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  • Abteilung 4
    01.12.2016
    B 292 Ortsumgehung Adelsheim: Aufhebung der halbseitigen Sperrung der L 519 bei Adelsheim-Nord
    Verkehrsfreigabe B 292-Streckenabschnitt Tunnel bis Adelsheim-Nord verzögert sich bis Mai 2017

    Die neue Fahrbahn der L 519 zwischen Adelsheim und Zimmern im Bereich des neuen Knotens B 292 Adelsheim-Nord wird in dieser Woche fertiggestellt. Im Laufe des Freitags, 2. Dezember 2016, kann somit der Verkehr wieder ungehindert ohne die provisorische Ampelanlage über die dortige Rinschbachbrücke fließen.

    Bei der Rinschbachbrücke mussten aufgrund der vorgefundenen schlechten Fundamente der alten Brücke die beiden Brückenwiderlager komplett neu gebaut werden. Ursprünglich war vorgesehen, nur den Überbau zu erneuern. Die zusätzlich erforderlichen umfangreichen Umplanungen des Brückenbauwerks mit der Erstellung einer Behelfsbrücke konnten jedoch gemeinsam mit der Baufirma und den beteiligten Tragwerksplanern kurzfristig umgesetzt werden, so dass die Verlängerung der ursprünglich geplanten Bauzeit für die Rinschbachbrücke auf zwei Monate begrenzt werden konnte. Die Baukosten erhöhten sich um rund 300.000 Euro auf insgesamt 3,9 Millionen Euro.

    Die noch anstehenden Restarbeiten entlang der L 519, wie Fundament- und Leitungsarbeiten für die Wegweisungen und Markierungsarbeiten, werden sobald es die Witterungsbedingungen zulassen im Frühjahr 2017 fortgeführt. Aufgrund der zur Verfügung stehenden größeren Fahrbahnbreite an der L 519 können diese Arbeiten voraussichtlich ohne wesentliche Behinderungen ausgeführt werden.

    Die zum Jahresende 2016 vorgesehene Verkehrsfreigabe des Eckenbergtunnels mit dem Streckenabschnitt B 292alt bis zum neuen Anschlussknoten B 292 Adelsheim-Nord wird sich bis Mai 2017 verschieben. Die erneute Verschiebung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass es während der Erdarbeiten für die neue B 292 am Eckenberg zu Hangrutschungen kam, die die weiteren Arbeiten für den Kanal- und Straßenbau und die Ausführung der Verkehrsleittechnik stark behinderten. Zugleich kam es bei der Behebung des Schadens zeitweise zu baubedingten Verzögerungen, die vorher nicht abzuschätzen waren.

    Trotz mehrerer geologischer Vorgutachten und Erkundungen im Eckenberg konnte aufgrund der tatsächlich vorgefundenen, unerwartet geringen Böschungsstandfestigkeit die ursprünglich vorgesehene Hangsicherung mit einem Stahlnetz und vier Meter langen Stahlnägeln nicht ausgeführt werden. Die neuen statischen Berechnungen ergaben, dass stattdessen zehn Meter lange Stahlanker in einer vierfachen Anzahl in den Hang gebohrt werden müssen. Zusätzlich mussten über 1.000 Tonnen Beton in den Eckenberg injiziert bzw. als Spritzbetonwand eingebaut werden. Die Mehrkosten für die Hangsicherung im Knotenpunktbereich Adelsheim-Nord betragen allein hierfür rund 500.000 Euro.

    Durch die unvorhergesehenen Hangsicherungsarbeiten am Eckenberg und an der Rinschbachbrücke kam es zu erheblichen Behinderungen im Ablauf der Straßenbauarbeiten, welche auch die Ausführungen der parallel laufenden Arbeiten für die betriebstechnische Ausstattung des Eckenbergtunnels stark beeinflusst haben. So konnte die Verkehrsleittechnik im Außenbereich des Eckenbergtunnels entlang der L 519 und der B 292 noch nicht errichtet und an die neue Brand- und Sicherheitsanlage des Betriebsgebäudes am Ostportal angeschlossen werden. Erst die detaillierte baureife Planung hat ergeben, dass diese Leistungen nicht wie vorgesehen parallel zu den laufenden sonstigen Arbeiten durchgeführt, sondern erst nach Abschluss der Hangsicherungsmaßnahmen vorgenommen werden können.

    Das Regierungspräsidium Karlsruhe geht nunmehr davon aus, dass durch die eingetretenen Verzögerungen die witterungsabhängigen Nachfolgearbeiten im Frühjahr 2017 abgeschlossen werden können. Danach kann die sicherheitstechnische Abnahme erfolgen. Hier sind umfangreiche Tests erforderlich, um eine sichere Befahrbahrkeit des Tunnels zu gewährleisten. Auch diese Arbeiten können erst nach Abschluss der gesamten Versorgungsmaßnahmen erfolgen. Für diese Prüfungen werden mehrere Wochen benötigt, so dass die Inbetriebnahme voraussichtlich im Mai 2017 erfolgen wird.

    Das Regierungspräsidium Karlsruhe bittet um Verständnis für die eingetretenen Verzögerungen und die damit verbundenen Beeinträchtigungen.

    Weitere Informationen zu aktuellen Straßenbaustellen finden sich im Internet unter www.baustellen-bw.de.

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