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  • Abteilung 5
    18.10.2017
    25 Jahre Naturschutzgebiet „Egenhäuser Kapf mit Bömbachtal“ - Zum Geburtstag kommt das Ökomobil nach Egenhausen

    ​Für die 25 Kinder der dritten Klasse der Egenhausener Grundschule stand am Dienstag, 17. Oktober, der Naturschutz auf dem Stundenplan.

    Zum 25. Geburtstag stattete das Ökomobil - ein„rollendes Naturschutzlabor“ - des Regierungspräsidiums Karlsruhe dem Naturschutzgebiet „Egenhäuser Kapf und Bömbachtal“ einen Besuch ab. Der Bürgermeister von Egenhausen, Sven Holder, war begeistert und freute sich, dass die Grundschulkinder von der Schulbank hinausgehen und vor ihrer Haustüre die Natur entdecken können. „Nur so kann der große landschaftliche Wert des Naturschutzgebietes weitergetragen werden“, ergänzt der ehrenamtliche Naturschutzwart Karl-Heinz Gänßle.

    Der Vormittag stand unter dem Motto „Nur was man kennt und schätzt, kann man schützen“. Statt mit Schulbüchern erlebten die Kinder mit dem Biologen Dr. Daniel Baumgärtner vom Regierungspräsidium Karlsruhe die Natur mit allen Sinnen: der Geruch des feuchten Bodens im Herbst, die bunten Farben des Laubs oder die spitzen Dornen der Gebüsche. Mit Becherlupen und Netzen zogen die Kinder los. Das Ökomobil brachte Mikroskope mit, und so konnten die Kinder gemeinsam mit ihrer Lehrerin, Nadine Steeb, ihre Fundstücke ganz von nahem betrachten. Ein besonderes Fundstück musste jedoch stehen bleiben: der seltene und streng geschützte Fransen-Enzian. Diese Rarität blüht im Herbst in strahlendem Blau und wächst auf Trockenrasen und Schafweiden.

    Die Gemeinde Egenhausen engagiert sich schon seit Jahren für die Erhaltung dieser Trockenrasen. Mit Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg beteiligt sich die Gemeinde aktiv an der Landschaftspflege im Naturschutzgebiet.

    So werden jedes Jahr Gehölze zurückgeschnitten und auch einzelne ganz entfernt. Auch eine Schafherde weidet auf den Magerrasen und sorgt dafür, dass diese einzigartige Landschaft nicht zuwächst. Das Ziel ist es, die Magerrasen mit ihrem großen Reichtum an seltenen Tieren und Pflanzen zu erhalten. Die Blütenpracht der Trockenrasen dient nicht nur den seltenen Tagfaltern als Nahrung sondern bietet auch Bürgerinnen und Bürgern immer wieder einen attraktiven Erholungsort.


    Hintergrund:
    Das am östlichen Ortsrand von Egenhausen gelegene Naturschutzgebiet liegt zwischen dem Naturraum „Obere Gäue“ und dem Schwarzwald und wurde 1992 ausgewiesen. Das Naturschutzgebiet ist von einer fast doppelt so großen, landschaftsgeschützten Fläche umgeben und dient als Pufferzone gegen störende äußere Einflüsse. Der Kapf ist geprägt von einer Muschelkalkstufe, die sich über den Plattensandstein des Oberen Buntsandsteins, der im Untergrund ansteht, abgelagert hat. Das heutige Bild dieser Gäulandschaft, wie auch die Lebensgemeinschaften von Tieren und Pflanzen, ist von den Eigentümlichkeiten jahrhundertelanger Wanderschäferei geprägt.

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