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  • Abteilung 4
    21.09.2016
    Enztalquerung A 8: Baubeginn für vorgezogene Ausgleichsmaßnahme

    Die Arbeiten für den sechsstreifigen Ausbau der A8 zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd, die Enztalquerung, beginnen mit ökologischen Ausgleichsmaßnahmen. Mit dem Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Karlsruhe von November 2014 wurde festgelegt, dass vor dem Beginn der Erd- und Straßenbauarbeiten, der für Ende 2018 vorgesehen ist, eine ökologische Kompensation und Schutzmaßnahmen für bedrohte Tierarten durchzuführen sind.

    Hierzu zählt neben verschiedenen naturschutzfachlichen Aufwertungen von Grünland und der Anlage einer Streuobstwiese mit heimischen Obstsorten auch die Herstellung eines neuen Lebensraumes für eine gefährdete Fischart, den Strömer.

    Realisiert wird die Maßnahme in Eutingen (Stadt Pforzheim) am rechtsseitigen Ufer zwischen der Georg-Feuerstein-Straße und dem Rattachsteg. Zur Verbesserung der Gewässerstruktur in der Enz oberhalb der Autobahnquerung und zur Förderung der Strömerpopulation werden sechs Steinbuhnen am Prallufer, zur Ergänzung der drei bereits bestehenden Buhnen, eingebaut. Nachdem bereits im Februar 2016 einige Gehölze am Enzufer zurückgeschnitten wurden, werden an diesen Stellen nun Kolke als Fischunterstände realisiert. Weiterhin wird ein 250 Meter langer Gewässernebenarm mit variierender Breite und Tiefe sowie ganzjähriger Durchströmung zwischen dem rechtsseitigen Enzufer und dem Hochwasserdamm umgesetzt. Dabei entstehen verschiedene, naturnahe Strukturen im Fließgewässer, die dem Strömer als Lebensraum, Laichhabitat und als Überwinterungsmöglichkeit dienen.
    Die Strukturverbesserungen in der Enz sollen gleichzeitig den Hochwasserschutz an der Enz optimieren und naturnahe Uferbereiche herstellen.

    Die Bauarbeiten beginnen ab dem 26. September 2016 und dauern voraussichtlich bis Ende dieses Jahres. Während der Baumaßnahme ist der vorhandene Weg auf dem Damm weiterhin begehbar. Nach Fertigstellung der naturnahen Umgestaltung dieses Enzabschnittes ist eine Uferneubepflanzung vorgesehen.

    Ebenso vorgezogen umgesetzt werden Wiesenflächen in der Enzaue östlich der Anschlussstelle Pforzheim-Ost, die als Lebensraum für den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling und den Großen Feuerfalter dienen. Die beiden Tagfalterarten sind auf europäischer Ebene streng geschützt.

    Im Rahmen der Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen werden Ackerflächen, die zwischen vorhandenen Wiesen liegen, umgewandelt und naturschutzfachlich aufgewertet, so dass eine zusammenhängende Wiesenfläche als Lebensraum und Nahrungshabitat für die Tagfalter entsteht.

    Ergänzend zu den Wiesen in der Enzaue werden im Norden des Ausbauabschnittes weitere Wiesenflächen unter naturschutzfachlicher Aufsicht gepflegt, um den Lebensraum für die gefährdeten Schmetterlingsarten zu entwickeln und zu sichern.

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