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  • Abteilung 2
    12.12.2019
    4,2 Millionen Euro an europäischen Fördergeldern für die grenzübergreifende Oberrheinregion

    ​Die Europäische Union fördert 5 neue grenzüberschreitende Projekte am Oberrhein mit insgesamt 4,2 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Entscheidung über die Bereitstellung der Mittel fiel am 12. Dezember in der Sitzung des Begleitausschusses des INTERREG- Programms der EU im schweizerischen Basel.

    In welche Projekte fließen die Fördergelder?

    Ein neuer Fahrradweg für mehr nachhaltige Mobilität an der französisch-schweizerischen Grenze
    Dank der Förderung des Baus des „Radwegs Bättwil-Leymen-Rodersdorf“ aus Mitteln des Programms INTERREG Oberrhein in Höhe von 374.892, 50 Euro entsteht an der französisch-schweizerischen Grenze eine neue Verbindung für Radfahrer zwischen den Gemeinden Rodersdorf, Leymen, Flüh und Bättwil. Der neue Radweg ist 3,5 km lang und bietet den rund 6.500 Menschen im Einzugsgebiet eine umweltschonende und zugleich sichere Verkehrsanbindung. Damit wir ein echter Anreiz geschaffen, auch im alltäglichen Verkehr über die Grenze hinweg verstärkt das Fahrrad zu nutzen und auf den Pkw zu verzichten.

    Projektträger: Saint-Louis Agglomération
    Europäische Fördermittel: 374.892,50 €

    Neue Bahnverbindung zum EuroAirport: Studien vor Projektbeginn
    Im Rahmen der Vorarbeiten für die Bahnverbindung des EuroAirports Basel-Mulhouse-Freiburg, der bis 2028 in Betrieb genommen werden soll, müssen mehrere detaillierte Studien vor Projektbeginn durchgeführt werden. Das Programm INTERREG Oberrhein gewährt SNCF Réseau und ihren Partnern eine Förderung aus EU-Mitteln in Höhe von 1,5 Mio. Euro zur Durchführung dieser Studien im Rahmen des Projekts „Vorbereitende Studien zur Untersuchung des öffentlichen Nutzens des Betriebs der Bahnverbindung zum EuroAirport“. Die Schaffung dieser Bahnverbindung ist insbesondere angesichts des vorhergesagten Anstiegs des Passagieraufkommens sehr wichtig: Derzeit ist die Anfahrt zum Flughafen mit dem Pkw über die französische A 35 deutlicher schneller als mit dem vorhandenen Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln – ein Anreiz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des EAP und die Passagiere, das Auto zu benutzen. Langfristig wird das Projekt nicht nur dazu beitragen, den Straßenverkehr durch entsprechende Alternativangebote zu reduzieren. Weitere Informationen finden sich unter http://www.eapbyrail.org/de/

    Projektträger: SNCF-Réseau
    Europäische Fördermittel: 1.500.000 €

    Ein grenzüberschreitender Ort für 50.000 Ausstellungsstücke zur regionalen Geschichte am Oberrhein: die Dreiländersammlung
    Die Sammlung des Dreiländermuseums Lörrach umfasst 50.000 Ausstellungsstücke, die die Geschichte und das kulturelle Erbe des Oberrheins veranschaulichen helfen. Allerdings können nur 3% dieser Ausstellungsstücke dauerhaft ausgestellt werden, während die restlichen in einem Lager schlummern. Die Stadt Lörrach plant daher den Neubau eines nachhaltigen dauerhaften Lagers, das auch für Dritte zugänglich sein soll, um die Ausstellungsstücke besser zu erhalten und sie für Außenstehende zu erschließen. Zu den geplanten Maßnahmen zählen die Einrichtung einer kostenlosen Beratung für Museen am Oberrhein, die Schaffung aktualisierter und frei zugängliche Datenbanken sowie einer App, mit der die Geschichte rund um die Ausstellungsstücke spielerisch erkundet werden kann. Dieses in jeder Hinsicht grenzübergreifende Projekt „Die Dreiländersammlung – ein neues Sammlungsdepot zur grenzüberschreitenden Nutzung für Tourismus, Bildung und Forschung“, das das regionale Kulturerbe für alle erlebbar macht, wird durch das Programm INTERREG Oberrhein mit EU-Mitteln in Höhe von fast 2 Mio. Euro unterstützt.

