Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Karlsruhe »Pressemitteilung
Startwebsite des Internetauftritts des Regierungspräsidiums Karlsruhe
  • Abteilung 2
    02.07.2015
    Baden-Württemberg erhöht Anforderungen an klimafreundliches Heizen
    Neues Gesetz bietet aber auch zusätzliche Erfüllungsoptionen beim Heizungstausch

    ​In Baden-Württemberg sollen im Interesse des Klimaschutzes noch größere Anstrengungen unternommen werden, um den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärmeversorgung in bestehenden Gebäuden zu steigern und den Anteil an schädlichen Treibhausgasen zu verringern: Dazu gilt in Baden-Württemberg seit dem 1. Juli das novellierte Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) mit weiterentwickelten Bestimmungen beim Heizungstausch.

    Nach dem Austausch oder dem erstmaligen Einbau einer zentralen Heizungsanlage in bereits am 1. Januar 2009 errichteten Gebäuden, verpflichtet die neue Regelung die Hauseigentümer mindestens 15 Prozent des jährlichen Wärmeenergiebedarfs durch erneuerbare Energien zu decken. Bisher galt in Baden-Württemberg eine Zielvorgabe von zehn Prozent. Das novellierte Gesetz bezieht neben Wohngebäuden erstmalig auch Nichtwohngebäude mit ein. Es erweitert die Palette der Erfüllungsoptionen und lässt die Kombination verschiedener Erfüllungsoptionen zu.

    Neu eingeführt wird das Instrument des energetischen Sanierungsfahrplans. Dieser stellt eine Verbindung zwischen dem gebäudebezogenen Wärmebedarf und einer energetischen Gesamtbetrachtung des Gebäudes her mit dem Ziel, die Energieeffizienz des Gebäudes zu steigern. Auf diese Weise kann im Rahmen einer ganzheitlichen Langzeitstrategie dazu beigetragen werden, den Verbrauch an fossilen Brennstoffen deutlich zu verringern und damit die energetische Umweltbelastung eines Gebäudes zu verbessern. Durch die Vorlage eines Sanierungsfahrplans können die gesetzlichen Anforderungen bei Wohngebäuden zu einem Drittel, bei Nichtwohngebäuden in vollem Umfang erfüllt werden.

    Das Regierungspräsidium empfiehlt betroffenen Hauseigentümern, bereits im Vorfeld eines Heizungstausches die verschiedenen Handlungsoptionen zu prüfen und geeignete Angebote einzuholen. Ansprechpartner sind neben den Fachbetrieben vor Ort auch die unteren Baurechtsbehörden. Das Gesetz verpflichtet die betroffenen Hauseigentümer, die sich aus dem Gesetz ergebenden Anforderungen spätestens innerhalb von 18 Monaten nach Inbetriebnahme der neuen Heizanlage zu erfüllen und die notwendigen Nachweise den unteren Baurechtsbehörden vorzulegen. Wie bisher können vorsätzliche oder fahrlässige Verstöße gegen die Nutzungs-, Nachweis- und Hinweispflichten als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden.

    Das Regierungspräsidium verweist auf vielfältige aktuelle Informations- und Beratungsangebote – wie zum Beispiel auf den Internetseiten des Umweltministeriums Baden-Württemberg, des Regierungspräsidiums, von „Zukunft Altbau“ sowie zahlreicher Energieagenturen in Baden-Württemberg.

​​​Pressestelle

Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
Pressestelle@rpk.bwl.de


Pressesprecher

Uwe Herzel, Pressesprecher
Uwe Herzel
0721 926-4051

Stellvertretung


Irene Feilhauer
0721 926-6266 ​​​​​​​