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  • Abteilung 7
    28.04.2016
    Regionaler Kongress zur Bildungsplanreform 2016 für den Bereich des Regierungspräsidiums Karlsruhe: Herausforderungen und Möglichkeiten zur Umsetzung

    ​„Wege, die in die Zukunft führen, liegen nie als Wege vor uns. Sie werden zu Wegen erst dadurch, dass man sie geht.“ Mit diesem Zitat von Franz Kafka hatte Kultusminister Stoch am 6. April 2016 in einem Kongress des Kultusministeriums in Stuttgart-Fellbach die neuen Bildungspläne der Öffentlichkeit vorgestellt. Er sei überzeugt, dass die neuen Bildungspläne eine zeitgemäße Arbeitsgrundlage für die Bildung und Erziehung, Wertevermittlung und Persönlichkeitsbildung an den Schulen seien.

    Die Abteilung 7 Schule und Bildung des Regierungspräsidiums Karlsruhe hat als obere Schulaufsichtsbehörde daran anknüpfend am 28. April 2016 zu einem großen Kongress für die Lehrkräfte im Bereich des Regierungsbezirks Karlsruhe nach Heidelberg in das Gesellschaftshaus Heidelberg-Pfaffengrund und in die Graf von Galen-Schule Heidelberg (SBBZ-Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum) eingeladen. Mit rund 400 Teilnehmern und Gästen war dieser dann auch vollständig ausgebucht.

    Sowohl Regierungspräsidentin Nicolette Kressl als auch der Abteilungspräsident der Abteilung Schule und Bildung, Vittorio Lazaridis, begrüßten die Lehrerinnen und Lehrer und hoben in ihren jeweiligen Reden die Bedeutung der Arbeit der Pädagogen für den Erfolg des nun beginnenden Prozesses der sukzessiven Umsetzung der neuen Bildungspläne hervor.

    Professorin Dr. Anne Sliwka, Erziehungswissenschaftlerin der Universität Heidelberg, hielt den Impulsvortrag mit anschließender Aussprache zum Thema „Professionelle Rollen der Lehrkräfte“. Diversität als echte Chance zu nutzen und somit die Stärken und das Potenzial möglichst vieler unserer Kinder und Jugendlichen auszuschöpfen, ist eine der Herausforderungen unserer Gesellschaft.

    Der für die Lehrkräfte konzipierte Bildungsplankongress beinhaltete im weiteren Verlauf das Angebot von 15 thematischen Foren zu den Neuerungen und konkreten Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht. Diese wurden von Expertinnen und Experten des Kultusministeriums, Fachberaterinnen und Fachberatern Unterrichtsentwicklung bzw. Schulentwicklung, Schulleitungspersonen sowie durch Fachleute von weiteren Organisationen wie der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, dem Landesmedienzentrum oder der Stiftung Weltethos Tübingen durchgeführt.

    Im Rahmen der Bildungsplanreform 2016 sind drei neue Bildungspläne erarbeitet worden: Der Bildungsplan für die Grundschule, der gemeinsame Bildungsplan für die Sekundarstufe I und der Bildungsplan für das allgemein bildende Gymnasium. Alle Pläne sind so aufeinander abgestimmt, dass Brüche in der Bildungsbiografie künftig vermieden werden. Bei der Reform der Bildungspläne wurden auch gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigt, die neue Herausforderungen an Schulen sowie Schülerinnen und Schüler stellen. Als Stichworte seien genannt der demografische Wandel, die veränderten Anforderungen in der Arbeits- und Berufswelt, die zunehmende kulturelle und religiöse Vielfalt sowie das Recht auf Teilhabe und Inklusion.

    Über 400 Lehrerinnen und Lehrer haben an der Erarbeitung der Bildungspläne mitgewirkt, aus vielen Handlungsfeldern ist schließlich ein stimmiges Gesamtprodukt entstanden. Auch die Rückmeldungen aus der Praxis der 116 Erprobungsschulen aller Schularten, die die Pläne zwei Schuljahre erprobt haben, bestätigen dies.
    Der Kultusbehörde war es ein wichtiges Anliegen, dass sich die Lehrerinnen und Lehrer bei dieser Bildungsplanreform 2016 von Anfang an auf die Arbeit gut vorbereitet fühlen und den Bildungsplan als eine gute Grundlage ihrer täglichen Arbeit wahrnehmen.

    Vom 14. September bis 30. Oktober 2015 konnten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Anhörungsfassungen der neuen Bildungspläne im Internet einsehen und Stellung dazu beziehen. Bei dieser offenen Anhörungsphase hat das Kultusministerium darüber hinaus 175 Partner aktiv aufgefordert, sich an der Anhörung zu beteiligen, darunter die Beratungsgremien des Kultusministeriums (Landesschulbeirat, Landeselternbeirat, Landesschülerbeirat), Gewerkschaften, Berufsverbände und -vereinigungen, Personalräte, die Kommunalen Landesverbände, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Fachverbände, Organisationen der Wirtschaft und Kammern, Universitäten und Pädagogische Hochschulen, Politik und Landesverwaltung.

    Zentrales Anliegen der Bildungsplanreform ist es, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, ihr Leben in der Gemeinschaft selbstbestimmt, sinnerfüllt und verantwortungsvoll zu gestalten. Die Entkoppelung von Bildungserfolg und sozialer Herkunft ist hierbei ein wichtiger Aspekt. Alle Schülerinnen und Schüler sollen die ihrer Begabung entsprechende bestmögliche Bildung erhalten, unabhängig von Herkunft und Biografie.

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