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  • Abteilung 5
    11.03.2015
    PFC-Belastungen im Raum Rastatt/ Baden-Baden
    Ergänzende Untersuchungen zeigen keine zusätzlichen Schadstoffverunreinigungen in Boden und Grundwasser

    ​Mit einem umfangreichen Messprogramm wurde im Auftrag des Landes untersucht, ob auf den mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) belasteten Flächen im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden noch weitere Schadstoffverunreinigungen vorliegen. Ziel der Untersuchungen durch die LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg war es, eventuell weitere in den Böden und im Grundwasser vorhandene Schadstoffe zu identifizieren. Um erste Hinweise auf eine mögliche Anreicherung von Schadstoffen im Organismus (Bioakkumulation) zu erhalten, wurden von einigen Flächen auch Regenwürmer entnommen und untersucht.

    Die Bodenuntersuchungen ergaben keine Hinweise auf weitere relevante Schadstoffverunreinigungen. Spuren von Schwermetallen wie Zink, Blei, Kupfer, Chrom, Nickel, die in Böden von Natur aus immer enthalten sind, wurden entsprechend auch in den untersuchten Bodenproben nachgewiesen. In den im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden verbreiteten sandigen Böden liegen die Konzentrationen auf dem geringen Konzentrationsniveau des natürlichen Hintergrunds.

    Auch aus den untersuchten Grundwasserproben ergaben sich keine Hinweise auf eine zusätzliche Belastung des Grundwassers durch weitere Schadstoffe.
    Dagegen zeigte die Untersuchung von Regenwürmern an allen sieben Standorten gegenüber den Bodenwerten eine hohe Anreicherung von PFC. Bei den sonstigen untersuchten Schadstoffparametern wurden keine vergleichbaren Anreicherungen gefunden.

    Die Untersuchungen konzentrierten sich auf bereits bekannte, mit PFC belastete Flächen im Landkreis Rastatt (Hügelsheim, Niederbühl) und im Stadtkreis Baden-Baden (Sandweier). Ergänzend wurden noch Bodenproben aus dem nördlichen Landkreis Karlsruhe untersucht, da zum Zeitpunkt der Untersuchungsplanung auch dort PFC-Belastungen vermutet wurden, was sich in den Untersuchungen nicht bestätigte. Die Auswahl der Flächen erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden vor Ort.

    Das sehr umfangreiche Schadstoffspektrum (125 Parameter für Boden- und Grundwasseruntersuchungen) wurde in Hinblick auf bekannte Schadstoffe in Komposten, Klär- und Papierschlämmen ausgewählt. Untersucht wurde neben PFC unter anderem auf Schwermetalle, Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK sind natürlicher Bestandteil von Kohle und Weichmacherölen auf Mineralölbasis), synthetische Komplexbildner (werden in vielen industriellen Prozessen eingesetzt), Pflanzenschutzmittel, Polychlorierte Biphenyle (PCB), pharmazeutische Wirkstoffe, Industriechemikalien wie z.B. Flammschutzmittel und Weichmacher.

    Sobald letzte, noch ausstehende Untersuchungsergebnisse zu Dioxinen vorliegen, wird die LUBW einen abschließenden Untersuchungsbericht erstellen.

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76131 Karlsruhe
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