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  • Abteilung 4
    26.02.2020
    A 8 Enztalquerung
    Regierungspräsidium Karlsruhe informiert über Projektfortschritt: Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen läuft auf Hochtouren

    Das Regierungspräsidium Karlsruhe plant den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn 8 zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd. Die beauftragten Ingenieurbüros haben vereinbarungsgemäß im Oktober 2019 den Fachplanern im Regierungspräsidium die Ausschreibungsunterlagen zur Prüfung vorgelegt. Aufgrund der umfangreichen Unterlagen nimmt die Prüfung mehr Zeit in Anspruch als geplant, kann aber in den nächsten zwei Wochen abgeschlossen werden. Auf dieser Grundlage werden dann die Ingenieurbüros die Unterlagen abschließend überarbeiten. Weiterhin wurde Mitte Februar unter Einbindung der ab 2021 für diesen Streckabschnitt zuständigen Autobahngesellschaft entschieden, die bisher vorgesehene Gesamtausschreibung in ein Hauptlos für Strecke und Bauwerke sowie einzelne Fachlose aufzuteilen. Das bedeutet, dass die für die Maßnahme erforderlichen einzelnen Arbeiten, wie beispielsweise Verkehrssicherung, Schutzeinrichtung, Lärmschutzwände, technische Ausstattung oder Markierung, separat ausgeschrieben werden müssen. Grund dafür sind aktuelle Rechtsprechungen zu Vergabeverfahren.

    Das Regierungspräsidium Karlsruhe arbeitet nun auf Hochtouren an der Erstellung der Unterlagen, damit die Ausschreibung des Hauptloses Ende Frühjahr 2020 erfolgen kann. Bis spätestens Ende 2020 sollen dann die Vergaben aller Leistungen abgeschlossen sein. Aufgrund der zeitintensiveren Prüfung und Überarbeitung der Ausschreibungsunterlagen sowie der Aufteilung des Vorhabens in Fachlose, wird sich nach derzeitigem Zeitplan der Baubeginn voraussichtlich auf Anfang 2021 verschieben. Zum Jahresbeginn war das Regierungspräsidium noch von einem Baubeginn Ende des Jahres ausgegangen. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 wird vor Baubeginn der Fachlose zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eine Stauwarnanlage mit integrierter Geschwindigkeitsanzeige und Citizens Band Radio (CB) - Funksystem eingerichtet. Damit werden Lastkraftwagenfahrer über eine Sprachansage in ihrer durch den Funkkanal festgelegten Sprache vor einem Stau gewarnt. Auch hierzu werden derzeit die Ausschreibungsunterlagen geprüft und vorbereitet.

    Parallel zu den Ausschreibungen laufen planmäßig die Arbeiten an der Gemeindestraßenbrücke neben der Bahnbrücke. Die Fertigstellung der Brücke soll Ende des Sommers abgeschlossen sein. Anschließend wird mit den Arbeiten der Kreisstraßenbrücke begonnen, die im Sommer 2021 beendet sein sollen.

    Die Gesamtbauzeit der Maßnahmen „A 8 Enztalquerung“ beträgt wie vorgesehen fünf Jahre, so dass mit der Fertigstellung in 2026 gerechnet werden kann.

    Über die weitere Entwicklung des Projektes „A 8 Enztalquerung“ wird das Regierungspräsidium Karlsruhe die Öffentlichkeit fortlaufend informieren.

    Hintergrund

    Das Regierungspräsidium Karlsruhe plant den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn 8 (A 8) zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd (Enztalquerung). Die Enztalquerung der A 8 ist einer von noch zwei verbliebenen Abschnitten für den sechsstreifigen Ausbau der gesamten A 8 in Baden-Württemberg. Die Maßnahme beinhaltet neben dem Ausbau der A 8 auf einer Länge von rund 4,8 Kilometern den vierspurigen Ausbau der B 10 im Bereich der Anschlussstelle Pforzheim-Ost, den Umbau der Anschlussstelle Pforzheim-Ost mit leistungsfähigen Zufahrten, den Ersatzneubau mehrerer Kreuzungsbauwerke, die Ersatzneubau der Enzbrücke, die Reduzierung der Steigung beziehungsweise des Gefälles, die Lärmschutzeinhausung auf 380 Metern und weiterer Lärmschutzwände und –wälle sowie die Abdichtung der Trasse und die Fassung und Reinigung des gesamten Oberflächenwassers. 

    Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung hat das Regierungspräsidium Karlsruhe im Juni 2017 einen Projektbegleitkreis eingerichtet, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Gebietskörperschaften, der Politik, der Wirtschaft, der Rettungsdienste, des ÖPNV, Trägern öffentlicher Belange und weiteren Multiplikatoren zusammensetzt.

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