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  • Abteilung 2
    14.12.2016
    Regierungspräsidentin Nicolette Kressl: “Ausbildung über Grenzen hinweg bietet Potenzial für Beschäftigte und Unternehmen“
    Praxis, Herausforderungen und Perspektiven: Erfahrungsaustausch bei der dritten Sitzung des Begleitausschusses zur Rahmenvereinbarung über die „Grenzüberschreitende Berufsausbildung am Oberrhein“ in Karlsruhe

    Wie sieht die Praxis der grenzüberschreitenden Ausbildung am Oberrhein aus und wie kann dieses richtungsweisende Modell noch besser werden? – Mit dieser Frage beschäftigten sich (am Mittwoch, 14. Dezember 2016) auf Einladung des Regierungspräsidiums Karlsruhe Fachleute aus dem Elsass, aus Rheinland-Pfalz und aus Baden-Württemberg in den Räumen der IHK Karlsruhe.
    Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, 2016 Vorsitzende des Begleitausschusses der Rahmenvereinbarung über die grenzüberschreitende Berufsausbildung am Oberrhein, erklärte: „Die im besten Wortsinne grenzenlose Ausbildung bietet noch viel Potenzial, wenn wir es schaffen, dieses Modell noch stärker in den Köpfen der Menschen zu verankern und bekannter zu machen. Auch dazu soll der Erfahrungsaustausch hier in Karlsruhe beitragen.“ 


    So diskutierten neben der Karlsruher Regierungspräsidentin auch deren Freiburger Amtskollegin Bärbel Schäfer, Vertreter der Région Grand Est und der Académie de Strasbourg, Werner Schreiner, der Beauftragte der Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Fachleute aus den Bereichen Bildung und Arbeitsverwaltung über Praxis, Herausforderungen und Perspektiven der grenzüberschreitenden Ausbildung.

    Regierungspräsidentin Nicolette Kressl erinnerte daran, dass die Unterzeichnung der „Rahmenvereinbarung über die grenzüberschreitende Berufsausbildung am Oberrhein“ am 12. September 2013 durch insgesamt 28 Landes-, Bildungs- und Arbeitsverwaltungen und die für die Berufsausbildung zuständigen Stellen aus dem Elsass, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ein weiterer wichtiger Schritt gewesen sei, um die Mobilität von Auszubildenden in der Grenzregion zu fördern, ihre Arbeitsmarktchancen zu verbessern und Unternehmen gleichzeitig einen zusätzlichen Weg zur Sicherung ihres Fachkräftepotenzials zu eröffnen. Nicolette Kressl: „Von diesem Modell profitieren Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen und es stellt unsere Stärken als grenzüberschreitende Region in den Mittelpunkt.“ Mit der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung verpflichteten sich die Akteure, dafür zu sorgen, dass Auszubildende in ihrem Heimatland ihre theoretische Ausbildung durchführen können, während sie den praktischen Teil ihrer Ausbildung im Nachbarland absolvieren. Das nun seit drei Jahren bestehende Projekt versteht sich als konkreter Beitrag zur Entwicklung eines grenzüberschreitenden Ausbildungs- und Arbeitsmarkts.

    Das Karlsruher Regierungspräsidium bot im Rahmen der dritten Sitzung des Begleitausschusses die Gelegenheit, sich über den Fortschritt und die Umsetzung des Projekts „Grenzüberschreitende Ausbildung“ zu informieren und zu diskutieren. Die IHK Karlsruhe als wichtiger Partner in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Berufsbildung stellte die Tagungsräume zur Verfügung und wirkte bei der Organisation mit.

    Bei der Umsetzung der Vereinbarung spielen das seit Januar 2016 laufende INTERREG A-Projekt „Réussir sans frontières / Erfolg ohne Grenzen“ in Verantwortung der Région Grand Est in Strasbourg, das in Baden-Württemberg durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau kofinanziert wird, sowie das Netzwerk EURES-T Oberrhein mit zwei Fachexperten für grenzüberschreitende Ausbildungsberatung eine wichtige Rolle; ebenso wie der Eurodistrikt PAMINA mit seinen Projekten.

    Ob es sich um grenzüberschreitende Berufsorientierung in der allgemeinbildenden Schule handelt, durch die Kontakte zwischen Schulen und Betrieben über die Grenze geschlossen werden, ob während der Ausbildung ein Praktikum im grenznahen Ausland absolviert wird, ob Jugendliche einen grenzüberschreitende Berufsausbildungsvertrag unterzeichnen oder ob ausgebildete Fachkräfte im Nachbarland arbeiten: Der potenzielle Beschäftigungsraum wird auf „360 Grad“ ausdehnt.

    „Nach meiner festen Überzeugung sind solche grenzüberschreitenden Projekte mit ihren vielfältigen Aktivitäten und Akteuren hervorragende Maßnahmen, um das Potenzial für Ausbildung und Beschäftigung in unserem Grenzraum zu stärken. Unsere Aufgabe ist es unter anderem, dieses Möglichkeiten noch bekannter zu machen – von der grenzüberschreitenden Berufsorientierung mit den Partnerschaften Schule / Wirtschaft über das Projekt Euregio-Zertifikat für Auszubildende bis hin zur grenzüberschreitenden Aus- und Weiterbildung“, fasste Regierungspräsidentin Nicolette Kressl die Diskussion in Karlsruhe zusammen.

    Kontakt:

    Ingrid Thomalla, Regierungspräsidium Karlsruhe
    Referat Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Europa
    Telefon +49 (0)721 926 7428
    E-Mail  ingrid.thomalla@rpk.bwl.de

    Internet:

    www.erfolgohnegrenzen.eu

    www.reussirsansfrontiere.eu

    https://www.eures-t-oberrhein.eu/ueber-eures-t/beratungsteam/

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