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  • Abteilung 5
    02.05.2016
    Start des Managementplanes für das Natura 2000-Gebiet „Nördlicher Kraichgau“
    Auftakt und erste Informationsveranstaltung

    Einladung an die Medien

    ​Termin: Mittwoch 11. Mai 2016
    Zeit: 15.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr
    Ort: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, 74889 Sinsheim, Muthstraße 4,
    Raum 402
     

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    das Regierungspräsidium Karlsruhe wird zum Bearbeitungsstart des Managementplanes „Nördlicher Kraichgau“ den Vertreterinnen/ Vertretern der Kommunen im Plangebiet, den Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern der Naturschutz-, Landwirtschafts- und Forstverwaltung sowie den Trägern öffentlicher Belange und der interessierten Öffentlichkeit im Rahmen einer Informationsveranstaltung einen Einblick in dieses Natura 2000-Gebiet geben. Diese erste Veranstaltung findet am Mittwoch, den 11. Mai 2016, in Sinsheim, statt.

    Zu dieser Veranstaltung sind Sie herzlich eingeladen. Über eine Berichterstattung würden wir uns freuen.

    Da auch die Bevölkerung herzlich eingeladen ist, an der Veranstaltung teilzunehmen, wären wir dankbar, wenn Sie an geeigneter Stelle auf die Veranstaltung hinweisen könnten.

    gez. Uwe Herzel

    Weitere Informationen zum Natura 2000-Gebiet „Nördlicher Kraichgau“

    Der „Nördliche Kraichgau“ ist eine deutlich vom Menschen geprägte, abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Besonderes Zeugnis des menschlichen Einflusses sind die dort vorkommenden Hohlwege und Steinbrüche. Darüber hinaus findet man im Nördlichen Kraichgau aber auch naturnahe Laubwälder, Wiesenauen und Fließgewässer. Kennzeichnend für das Gebiet ist der Wechsel von Wäldern mit großen zusammenhängenden Mähwiesen, Feuchtgrünland und orchideenreichen Trocken- und Magerrasen. Die Managementplanung für das Natura 2000-Gebiet startet nun mit einer Veranstaltung in Sinsheim.
    Von Lobbach bis südlich Angelbachtal und von Bad Schönborn bis Neckarbischofsheim erstreckt sich das knapp 5.000 Hektar große Gebiet mit seinen 61 Teilflächen. Auf dieser Fläche verteilen sich die vielfältigen Lebensräume. Diese hohe Lebensraumvielfalt bringt wiederum verschiedenste Tier- und Pflanzenarten mit sich.
    So werden beispielsweise neben Auenbereichen auch alte Traktorspuren von der kleinen Gelbbauchunke besiedelt, während unser größter heimischer Molch - der Kammmolch - Seen und stehende Gewässer mit reicher Unterwasservegetation vorzieht. Die Waldgebiete werden unter anderem vom Hirschkäfer genutzt. Der leicht an seinem eindrucksvollen Oberkiefer erkennbare Käfer benötigt Altholzbestände, bevorzugt mit alten Eichen. Schmetterlinge wie der Große Feuerfalter, die Spanische Flagge und der Helle Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling lassen die blütenreichen Wiesen noch farbenfroher und lebendiger erscheinen. Bei Dunkelheit werden Fledermäuse, wie das Große Mausohr in Wiesen, Weiden und Wäldern aktiv.

    Doch wie lassen sich diese häufig von Menschenhand geprägten, besonderen Lebensräume und seltenen Tier- und Pflanzenarten auf Dauer schützen und erhalten? Dazu braucht es eine Planungs-Grundlage, die an die heutigen Strukturen und Bedürfnisse der Landnutzer und Erholungsuchenden angepasst ist. Dies will das Referat Naturschutz und Landschaftspflege des Regierungspräsidiums Karlsruhe mit Hilfe des Managementplans erreichen.

    Von Frühjahr 2016 bis Mitte 2019 wird im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe vom Planungsbüro Lange ein solcher Plan für dieses Gebiet erstellt. Die Grundstücke im Plangebiet dürfen zur Bestandsaufnahme betreten werden (§ 52 Abs. 1 NatSchG). Dabei werden die Lebensraumtypen und Arten von europäischer Bedeutung genau erfasst. Anschließend werden Ziele und Maßnahmen vorgeschlagen, um die wertvolle Tier- und Pflanzenwelt im Gebiet zu erhalten und zu fördern.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

​​​Pressestelle

Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
Pressestelle@rpk.bwl.de


Pressesprecher

Uwe Herzel, Pressesprecher
Uwe Herzel
0721 926-4051

Stellvertretung


Irene Feilhauer
0721 926-6266 ​​​​​​​