Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Karlsruhe »Pressemitteilung
Startwebsite des Internetauftritts des Regierungspräsidiums Karlsruhe
  • Abteilung 5
    25.03.2015
    Regierungspräsidium Karlsruhe: Gute Zwischenbilanz für die Erstellung der Natura 2000-Managementpläne - 2015 wird mit weiteren fünf Managementplänen in Natura 2000-Gebieten begonnen

    Im Regierungsbezirk Karlsruhe werden in den kommenden beiden Jahren fünf neue Managementpläne für FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet (VSG) durch das Regierungspräsidium erstellt. Fast 50 % der Managementpläne im Bezirk sind bereits erarbeitet, veröffentlicht und fertig gestellt. Mit den nun begonnenen Plänen befinden sich derzeit weitere 15 Managementpläne für Natura 2000-Gebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe in der Bearbeitung. Die Pläne dienen insbesondere dem langfristigen Schutz von Lebensräumen bzw. Tier- und Pflanzenarten von europaweiter Bedeutung.

    Die Lage der Gebiete, die neu in Bearbeitung sind, ist den Karten und der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen: 

    Natura 2000-Gebiet
    Kreise
    Kommunen
    6519-341
     
    Odenwald Brombachtal
    Rhein-Neckar-Kreis
    Eberbach, Heddesheim
    6522-311
     
     
    Seckachtal und Schefflenzer Wald1
    Neckar-Odenwald-Kreis, Heilbronn, Main-Tauber-Kreis
    Adelsheim, Ahorn, Billigheim, Buchen, Hardheim, Osterburken, Ravenstein, Roigheim, Rosenberg, Schefflenz, Seckach
    7217-341
    Eyachtal oberhalb Neuenbürg
    Calw, Enzkreis, Rastatt
    Bad Wildbad, Dobel, Gernsbach, Höfen an der Enz, Neuenbürg, Straubenhardt
    7415-311
    Wilder See – Hornisgrinde und Oberes Murgtal2
    Freudenstadt, Rastatt, Ortenaukreis
    Baiersbronn, Forbach, Freudenstadt, Oppenau, Ottenhöfen Sasbach, Sasbachwalden und Seebach
    7418-341
    7418-401
    Nagolder Heckengäu
    Ziegelberg (VSG)
    Calw, Freudenstadt
     
    Altensteig, Ebhausen, Egenhausen, Haiterbach, Nagold, Pfalzgrafenweiler, Rohrdorf
    1 zusammengelegt aus den FFH-Gebieten 6522-341 Seckach und Zuflüsse und 6621-341 Schefflenzer Wald
    2 zusammengelegt aus den FFH-Gebieten 7415-341 Wilder See – Hornisgrinde und 7415-342 Oberes Murgtal
     

    In den kommenden Wochen werden die wertvollen Lebensräume und Arten in diesen Gebieten erfasst. Experten stellen fest, wo sich beispielsweise Vorkommen der Gelbbauchunke, bestimmter Vögel, Fledermäuse oder orchideenreicher Magerrasen befinden. Dabei erkunden und begehen die Experten die Wiesen, Gewässer und Wälder. Eigentümer und Nutzer werden darauf hingewiesen, dass Grundstücke im Natura 2000-Gebiet dazu betreten werden dürfen. Anschließend werden Ziele und Empfehlungen zur Erhaltung und Entwicklung der Arten und Lebensräume ausgearbeitet. Für Landnutzer steht dann auch fest, auf welchen Flächen sie finanzielle Unterstützung für eine angepasste Bewirtschaftung erhalten können. Ein Beirat aus verschiedenen Interessenvertretern wird die Planungen begleiten. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ihre Anregungen bei Informationsveranstaltungen und während der öffentlichen Auslegungen der Pläne einzubringen.

    „Wie kann die biologische Vielfalt auf Dauer erhalten werden?“ Das ist die Frage, mit der sich zahlreiche nationale und internationale Strategien von den Vereinten Nationen bis zum Land Baden-Württemberg beschäftigen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe trägt zum Schutz der biologischen Vielfalt bei, indem es seit 2005 für alle im Regierungsbezirk liegenden Natura 2000-Gebiete Managementpläne erstellt und gemeinsam mit den Partnern vor Ort umsetzt. Es engagiert sich so beispielsweise dafür, dass auch in Zukunft blumenbunte Mähwiesen unser Landschaftsbild bereichern oder seltene Vögel wie der Wanderfalke weiterhin auch bei uns beobachtet werden können.

    Mit dem europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000 haben sich die Staaten der Europäischen Union die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Europa zum Ziel gesetzt. Bereits 1992 beschlossen sie mit der FFH-Richtlinie (Fauna =Tierwelt, Flora = Pflanzenwelt, Habitat = Lebensraum) den Aufbau eines Netzes von natürlichen und naturnahen Lebensräumen und von Vorkommen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, um so das europäische Naturerbe für kommende Generationen zu bewahren. Hierfür sind ausgewählte Lebensräume von europäischer Bedeutung aus verschiedenen geografischen Regionen miteinander zu verknüpfen. Die FFH-Gebiete bilden zusammen mit den Gebieten der schon 1979 erlassenen EU-Vogelschutzrichtlinie das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000.

    Hinweise:
    Weitere Informationen zum Thema Natura 2000 finden Sie hier und unter www.natura2000-bw.de.  

​​​Pressestelle

Schlossplatz 1 - 3
76131 Karlsruhe
Pressestelle@rpk.bwl.de


Pressesprecher

Uwe Herzel, Pressesprecher
Uwe Herzel
0721 926-4051

Stellvertretung


Irene Feilhauer
0721 926-6266 ​​​​​​​