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  • Abteilung 5
    24.10.2016
    Das Land Baden-Württemberg fördert den Neubau eines Regenüberlaufbeckens des Abwasserzweckverbandes Eutingen –Hochdorf mit 752.000 Euro
    Regierungspräsidentin Nicolette Kressl: „Um das mit der Wasserrahmenrichtlinie verbundene Ziel eines guten ökologischen Zustandes der Gewässer zu erreichen, sind Investitionen zur besseren Regenwasserbehandlung besonders wichtig“

    ​Gute Nachrichten aus dem Regierungspräsidium Karlsruhe: Der Abwasserzweckverband Eutingen-Hochdorf hat heute den Bescheid über einen Landeszuschuss in Höhe von 752.000 € für den Neubau eines Regenüberlaufbeckens beim Gewerbegebiet „Neuer Bahnhof“ in Eutingen OT Rohrdorf erhalten. Diese Maßnahme war notwendig geworden, da bislang ein Teil des aus dem Gewerbegebiet anfallenden Mischwassers bei einem Starkregen über einen Regenüberlauf in den Talbach eingeleitet wird. Diese Einleitung entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an den Gewässerschutz.

    Regierungspräsidentin Nicolette Kressl führte hierzu aus: „Durch den Landeszuschuss kommen wir dem Ziel eines guten ökologischen Zustandes der Gewässer einen weiteren Schritt näher. Dem Land Baden-Württemberg ist daher die Förderung von Investitionen zur Verbesserung der Regenwasserbehandlung ein besonderes Anliegen.“

    Im Vorfeld der Planungen wurde für das Verbandsgebiet des Abwasserzweckverbandes Eutingen-Hochdorf eine Schmutzfrachtberechnung durchgeführt. Das Ergebnis: Der Kläranlage muss mehr Schmutzfracht zugeführt werden und der vorhandene Regenüberlauf muss durch ein Regenüberlaufbecken (RÜB) mit einem Nutzinhalt von 70 Kubikmeter ersetzt werden. Da sich der Regenüberlauf in der Zone III des rechtskräftig festgesetzten Wasserschutzgebietes für die Talmühlequelle des Zweckverbandes Gäuwasserversorgung befindet, wurde zum Schutz dieses Grundwasservorkommens für das neue RÜB ein Standort im Bereich der Erddeponie Mauertal gewählt.

    In diesem RÜB wird im Regenwetterfall der erste Schmutzstoß aus dem angeschlossenen Gebiet zurückgehalten. Nach Vollfüllung des Beckens erfolgt eine Entlastung zum Wassergraben. Der Inhalt des RÜB wird nach Abklingen des Regenereignisses gedrosselt der Kläranlage zugeführt.

    Auf Grund der örtlichen Situation des Talbaches wurden an die Einleitung der Entlastungswassermenge aus dem RÜB weitergehende Anforderungen gestellt. Dies bedeutet, dass eine zusätzliche Behandlung dieser Wassermenge notwendig ist. Im vorliegenden Fall wird ein Schrägklärer eingesetzt, durch den die sich im Abwasser befindlichen Schwebstoffe auf schräg verlaufenden Edelstahllamellen absetzen und von dort langsam zum Boden absinken. Die im Schrägklärer abgetrennten Schmutzablagerungen werden nach Regenende mit dem Restwasser abgepumpt und zur Kläranlage geleitet.

    Für den weiteren Gewässerschutz sind im Wassergraben außerdem zwei Retentionsräume vorgesehen, die die hydraulische Spitzenbelastung im Oberlauf des Talbachs deutlich mindern.

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