    Projektträger: Stadt Lörrach
    Europäische Fördermittel: 1.983.116,00 €

    Grenzüberschreitend koordiniertes Krisenmanagement
    Wie reagieren die zuständigen staatlichen Stellen auf einen möglichen großflächigen Stromausfall, wenn die üblichen Kommunikationsmittel wie Radio, E-Mail und selbst Telefon nicht mehr zur Verfügung stehen? Die zuständige Expertengruppe der Oberrheinkonferenz hat sich auf eine Lösung verständigt: feste und ständig einsatzbereite Satellitentelefone. Das Projekt „Kommunikation im Krisenfall“, das vom Regierungspräsidium Karlsruhe getragen wird, plant die deutschen, französischen und schweizerischen Zivilschutzbehörden mit solchen Telefonen auszustatten. Für deren Einsatz wird ein gemeinsames Kommunikationskonzept erarbeitet und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörden auf dieser Grundlage geschult – auf Deutsch und auf Französisch. Geplant sind daneben regelmäßige grenzüberschreitende Einsatzübungen. Das Programm INTERREG Oberrhein unterstützt das Projekt mit 288.660,24 Euro.

    Projektträger: Regierungspräsidium Karlsruhe
    Europäische Fördermittel: 263.345,12 €


    Koordinierte Stadtplanung im 3Land
    Schon seit 2012 arbeiten die Städte Huningue (FR), Weil am Rhein (DE) und Basel (CH) eng zusammen, um städtische Entwicklung des grenzüberschreitenden Gebiets zwischen der Palmrainbrücke und der Dreirosenbrücke über den Rhein hinweg gemeinsam voranzutreiben. In diesem Industrie- und Hafengebiet soll unter dem Namen „3Land“ langfristig ein trinationales städtisches Quartier entstehen, das neue Wohn- und Arbeitsplätze für rund 20.000 Personen bietet. Das großangelegte Projekt ist einzigartig in Europa. Damit es gelingt, braucht es eine gute Zusammenarbeit der unterschiedlichen Partner und Gremien wie den verschiedenen thematischen, strategischen und politischen Arbeitsgruppen und einer effizienten finanziellen und administrativen Projektsteuerung. Diese Aufgabe übernimmt der Trinationale Eurodistrict Basel, der hierzu einen eigenen Projektmanager einstellen soll, der sich ausschließlich um das Projekt 3Land kümmern soll. Das Programm INTERREG Oberrhein unterstützt das Projekt „Koordinationszelle für das Projekt 3Land“ mit einer Summe von 108.609,96 Euro.

    Projektträger: Trinationaler Eurodistrict Basel
    Europäische Fördermittel: 108.609,96 €

    INTERREG Oberrhein – das EU-Förderprogramm für grenzüberschreitende Zusammenarbeit

    Der Begleitausschuss des Programms INTERREG V Oberrhein setzt sich aus den politischen Vertreterinnen und Vertretern aus der Südpfalz, Baden, dem Elsass und der Nordwestschweiz zusammen. Die Europäische Union hat dem Begleitausschuss die Vergabe der Fördermittel für regionale Kooperationsprojekte übertragen. Gefördert werden Projekte, die einen besonders dauerhaften Effekt für die grenzübergreifende Oberrheinregion haben. Das europäische Programm verfügt für den Zeitraum von 2014 bis 2020 über insgesamt 109,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Seit 2014 wurden in den Bereichen Forschung, Mobilität, Umweltschutz, Arbeit, Tourismus und Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden und der Zivilgesellschaft bereits 127 Projekte auf den Weg gebracht.

    Europa macht’s möglich – seit 30 Jahren!

    Gerne nutzen wir die Gelegenheit und weisen bereits an dieser Stelle auf die Feier des 30-jährigen Bestehens der INTERREG-Programme am Oberrhein im Jahr 2020 hin. Vorgesehen ist ein Programm an Veranstaltungen das ganze Jahr hindurch rund um die Projekte, die in den vergangenen 30 Jahren am Oberrhein unterstützt wurden. Informationen zu dem Programm und zu 30 Jahren INTERREG am Oberrhein finden Sie bald unter www.interreg-oberrhein.eu.

    Für weitere Informationen stehen Ihnen die Referentinnen für Öffentlichkeitsarbeit gern zur Verfügung:

    Anne-Sophie MAYER
    anne-sophie.mayer@grandest.fr
    +33 (0)3 88 15 38 10 

    Aline SCHWOOB
    aline.schwoob@grandest.fr
    +33 (0)3 88 15 64 86 

    Région Grand Est
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