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  • Abteilung 4
    04.07.2016
    Regierungspräsidium Karlsruhe erlässt Planfeststellungsbeschluss für die Hermann-Hesse-Bahn - Regierungspräsidentin Nicolette Kressl: „Attraktiver Taktfahrplan wird zur Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene führen“

    ​Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat die Schlüsselbauwerke für die Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn genehmigt. Ein Tunnelneubau zur Abkürzung der Hacksbergschleife verkürzt die Gesamtstrecke zwischen Weil der Stadt und Calw um drei Kilometer auf 19 Kilometer. 1,8 Kilometer zweigleisiger Ausbau bei Ostelsheim ermöglichen es, dass sich die Züge in der Mitte der Strecke gefahrlos begegnen.

    „Diese Investitionen schaffen die Voraussetzungen, die seit 27 Jahren stillgelegte Strecke mit einem attraktiven Taktfahrplan zu betreiben. Für Pendler und Ausflügler rücken Nordschwarzwald und die Region Stuttgart ab 2018 enger zusammen,“ unterstreicht die Karlsruher Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, deren Behörde jetzt den Planfeststellungsbeschluss erlassen hat.

    Die genehmigte Planung ist das bautechnische Kernstück für die Wiederinbetriebnahme des Streckenabschnitts Weil der Stadt - Calw der bereits 1872 eröffneten „Württembergischen Schwarzwaldbahn“ unter der neuen Bezeichnung „Hermann-Hesse-Bahn“. Der Betrieb auf diesem Abschnitt wurde 1989 endgültig eingestellt. Der Landkreis Calw hat die Strecke 1994 von der Deutschen Bahn AG übernommen und strebt seitdem die erneute Verkehrsaufnahme an.

    Aus Gründen der Fahrplanoptimierung und der Fahrplanstabilität ist ungefähr in der Mitte bei Ostelsheim ein längerer Begegnungsabschnitt vorgesehen. Im Gegensatz zu einem Kreuzungsbahnhof ermöglicht dieser kürzere Fahrzeugstandzeiten am Halteplatz und das Abpuffern von Zugverspätungen. Das Betriebskonzept sieht montags bis freitags in der Zeit zwischen circa 5:00 Uhr und 20:00 Uhr einen 30-Minuten-Takt vor. In der restlichen Zeit ab circa 20:00 Uhr bis zum Betriebsschluss gegen 1:30 Uhr und am Wochenende ist ein 60-Minuten-Takt geplant. Beim 30-Minuten-Takt fahren pro Stunde je Richtung zwei Züge und zwar immer zur selben Minute.

    Ein besonderes Anliegen war dem Regierungspräsidium der Schallschutz für die zum Teil sehr gleisnahe Bebauung bei Ostelsheim. Das Mittel der Wahl sind dort sogenannte Schienenstegdämpfer. Die mit Kunststoff ummantelten metallischen Resonanzkörper dämmen den Schall dort, wo er entsteht, nämlich an der Schiene selbst. Diese Variante ist ähnlich effektiv wie eine deutlich teurere Lärmschutzwand.

    „Die Anbindung von Calw, Althengstett und Ostelsheim durch die Hermann-Hesse-Bahn wird eine Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene bewirken,“ ist sich Regierungspräsidentin Nicolette Kressl sicher und meint: „Die Berufspendler haben dann endlich eine Alternative zum eigenen Auto - ebenso wie die Freizeitpendler aus dem Großraum Stuttgart, für die der Nordschwarzwald ein wichtiges Naherholungsgebiet ist.“

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