind, konnten seit 2009 umgesetzt werden“, so die jüngste Bilanz, die Bernd Haller, Referatsleiter Gewässer und Boden im Regierungspräsidium Karlsruhe, bei dem Aktionstag „Unser Neckar“ zog. „Hierbei handelte es sich vor allem um Maßnahmen zur Herstellung der biologischen Durchwanderbarkeit der Gewässer sowie zur Verbesserung der Gewässerstruktur“, so Biologe Dr. Berthold Kappus, der die Ökologie behandelt, weiter. „Wir überwachen die Gewässer immer intensiver. Die Ergebnisse zeigen uns jedoch eindeutig, dass auf diesem Gebiet noch weit mehr Anstrengungen erforderlich sind. Die noch ausstehenden Maßnahmen zur Gewässerökologie sind oft schwierigere Fälle, bei denen im Vorfeld viele Fragen zu klären und aufwendige Verwaltungsverfahren durchzuführen sind. Ebenso wichtig, wie die Schaffung naturnaher Lebensräume, ist eine weitere Reduktion der Stoffeinträge aus der Siedlungsentwässerung und der landwirtschaftlichen Nutzung“, ergänzt der Gewässerbiologe.

    Die zur Zielerreichung des guten ökologischen und chemischen Zustands der Oberflächengewässer erforderlichen Maßnahmen sind unter aktiver Beteiligung der Öffentlichkeit in den letzten Jahren für die Region entwickelt und zuletzt 2015 in die Aktualisierung der Bewirtschaftungspläne für 2016 – 2021 aufgenommen worden. Das Regierungspräsidium unterstützt die Landratsämter, Stadtkreise und Kommunen bei der Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen. Im Frühjahr 2020 wird das Maßnahmenpaket - zusammen mit der Öffentlichkeit - für den dritten Bewirtschaftungszyklus vorgestellt und diskutiert.

    Ziel ist es, am Neckar die Maßnahmen zur Strukturverbesserung weiter voranzubringen. Die Schaffung von Lebensräumen für Fische und wirbellose Kleintiere wird dabei häufig mit dem Gewässererleben, beispielsweise durch Zugänge, Sitzgelegenheiten oder Wasserspielplätze für Kinder kombiniert. Das Referat Gewässer und Boden hat dazu bereits Projekte initiiert, unter anderem in Ilvesheim und Neckarelz.

    Speziell für Mannheim, am Standort des Aktionstages, nahe der Einmündung des Schifffahrtskanals unterhalb der Schleuse Feudenheim auf Höhe des Fernmeldeturmes, wurden Vorplanungsergebnisse in den letzten Jahren erarbeitet und nun erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Kernpunkt ist eine naturnahe Entwicklung der Gewässerstrukturen, die sich bis zum Wasserkraftwerk oberstrom erstrecken. Dabei wurden über 20 Einzelmaßnahmen wie Uferentsteinungen und Abflachungen, Schaffung neuer Fließgewässer, Lenkbuhnen, Ufervorschüttungen, technisch-biologische Ufersicherungen geplant und in Kennblättern dargestellt. Westlich der Bahn ist dabei auch die Zugänglichkeit des Neckars für die Bevölkerung im Fokus; östlich sollen die Maßnahmen vor allem den Tieren und Pflanzen dienen, aber auch dort das Gewässererleben möglich machen.

    Weitere Informationen zu Gewässern im Regierungsbezirk Karlsruhe und der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie sind unter

    www.rp-karlsruhe.de >> Abteilungen >> Referat Gewässer und Boden >> Europäische Wasserrahmenrichtlinie   abrufbar. >> Abteilungen >> Referat Gewässer und Boden >> Europäische Wasserrahmenrichtlinie   abrufbar.

    Weitere Informationen zum landesweiten Aktionstag „Unser Neckar“:

    https://unser-neckar.de/aktionstag-2019

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