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  • Abteilung 7
    14.08.2015
    Neuer Trend: Einstieg von Ingenieuren in den Schuldienst
    Kein Vorbereitungsdienst, sondern sofort volles Entgelt

    ​Die Zahl der Ingenieurinnen und Ingenieure, die in den Schuldienst an die beruflichen Schulen im Land Baden-Württemberg gewechselt haben, hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Eine Tätigkeit als Lehrkraft stellt eine interessante Alternative zur Arbeit in Industrie und Wirtschaft dar. Baden-Württemberg bietet Direkteinsteigern und Seiteneinsteigern an den berufsbildenden Schulen die Möglichkeit an, als Ingenieurin oder Ingenieur in der Lehre tätig zu sein.

    Heutzutage haben Ingenieure in Industrie und Wirtschaft dank Fachkräftemangel glänzende Aussichten. Es wird jedoch zumeist ein hohes Maß an Qualifizierung und gegebenenfalls auch Spezialisierung verlangt.


    Was viele noch nicht wissen: Auch die Ausübung des Lehrberufs im naturwissenschaftlich-technischen Bereich bietet eine interessante berufliche Perspektive.

    Die Gründe für einen Wechsel in den öffentlichen Dienst sind vielfältig. Zum einen macht die Arbeit mit den jungen Menschen viel Spaß und bietet jeden Tag neue vielseitige Herausforderungen, denen es sich spontan und abseits jeder eventuellen Einseitigkeit zu stellen gilt. Zum anderen können berufliche Erfahrung weitergegeben werden, um diese quasi zu multiplizieren. Denn der Lehrerberuf ist viel mehr als nur die Vermittlung des Fachwissens. Für viele Ingenieurinnen und Ingenieure im Schuldienst ist es wichtig, mit den jungen Menschen in eine Beziehung zu treten, dies nicht nur auf der Fachebene, sondern auch auf der persönlichen Ebene. Es bietet sich die Möglichkeit, junge Menschen in ihrem Werdegang zu begleiten, dabei selbständig zu organisieren und Gruppen zu leiten. Abgesehen davon besteht im öffentlichen Dienst die Aussicht, in ein Beamtenverhältnis übernommen zu werden und geregelten Arbeitszeiten nachzugehen.


    Voraussetzung für den Direkteinstieg als wissenschaftliche Lehrkraft an beruflichen Schulen ist eine abgeschlossene Hochschulausbildung. In der täglichen Arbeit werden Auszubildenden insbesondere fachtheoretische Inhalte gelehrt. Unterstützend werden von technischen Lehrkräften ohne Hochschulabschluss die berufspraktischen Unterrichtsinhalte vermittelt. Beide Typen von Lehrkräften arbeiten gemeinsam in Teams, insbesondere bei ganzheitlich orientiertem Unterricht.

    Der Direkteinstieg dient in Baden-Württemberg als Sondermodell zur Gewinnung von Lehrkräften. Ein Vorteil dabei ist, dass die Bewerberin / der Bewerber keinen Vorbereitungsdienst durchlaufen muss. Vielmehr wird zunächst bei vollem Beschäftigungsumfang und vollem Entgelt eine zweijährige berufsbegleitende pädagogische Schulung bei gleichzeitig verringerter Unterrichtsverpflichtung absolviert. Für die Tarifbeschäftigten ist nach einem weiteren Bewährungsjahr die Übernahme in das Beamtenverhältnis vorgesehen.


    Sowohl Direkt- als auch Seiteneinsteiger im wissenschaftlichen Lehrberuf müssen auf Grund ihrer akademischen Vorbildung in mindestens zwei an einer beruflichen Schule gelehrten Fächer einsetzbar sein. Ein Seiteneinstieg in den Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des höheren Schuldienstes an beruflichen Schulen setzt voraus, dass ein geeigneter Hochschulabschluss vorliegt und eine einjährige Betriebspraxis nachgewiesen werden kann.

    Nach den bisherigen Erfahrungen sind insbesondere die Fachrichtungen Metalltechnik und Elektrotechnik gefragt.


    Der Einstieg in den beruflichen Schuldienst ist eine überaus interessante und erfüllende Bereicherung der Ingenieurstätigkeit und bietet ein breit gefächertes Arbeitsfeld über die technischen Inhalte hinaus. Die Arbeit als Lehrkraft ist in jedem Fall eine Überlegung bei der weiteren beruflichen Karriereplanung wert. Interessenten finden weitere Informationen auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe, Abteilung 7 und unter folgendem Link:
    www.lehrer-online-bw.de/,Lde/Startseite/lobw/Direkteinstieg

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