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  • Abteilung 5
    02.09.2016
    Auf dem Alten Flugplatz tut sich was!

    ​In Zusammenarbeit mit dem Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe lässt das Regierungspräsidium Karlsruhe Flächen im Naturschutzgebiet „Alter Flugplatz“ im Stadtgebiet Karlsruhe beweiden.

    Ziel dieser Pflegemaßnahme ist die Erhaltung der Mager- und Sandrasen durch das Zurückdrängen der Verbuschung und Vermoosung sowie die Offenhaltung der Flächen. Zu diesem Zweck weiden Esel, Ziegen und Schafe des Storchenhofs Dettenheim ganzjährig auf der nördlich abgezäunten Fläche des Alten Flugplatzes. Durch diesen gemischten Tierbesatz werden die unterschiedlichen Strukturen im Naturschutzgebiet optimal beweidet. Die Tiere fressen dort je nach ihrer Vorliebe verschieden Pflanzenarten und halten dadurch die Flächen offen. So fressen Schafe und Esel gerne höher stehende Pflanzenbestände. Die Ziegen hingegen bedienen sich lieber der üppig wuchernden Brombeersträucher und knabbern die Blätter und Jungtriebe ab. Durch das Scharren mit den Hufen gelangen die Esel an Wurzeln und Rhizome, um diese dann zu fressen. Des Weiteren wälzen sich die Esel gerne auf den Sandflächen und schaffen so offene Bodenstellen. Solche offenen Bodenstellen wiederum sind für viele der hoch spezialisierten Tier- und Pflanzenarten der Sandrasen ein optimaler Lebensraum.

    Auf kleinen, begrenzten Arealen im südlicheren Teil des Alten Flugplatzes werden momentan Ziegen auf stark mit Brombeeren bewachsenen Flächen eingezäunt. Diese intensive, kurzfristige Beweidung soll auf ganz natürliche Art und Weise die starke Verbuschung mit Brombeeren auf dem Alten Flugplatz zurückdrängen. Die Erfolge dieser Maßnahme sind bereits nach wenigen Tagen sichtbar. Sobald die Fläche „leer“ gefressen ist, werden die Ziegen auf das nächste Areal umgesetzt.

    Um die Weidetiere in diesem wüchsigen Jahr bei der Pflege der Mager- und Sandrasen zu unterstützen, ist derzeit gelegentlich ein Arbeitspferd auf dem Alten Flugplatz zu sehen. Das Arbeitspferd zieht hinter sich eine sogenannte Egge. Die Egge dient zur Entfernung von überschüssigem Moos, denn nur die Moosgeflechte bleiben an den Zinken der Egge hängen, die übrige Vegetation wird somit geschont. Durch die daraus resultierende leichte Lockerung der obersten Bodenschicht werden die auf dem Alten Flugplatz selten gewordenen Sandrasenarten gefördert. Diese hochgradigen Spezialisten brauchen zur Keimung solche offenen und lichten Bodenstellen. Um unnötige Verdichtung durch große Maschinen zu vermeiden, wird auf diese alte landwirtschaftliche Nutzung zurückgegriffen. Diese ist boden- und vegetationsschonend und lädt zum Verweilen der Beobachter ein.

    Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, die Weidetiere auf keinen Fall zu füttern. Auch wenn das Futter auf der Fläche karg erscheint, es ist optimal für die dort weidenden spezialisierten Arten. Durch eine unkontrollierte Fütterung werden die Tiere einer sehr großen Gefahr ausgesetzt. Unangepasste Fütterung kann bei den Tieren zu schwerwiegenden Erkrankungen bis hin zum Tod führen.

​​​Pressestelle

Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
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Pressesprecher

Uwe Herzel, Pressesprecher
Uwe Herzel
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