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  • Abteilung 2
    19.09.2017
    GEDOK FormART eröffnet: Hochkarätige Ausstellung von Angewandter Kunst und ArtDesign im Regierungspräsidium am Rondellplatz

    ​Dass Angewandte Kunst und bestechendes Design auch in Karlsruhe zahlreiche begeisterte Anhänger haben, zeigte sich ein weiteres Mal bei der Eröffnung der Bundesausstellung und Bundesarbeitstagung der GEDOK, des Verbandes der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e.V., in dem mit gut 200 Besuchern voll besetzten Meidinger-Saal des Regierungspräsidiums Karlsruhe am Rondellplatz am 15. September 2017.

    Von einer „Auszeichnung für Karlsruhe als Kunst- und Kulturstadt und einer Würdigung der Arbeit der Karlsruher GEDOK-Gruppe“ sprach Regierungspräsidentin Nicolette Kressl bei der Eröffnung. Die Chefin der Karlsruher Mittelbehörde ging dabei auf den künstlerischen Aspekt der Ausstellung ein und bezeichnete die Ausstellung als „Leistungsschau und Schaufenster“ gleichermaßen: „Die rund 70 Arbeiten von 30 Künstlerinnen haben einen überraschend experimentellen Charakter und überzeugen durch die Verknüpfung von Techniken und Bearbeitungen, wie sie in der Bildenden Kunst angewandt werden. Dieser interdisziplinäre Aspekt ist ein Alleinstellungsmerkmal der GEDOK als spartenübergreifender Verband unterschiedlichster künstlerischer Facetten.“

    Gleichzeitig hob die Regierungspräsidentin den gesellschaftlichen Aspekt der Bundes-GEDOK, die vergangenes Jahr ihr 90-jähriges Bestehen feiern konnte, hervor: „Ihre Gründungsmutter Ida Dehmelt schuf gemeinsam mit ihrem Ehemann Richard Anfang des 20. Jahrhunderts in ihrer neu gebauten Villa in Hamburg-Blankenese einen Salon mit dem avantgardistischen Anspruch, ungewöhnlichen und progressiven Menschen aus Kunst und Literatur ein Forum des Austauschs und der Präsentation ihrer Werke zu schaffen. Die Arbeit mit und das Leben für die Kunst war auch schon damals stets eingebettet in den gesellschaftlichen Anspruch, Frauen über Kunst eine gleichberechtigte Teilhabe zu sichern. Es ging darum, ihnen Freiraum für ihre eigene Entwicklung zu sichern und ihnen im Kunstbetrieb Gehör und Geltung zu verschaffen. Dieses Anfang des 20. Jahrhunderts „fast revolutionäre“ Anliegen sei auch heute noch Triebfeder und Ziel der GEDOK. Nicolette Kressl: „Lassen Sie hier nicht nach, denn der Weg ist noch lange nicht zu Ende; vielmehr immer noch anstrengend und mitunter steinig, gleichwohl lohnenswert und notwendig.“

    Die Präsidentin der GEDOK, Prof. Ulrike Rosenbach (Bonn), verwies darauf, dass Frauen in den vergangenen Jahrhunderten zahlreiche wunderbare fantasievolle Kunstwerke geschaffen hätten. Erst in den letzten Jahren hätten Frauen die Anerkennung als Künstlerinnen im Bereich der angewandten Kunst und als Designerinnen erhalten, die bereits seit langem für deren männliche Kollegen selbstverständlich sei. Gerade im Zeitalter der Massenverarbeitung billiger Materialien sei hochwertiges Originaldesign wieder gefragt. Denn es vereine handwerkliche Präzision, künstlerischen Anspruch und die Sehnsucht nach Individualität. Die GEDOK zählt derzeit rund 2.800 Mitglieder in 23 deutschen Städten, die aus dem Verband einen sehr lebendigen und faszinierenden Leuchtturm in der deutschen Kunstszene machen.

    Im Rahmen der Eröffnung wurden auch die GEDOK FormART Elke und Klaus Oschman Preise verliehen. Bereits zum siebten Mal erhielten drei Künstlerinnen der Sparte Angewandte Kunst und ArtDesign diese Auszeichnung. Damit werden Künstlerinnen durch die GEDOK geehrt, die mit ihren Arbeiten herausragende handwerkliche und künstlerische Fähigkeiten bewiesen haben. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an Susanne Holzinger (GEDOK München), Iris Merkle (GEDOK Stuttgart) und Ulrike Scriba (GEDOK Karlsruhe/ Köln).

    Dieser bundesweit ausgeschriebene Kunstpreis für Angewandte Kunst und ArtDesign wird alle zwei Jahre von der GEDOK e.V. verliehen. Die Münchener Unternehmerin Elke G. Oschmann stiftete erstmals 2005 den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preis „GEDOK FormART“ und benannte ihn im Gedenken an ihren verstorbenen Mann „Klaus Oschmann Preis“. Im Januar diesen Jahres verstarb Elke G. Oschmann, aber ihre Töchter Anna Oschmann und Berta Rieder führen diese Stiftung fort und widmen den Preis nun ihren Eltern.

    Hintergrundinformationen:

    Ausstellende Künstlerinnen:
    Jutta Becker, Leonie Böhnel, Waltraud Brügel, Silke Decker, Susanne Elstner & Karin Traxler, Elke Fischer, Ariane Hartmann, Barbara Hattrup, Susanne Högner, Susanne Holzinger, Christiana Jöckel, Michaela Köppl, Annemarie Matzakow, Iris Merkle, Heide Nonnenmacher, Dorothee Pfeifer, Margret Riedl, Nadine Rosani & Monika Vesely, Mara Ruehl, Margret Schopka, Rose Schrade, Ulrike Scriba, Martina Sigmund-Servetti, Ulrike Umlauf – Orrom, Heike Utta, Barbara von Taeuffenbach, Maria Verburg, Nicole Walger.
    Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

    Ausstellungsort: Regierungspräsidium am Rondellplatz, Karl-Friedrich-Str.17, 76133 Karlsruhe

    Ausstellungsdauer: Samstag, 16. September bis Sonntag,15. Oktober 2017

    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 – 18 Uhr. Führung: jeden Sonntag, 11 Uhr. Der Eintritt ist jeweils frei.

    Weitere Informationen

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