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  • Abteilung 5
    25.09.2017
    Aktionstag "Unser Neckar" am 24.9.17 in Neckargemünd auf dem Naturparkmarkt
    Regierungspräsidium Karlsruhe informierte über die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie am Unteren Neckar und im Regierungsbezirk sowie Möglichkeiten zur Schaffung von Lebens- und Erlebnisräumen

    ​Zahlreiche Besucher machten sich gestern bei schönem Herstwetter beim Aktionstag „Unser Neckar“ in der Neckargemünder Altstadt auf dem Naturparkmarkt ein Bild vom ökologischen und chemischen Zustand der heimischen Gewässer. Experten des Regierungspräsidiums erläuterten anhand von Schautafeln und umfangreichem Informationsmaterial unter anderem die Gewässerqualität, den Zustand der Fischfauna und der Wasserpflanzen als Nährstoffzeiger in Neckar und Elsenz im Bereich Neckargemünd.

    Die ausgelegten Pläne für Gewässerstrukturmaßnahmen in Verbindung mit Erlebnis- und Erholungsräumen für die Bürger am Neckar in Obrigheim und Edingen-Neckarhausen regten zu vielen Fragen und lebhaften Diskussionen an.

    „Rund ein Drittel der Maßnahmen, die nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie für den guten ökologischen Zustand an den Gewässern im Regierungsbezirk Karlsruhe erforderlich sind, konnten seit 2009 umgesetzt werden“, so die Bilanz von Dr. Berthold Kappus vom Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat Gewässer und Boden, beim gestrigen Aktionstag „Unser Neckar“. „Hierbei handelte es sich vor allem um Maßnahmen zur Herstellung der biologischen Durchwanderbarkeit der Gewässer sowie zur Verbesserung der Gewässerstruktur“, so Dr. Kappus weiter. „Wir überwachen die Gewässer regelmäßig. Die Ergebnisse zeigen uns jedoch eindeutig, dass auf diesem Gebiet noch zusätzliche Anstrengungen notwendig sind. Die noch ausstehenden Maßnahmen zur Gewässerökologie sind oft kompliziert. Im Vorfeld sind viele Fragen zu klären, und die durchzuführenden Verwaltungsverfahren oftmals aufwendig. Ebenso wichtig wie die Schaffung naturnaher Lebensräume ist eine weitere Reduktion der Stoffeinträge aus der Siedlungsentwässerung und der landwirtschaftlichen Nutzung“, ergänzt der Gewässerbiologe.

    Die zur Zielerreichung des guten ökologischen und chemischen Zustands der Oberflächengewässer erforderlichen Maßnahmen sind unter aktiver Beteiligung der Öffentlichkeit in den letzten Jahren für die Region entwickelt, und zuletzt 2015 in die Aktualisierung der Bewirtschaftungspläne für 2016 – 2021 aufgenommen worden. Das Regierungspräsidium unterstützt die Landratsämter, Stadtkreise und Kommunen bei der Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen. Ziel ist es, die Maßnahmenumsetzung zur Strukturverbesserung am Neckar weiter voranzubringen. Die Schaffung von Lebensräumen für Fische und wirbellose Kleintiere wird dabei häufig mit dem Gewässererleben, beispielsweise durch Zugänge, Sitzgelegenheiten oder Wasserspielplätze für Kinder, kombiniert. Das Referat Gewässer und Boden initiierte dazu bereits Projekte in Ilvesheim und Neckarelz; ein weiteres in Mannheim ist angedacht.

    In einem Schauaquarium konnten Fische, Krebse, sowie am Gewässerboden des Neckars lebende Kleintiere bestaunt werden, was Jugendliche und Kinder besonders interessierte. „Auffallend ist die Zunahme an sogenannten Neozoen in den letzten Jahren. Das sind Tiere, die ursprünglich nicht im Neckar heimisch waren und über den Schiffsbetrieb eingewandert sind“, erklärt Sabine Stein, Umweltingenieurin beim Referat Gewässer und Boden, den interessierten Besuchern. „Die Schwarzmundgrundel ist eines dieser Tiere, die mittlerweile den gesamten schiffbaren Neckar und auch die Untere Elsenz besiedelt haben und zur Verdrängung der heimischen Fauna führen“ ergänzt Dr. Kappus weiter.

    Vor Ort präsent war auch das Ökomobil des Regierungspräsidiums, das den zahlreichen Besuchern aus nah und fern einen spannenden Einblick in und auf die Tierwelt der Neckargemünder Gewässer bot.

    Weitere Informationen zur Europäischen Wasserrahmenrichtlinie gibt es im Beteiligungsportal des Regierungspräsidiums unter

    Umwelt/Wasserrahmenrichtlinie https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Dialog/Seiten/default.aspx


    Informationen zur Landesinitiative „Unser Neckar“ sind zu finden unter

    http://www4.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/102614/

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