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  • Abteilung 5
    27.08.2015
    Mit großem Gerät im Einsatz für den Moorfrosch - Regierungspräsidium Karlsruhe schafft neue Lebensräume für gefährdete Arten
     Hält Ausschau nach geeigneten Lebensräumen. Männchen des Moorfrosches aus dem Raum Karlsruhe, Foto: F.-J. Schiel.

    Im Naturschutzgebiet Fritschlach in Karlsruhe-Daxlanden werden jetzt nahe der Saumweiher Gehölze entnommen und mehrere Flachgewässer ausgebaggert. Anlass für diesen maschinellen Großeinsatz ist der Schutz des hochgradig bedrohten Moorfrosches (Rana arvalis).

    Der Moorfrosch hat im Stadtgebiet Karlsruhe einen seiner letzten verbliebenen Lebensräume im Land Baden-Württemberg; er ist auf der Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft und wurde deshalb in das Artenschutzprogramm des Landes Baden-Württemberg aufgenommen. Dabei handelt es sich um ein Programm, mit dem das Aussterben weiterer Arten im Land durch praktische Maßnahmen verhindert werden soll.

    Der Moorfrosch benötigt gut besonnte Laichgewässer und Landlebensräume mit hoher Bodenfeuchte durch hoch anstehendes Grundwasser. Weil das Angebot geeigneter gut besonnter Flachgewässer ohne Vorkommen von Fischen auch im Naturschutzgebiet Fritschlach rückläufig ist, organisiert und finanziert das Naturschutzreferat des Regierungspräsidiums Karlsruhe die nun laufenden Gestaltungsmaßnahmen.

    Die Umsetzung der Maßnahmen ist durch eine enge Kooperation der Stadt Karlsruhe und des Regierungspräsidiums Karlsruhe möglich geworden. Mit den Maßnahmen soll das Laichplatzangebot im Naturschutzgebiet vergrößert und die Qualität des Landlebensraums für den Moorfrosch durch Entnahme von Gehölzen verbessert werden.

    Eigentlich sollten die Arbeiten bereits im vergangenen Winter umgesetzt werden. Wegen des fehlenden Frostes und der hohen Wasserstände war die Fläche jedoch bislang nicht ohne größere Flurschäden befahrbar, die Maßnahme musste immer wieder verschoben werden. Durch die momentane Trockenheit können nun größere Schäden bei den Arbeiten vermieden werden. Nach Abschluss der Vogelbrutzeit und nach vorangegangenen Artenschutz-Kontrollen durch Experten kann die Maßnahme nun mit ökologischer Baubegleitung umgesetzt werden.

    Von den Gestaltungsmaßnahmen werden neben dem Moorfrosch weitere bedrohte Amphibienarten wie der Laubfrosch und der Springfrosch sowie viele bedrohte Insektenarten profitieren.

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