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  • Abteilung 2
    20.04.2015
    Sozialministerin und Regierungspräsidentin rufen zum Impfen auf
    Ministerin Altpeter und Regierungspräsidentin Kressl: „Jede Impfung trägt zur Verhütung von Infektionskrankheiten bei und schützt Menschenleben“ - 10. Europäische Impfwoche vom 20. bis 25. April

    ​​Sozialministerin Katrin Altpeter und Regierungspräsidentin Nicolette Kressl haben die Bevölkerung dazu aufgerufen, bestehende Impflücken zu schließen. Anlässlich der 10. Europäischen Impfwoche, die vom 20. bis 25. April stattfindet, erklärten sie am 20. April: „Vor dem Hintergrund des größten Masernausbruchs in Deutschland seit 2001 in diesem Jahr appellieren wir insbesondere, den Impfschutz gegen Masern zu überprüfen. Entgegen der weit verbreiteten Meinung sind Masern keine harmlose Kinderkrankheit, sondern gehen oft einher mit Komplikationen wie Mittelohr-, Lungen oder Gehirnentzündungen. Bei Erwachsenen verläuft die Krankheit sogar oft schwerer als bei Kindern. Jugendliche und Erwachsene mit unvollständigem Impfschutz sollten daher fehlende Impfungen möglichst bald nachholen.“

    Außer bei Jugendlichen zeigen sich zunehmend Impflücken auch bei Erwachsenen. So entfallen von den seit Jahresbeginn in Baden-Württemberg verzeichneten 76 Masernfällen 54 Prozent auf Erwachsene über 18 Jahre. Regierungspräsidentin Kressl: „Gerade nach 1970 geborene Erwachsene sollten auf ihren Impfschutz achten. Menschen dieser Altersgruppe wurden in ihrer Kindheit noch seltener gegen Masern geimpft als das heute der Fall ist. Sie haben deshalb ein erhöhtes Risiko, an Masern zu erkranken.“ Nicht unterschätzt werden sollte auch die Ansteckungsgefahr bei Reisen ins Ausland, gleich ob privat oder dienstlich. „In Afrika und Asien sind Masern noch weit verbreitet. Deshalb: Vor der Reise den Impfpass anschauen und gegebenenfalls noch zum Arzt gehen“, sagte Kressl.

    Sozialministerin Katrin Altpeter wies darauf hin, dass die bei der Einschulungsuntersuchung erhobenen Masernimpfquoten der Kinder in Baden-Württemberg in diesem Jahr leicht angestiegen sind. „Das ist sehr erfreulich“, so die Ministerin. Baden-Württemberg gehört dennoch zu den Bundesländern mit den niedrigsten Impfquoten in Deutschland. Altpeter erläuterte, dass jedes neunte Kind in einer Kindertageseinrichtung noch keinen (5 Prozent) oder noch nicht den empfohlenen vollständigen Impfschutz gegen Masern, Mumps und Röteln durch eine zweite Impfung (6 Prozent) habe. „Alle Eltern sollten ein Auge darauf haben, dass ihre Kinder rechtzeitig und vollständig geimpft werden“, sagte Altpeter. „Dadurch schützen sie nicht nur ihre eigenen Kindern, sondern auch andere Kinder.“ Altpeter wies darauf hin, dass vor allem Säuglinge unter 1 Jahr besonders gefährdet sind, sich anzustecken, da sie erst ab dem 11. Monat gegen Masern geimpft werden können.

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