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  • Abteilung 4
    14.11.2016
    Umsetzung von Maßnahmen des Alternativkonzepts zum Rückbau L 600 - Einladung zum Startschuss für Maßnahmen am Galgenbuckel

    Einladung an die Medien

    ​Termin: Mittwoch, 16. November 2016
    Zeit: 16:30 – 17:30 Uhr
    Ort: NSG Pflege Schönau-Galgenbuckel

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    in den nächsten Tagen startet die Umsetzung von zwei der vier Maßnahmen, die als Alternative für den nicht erfolgten Rückbau der L 600 zwischen der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Baden-Württemberg und den Gemeinden Sandhausen, Schwetzingen und Heidelberg vertraglich festgelegt wurden. In den beiden Naturschutzgebieten „Hirschacker und Dossenwald“ und „Sandhausener Düne - Pflege Schönau-Galgenbuckel“ werden in diesem Winter auf einer Fläche von insgesamt circa einem Hektar (das entspricht etwas mehr als einem Fußballfeld) Bäume entnommen, so dass mehr Licht auf den Boden kommen kann. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass sich dort in den kommenden Jahren lichtliebende Wald- und Wiesenarten ansiedeln. Die Umsetzung im Winter 2016/2017 und die anschließende Entwicklung der Flächen werden aus einem eigens dafür angelegten Projektkonto bezahlt, in das die Straßenbauverwaltung und die Gemeinde Sandhausen einbezahlt haben. Die Maßnahmenumsetzung wird vom Regierungspräsidium Karlsruhe gesteuert.

    Gerne würden wir Ihnen die geplante Maßnahme vor Ort im Naturschutzgebiet „Sandhausener Düne - Pflege Schönau-Galgenbuckel“ erläutern, bevor zeitnah die Fläche aufgelichtet wird.

    Zu diesem Pressetermin sind Sie herzlich eingeladen. Wir würden uns freuen, wenn Sie den Termin wahrnehmen und darüber berichten würden.

    gez. Uwe Herzel

    Hintergrund

    Anlass für den geplanten Rückbau der L 600 bei Sandhausen war der Neubau der B 535. Der Planfeststellungsbeschluss für die B 535 vom 13. Juli 1989 wurde 1997 bestandskräftig. Die Straße wurde am 4. Mai 2000 dem Verkehr übergeben, der Bund als Vorhabenträger war damit verpflichtet, den Rückbau der L 600 vorzunehmen. Die Gemeinde Sandhausen hingegen wollte diese Straße erhalten und stattdessen ein alternatives Ausgleichskonzept erarbeiten. Mit Unterstützung des Regierungspräsidiums wurde 2010 eine solche Ausgleichsplanung vorgelegt. Gegen diese wurde jedoch eine von zahlreichen Bürgern unterstützte Petition beim Petitionsausschuss des Landtages eingereicht, zugleich mit einer Petition der Naturschutzverbände, die das Alternativkonzept unterstützten. Auf Vorschlag des NABU wurde nach diesem erneuten Stillstand ein Kompromiss gefunden und ein modifiziertes Ausgleichskonzept erarbeitet, das auch nach Empfehlung des Petitionsausschusses weiterverfolgt werden sollte.
    Nach langen Verhandlungen konnte im Sommer 2015 ein unter Federführung des Regierungspräsidiums Karlsruhe erarbeiteter öffentlich-rechtlicher Vertrag abgeschlossen werden, der die Umsetzung dieses letzten Alternativkonzepts regelt. Daraufhin hat der Landtag mit Beschluss vom 18.2.2016 das anhängige Petitionsverfahren abgeschlossen und die Petition für erledigt erklärt.

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