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  • Abteilung 2
    03.08.2015
    Erfolgreicher Rap „Do gher ma noh“
    Preisträger für freche wie feinsinnige Mundarttexte oder Lieder stehen fest / „Gnitzer Griffel“ mit Thema Stadt, Land, Fluss, Berg

    ​Die Sieger im Mundartwettbewerb „De Gnitze Griffel“ stehen fest. Aus über 100 Einsendungen zum Thema „Stadt, Land, Fluss, Berg“ wurden die originellsten Dialektbeiträge bestimmt. Gesucht waren Werke mit Bezug zu Orten oder anderen geografischen Punkten bis hin zu Landschaften. Die Jury des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungspräsidium Karlsruhe vergab Preise in den Sparten Prosa, Lyrik, Szene und Lied sowie einen Nachwuchspreis. Der Fachjury fiel die Auswahl bei zahlreichen guten Einsendungen durchaus schwer. Alle Beiträge wurden anonymisiert bewertet. An die Sieger gehen Geldpreise bis zu 1.000 Euro. Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, die Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege, zeigte sich erfreut über die anhaltende Beliebtheit des alle zwei Jahre ausgeschriebenen Mundartwettbewerbs. Teilnehmen mit heimischen Dialekten dürfen alle, die im Raum zwischen Bühl und Buchen leben oder dort geboren sind.

    Den ersten Preis bei den Erzählungen erhält Karlheinz Grether aus Karlsruhe-Neureut. Sein Text „Der Turm“ gibt feinsinnig und rücksichtsvoll die Begegnung mit einer Frau wieder, die auf einem Kirchturm nicht nur auf ihre Heimat, sondern auf ihr Leben zurückblickt. Der zweite Preis geht an Ulrike Vogel aus Waldbronn. Sie beschreibt humorvoll eine verwirrende Begegnung beim Einkaufen auf ihrem „Freidagsplatz“. Den dritten Preis Prosa teilen sich Brigitte Wagner aus Rastatt („Im Zug“) und Michael Köhler aus Ettlingen („Nunnerzus“). Besonders schwer fiel der Jury die Entscheidung bei den Liedern, weil viele starke Kompositionen mit eigenen Texten eingereicht wurden. Schließlich machte der Rap „Do gher man no“ das Rennen. Er stammt von Christian Heneka (Bruchsal) und Marcel Kohn (Kraichtal). Sie singen frech und doch mit viel Sympathie über das „Kaff Bichenau, wunnerschee“. Gut geschmeckt hat auch der von Charly Weibel aus Reilingen komponierte „Geelariewesalohd“, was einen zweiten Preis einbrachte. Den dritten Preis teilen sich Uwe Mächtel (aus Kronau stammend, jetzt Nürnberg) mit seinem Rap über das nord- und mittelbadische Land sowie Norbert Zoller aus Lichtenau mit „Monchmol om Rhi“.

    Zahlreich waren die Gedichteinsendungen, allerdings gilt Lyrik auch bei der Mundart als schwierigste literarische Sparte. Den ersten Preis holt, nicht zum ersten Mal, Iris Treiber aus Karlsruhe für „Segs Verslen vom Nuff- und Nunnergeh“, in denen Paarprobleme und Landschaft verschränkt werden. Eine Impression von der Pfinz mit dem Titel „E runde Sach“ schickte Wolfgang Müller aus Pfinztal und erhält dafür einen zweiten Preis. Manfred Zöller (aus Mörsch, jetzt Waldkirch) erschrieb sich mit „‘s gibt Rejewetter“ den dritten Preis. In der Sparte Szene geht der erste Preis an Angelika Futterer aus Philippsburg für ein Zwiegespräch mit dem Denkmal der Bruchsaler Dichterin Babett Ihle („Wärrsch gar net gfroogt“). Außerdem vergab die Jury zwei dritte Preise an Klaus Mackert (Waldbronn) und Jörg Rupp aus Malsch. Für Einsendungen junger Menschen oder Schulprojekte wird der Rudolf-Stähle-Preis vergeben. Diesen erhält Dominik Heitlinger für seine kleine Betrachtung „Hoffnung net verliere“ zu badisch-schwäbischen Gegensätzen.

    Alle Preise werden bei einem großen Mundartabend am 15. Oktober im Bruchsaler Bürgerzentrum von Regierungspräsidentin Nicolette Kressl überreicht. Dann sind gewürdigte Beiträge zumindest in Auszügen auch zu hören. Auf der Homepage des Arbeitskreises Heimatpflege (www.ak-heimatpflege-karlsruhe.de) können die Werke demnächst nachgelesen werden.

    Neben den mit Geldpreisen bedachten Beiträgen würdigte die Jury weitere bemerkenswerte Einsendungen durch „lobende Erwähnungen.“ Sie gehen diesmal an Thomas Huber (Karlsdorf-Neuthard) und Veronika Kerber (Karlsruhe-Hohenwettersbach) in der Sparte Prosa; an Arnulf Krais (Weingarten), Roland Bruchmann (Karlsruhe-Neureut), Jörg Rupp (Malsch) und Andreas Kohm (Edenkoben) bei den Gedichten sowie an Günter Auch (Kraichtal) für sein Lied „Da Kraichbach“. Lob geht auch an weitere Beiträge zum Stähle-Preis von Emely Maier (Waghäusel), dem Literaturkurs des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums Durmersheim und einer Gruppe aus der Klasse 11 dieses Gymnasiums.

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