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  • Abteilung 5
    22.11.2016
    Land fördert Altlastensanierungsmaßnahme in Bad Liebenzell mit rund 1,9 Millionen Euro

    ​„Der aktuelle Zuschuss ermöglicht es der Stadt Bad Liebenzell, noch verbliebene Belastungen in den Kernbereichen des mehr als 7.000 m² großen Betriebsgeländes des ehemaligen Fotoapparateherstellers Regula-King & Bauser am Standort Ulmenweg mittels eines speziellen Bodenaushubverfahrens großräumig abzutragen und zu entsorgen. Bereits in der Vergangenheit hat das Land verschiedene Untersuchungen und Sanierungsschritte auf dem Gelände mit insgesamt knapp 1,5 Millionen Euro gefördert“, so Regierungspräsidentin Nicolette Kressl am heutigen Dienstag (22.11.) anlässlich der Übergabe eines Förderbescheides in Höhe von 1,9 Millionen Euro an Bad Liebenzells Bürgermeister Dietmar Fischer.
    „Die vorhandene Altlast stellt nicht nur einen Umweltschaden erheblichen Ausmaßes dar, sondern steht auch der gesunden städtebaulichen Entwicklung der Stadt entgegen“, betonte die Regierungspräsidentin.
    Die jetzige Sanierungsfläche wurde in der Nachkriegszeit bis zum Konkurs der Firma Mitte der 1980er Jahre zur Produktion von rund fünf Millionen Kameras genutzt. Zur Metallentfettung kamen am Standort unter anderem sogenannte leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW) zum Einsatz, die in die Umwelt gelangten und seither Boden und Grundwasser belasten. Zur Sicherung der Altlast werden seit 2001 durch Einsatz einer Bodenluftabsaugung sowie über das Abpumpen von belastetem Grundwasser Maßnahmen ergriffen, die einen weiteren Schadstoffaustrag verhindern. Nun sollen auch noch die letzten verbliebenen Schadstoffnester, die mit den bislang ergriffenen Maßnahmen nur unzureichend erfasst werden konnten, mit Hilfe von Großlochbohrungen beseitigt werden.
    Gemeinsam mit Bürgermeister Dietmar Fischer hofft die Regierungspräsidentin, die Altlastenfläche nach Abschluss der Sanierungsarbeiten alsbald wieder einer städtebaulichen Nutzung zuführen zu können. Pläne hierzu existieren bereits.
    „Da im Kernbereich noch mehrere Tonnen LHKW vermutet werden, ist die aufwändige Sanierung sehr sinnvoll“, so Nicolette Kressl. „Zudem stelle die jetzt gewählte Form der Sanierung auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten die effizienteste und langfristig kostengünstigste Lösung dar, wie eine umfangreiche Machbarkeitsstudie zu belegen weiß“, kann Kressl im Weiteren berichten.
    Nicht nur in den bereits seit dem 19. Jahrhundert industrialisierten Schwarzwaldtälern gebe es auch heute noch Flächen mit altlastenbehafteter Vergangenheit.
    „All diese Areale zu erkunden und gegebenenfalls zu sanieren wird uns noch auf Jahrzehnte hinaus beschäftigen“, so die Regierungspräsidentin.
    Im Regierungsbezirk Karlsruhe stehen zur Altlastenbehandlung im Haushaltsjahr 2016 Fördermittel in Höhe von rund 3,9 Millionen Euro zur Verfügung, wovon nun fast die Hälfte für die Sanierung der Altlast am Ulmenweg eingesetzt wird.
    Über die Verwendung eines großen Teils der Mittel entscheiden die Regierungspräsidien selbst, Maßnahmen mit einer Förderung über 500.000 Euro müssen von einem Verteilungsausschuss genehmigt werden.

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