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  • Abteilung 9
    29.09.2015
    Regierungspräsidium Karlsruhe schafft Einrichtung für Flüchtlinge mit erhöhtem Betreuungs- und Raumbedarf in Karlsruhe-Durlach
    Regierungspräsidentin Nicolette Kressl: „Mit diesem ´Schutzraum´ wird individuelle Begleitung besser möglich.“

    ​Auch angesichts der sehr hohen Zugangszahlen von Flüchtlingen unternimmt das Regierungspräsidium Karlsruhe einen wichtigen Schritt, um bei der Unterbringung von Flüchtlingen besser auf individuelle Fluchtschicksale und persönliche Sondersituationen einzugehen: Mit einem „Schutzraum“ für Menschen mit erhöhtem Bedarf an Betreuung oder Raum schafft die Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) der Karlsruhe Behörde erstmals eine separate Einrichtung für Flüchtlinge abseits der großen Unterkünfte.

    „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Anna-Leimbach-Haus in Karlsruhe-Durlach nun endlich eine geeignete Einrichtung gefunden haben, die wir ab November für ein Jahr anmieten können. An einer Anschlusslösung arbeiten wir bereits. Es war mir auch ein persönliches Anliegen, ein eigenes Haus zu schaffen, um maßgeschneiderte Lösungen für Menschen in ganz besonderen Lebenslagen zu schaffen“, so Regierungspräsidentin Nicolette Kressl.

    Gedacht ist das Objekt beispielsweise für die Unterbringung von hoch schwangeren Frauen, Wöchnerinnen, Kranken oder Menschen in Lebenslagen, die aus anderen Gründen einen höheren Bedarf an Betreuung oder Platz haben. Sehr wahrscheinlich wird der Kreisverband Karlsruhe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) die Einrichtung betreiben.

    Derzeit wird das Anna-Leimbach-Haus in Karlsruhe-Durlach noch vom Caritasverband Karlsruhe e.V. als Pflegeheim genutzt, wird aber bis Ende Oktober geräumt. Denn der Caritasverband Karlsruhe e.V. zieht dann mit seinem Pflegeheim aus dem Anna-Leimbach-Haus in das neu errichtete Caritas-Seniorenzentrum St. Franziskus in der Südweststadt von Karlsruhe um.

    Das Anwesen in Durlach ist in mehrere miteinander verbundene Gebäudeteile gegliedert.  Die Geschossfläche beträgt rund 4.500 Quadratmeter. Die Einrichtung verfügt über 97 derzeit als Einzelzimmer und 22 als Doppelzimmer genutzte Räume, die teilweises mit separatem Sanitärbereich ausgestattet sind. Nach einer ersten Einschätzung können rund 300 Plätze für Menschen der genannten Zielgruppen eingerichtet werden.

    Sämtliche für ein Pflegeheim erforderlichen Infrastruktureinrichtungen sind vorhanden. Aufgrund der Gebäudestruktur könnten bei Bedarf zwei völlig voneinander getrennte Bereiche für unterschiedliche Personengruppen eingerichtet werden.

    Der Caritasverband Karlsruhe e.V. und das Diakonische Werk Karlsruhe werden in dem Haus eine eigene Stelle der Verfahrens- und Sozialberatung für Flüchtlinge einrichten und die Ehrenamtlichen-Arbeit vor Ort koordinieren.

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