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  • Abteilung 5
    03.01.2020
    Natura 2000-Managementplan „Rheinniederung und Hardtebene zwischen Lichtenau und Iffezheim“ und „Rheinniederung von der Rench bis zur Murgmündung“
    Öffentliche Auslegung des Planentwurfs vom 13. Januar bis 10. Februar 2020

    ​Das Natura 2000-Gebiet „Rheinniederung zwischen Lichtenau und Iffezheim“ ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Es besteht aus dem FFH-Gebiet 7114-311 „Rheinniederung und Hardtebene zwischen Lichtenau und Iffezheim“ und dem südlichen Teil des Vogelschutzgebietes 7114-441 „Rheinniederung von der Rench- bis zur Murgmündung“. Für diese Gebiete wird im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe ein Managementplan erstellt. Dieser Plan liegt nun im Entwurf vor und kann in der Zeit vom 13. Januar 2020 bis einschließlich 10. Februar 2020 öffentlich eingesehen werden.

    Das knapp 3.000 Hektar große Gebiet wird vorwiegend durch den Rhein, Rheinseitendamm, Rheinniederungskanal beziehungsweise Rheinhochwasserdeiche und großflächige Stillgewässer geprägt. Es finden sich noch über 70 Hektar magere Flachland-Mähwiesen sowie größere Reste von Borstgrasrasen, trockenen Heiden und orchideenreichen Kalkmagerrasen. Einige Ortschaften sind noch von gut ausgeprägten Streuobstgürteln umgeben. Die Niederterrassenlandschaft der Hardt wird im Bereich des Naturschutzgebietes „Sandheiden und Dünen bei Sandweiher und Iffezheim“ von einer geologischen Besonderheit aufgewertet: Die Binnendünen sind am Ende der letzten Eiszeit durch Auswehungen von Flugsand aus der Rheinniederung entstanden und erreichen eine Höhe von bis zu 21 Metern.

    Die in diesem Natura 2000-Gebiet vorkommende Vielfalt an Tieren und Pflanzen sowie schützenswerten Lebensräumen ist im Vergleich zu anderen Natura 2000-Gebieten beachtlich. So lassen sich 16 europaweit geschützte Lebensräume und 22 geschützte Arten antreffen. Lebensstätten von Fischen, Fledermäusen, Amphibien, Käfern, Schnecken, Schmetterlingen bis hin zum Biber sind vertreten. Dazu kommen noch weitere 14 Vogelarten der Vogelschutzrichtlinie, beispielsweise Zwergtaucher, Eisvogel und Wendehals, die das Gebiet als Brut-, Rast- oder Überwinterungsplatz regelmäßig aufsuchen.

    Im Managementplan werden Lebensräume sowie Tier- und Pflanzenarten erfasst, die von europäischer Bedeutung sind. Für jeden dieser Lebensräume und jede Tier- und Pflanzenart werden Ziele formuliert und Maßnahmen vorgeschlagen. Sie dienen dazu, die besonderen Lebensräume und Lebensstätten in ihrer Größe und Qualität zu erhalten sowie deren Entwicklung zu unterstützen. Die gesammelten Informationen sind in einem Textteil sowie auf 36 Karten flächengenau dargestellt und beschrieben.

    Im November 2019 wurde der Entwurf des Managementplans in einem Gremium aus Interessenvertretern der Gemeinden, Verbände und Behörden vorgestellt und diskutiert. Vom 13. Januar bis 10. Februar 2020 kann er während der ortsüblichen Öffnungszeiten eingesehen werden:

    Bürgermeisteramt Rheinmünster
    Rathaus Schwarzach, Lindenbrunnenstr. 1, 77836 Rheinmünster, Zimmer 3.2

    Ebenso kann der Managementplan im Internet unter
    www.lubw.baden-wuerttemberg.de > Themen > Natur und Landschaft > Natura 2000 > Management > MaP > MaP aktuelle Auslegungen eingesehen werden.
    Direkter Link: www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/44495  

    Interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Kommunen und Interessenvertreter werden gebeten, Vorschläge oder Anregungen einzubringen. Die Stellungnahmen können bis spätestens 24. Februar 2020 unter dem Betreff „7114-311 Managementplan“ an das Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat 56 Naturschutz und Landschaftspflege, 76247 Karlsruhe oder per E-Mail an:
    natura2000@rpk.bwl.de gesendet werden.
    Später eingehende Stellungnahmen können leider nicht mehr berücksichtigt werden. Aus den Stellungnahmen sollte hervorgehen, auf welche Flächen sie sich im FFH-Gebiet beziehungsweise im Vogelschutzgebiet beziehen. Hilfreich ist hier die Angabe der Flurstücks-Nummer sowie des Gemeinde- und Gemarkungsnamens oder die Markierung der angesprochenen Fläche auf einem Kartenausschnitt. Darüber hinaus sollte die Stellungnahme die Anschrift des Einsenders enthalten.

    Ansprechpartner für weitere Informationen:
    Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat 56 Naturschutz und Landschaftspflege, Geertje Binder und Tobias Lepp (Verfahrensbeauftragte)
    Telefon 0721-926-4382 und -7701, E-Mail: natura2000@rpk.bwl.de 

    Weitere Informationen zu Natura 2000 im Internet unter:
    www.rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt5/Ref56/Natura2000  
    www.lubw.baden-wuerttemberg.de


    Anhang: Übersichtskarte (pdf, 788 KB)

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