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  • Abteilung 3
    16.11.2017
    29. Spargeltag in Karlsruhe

    Einladung an die Medien

    ​Termin: Mittwoch, 22. November 2017
    Zeit: 13.00 – 16.30 Uhr
    Treffpunkt: Messe Karlsruhe, Messeallee 1, 76287 Rheinstetten-Forchheim, 2. OG, Konferenzraum 04


    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit dem 29. Spargeltag bietet das Regierungspräsidium Karlsruhe und das Landwirtschaftsamt im Landratsamt Karlsruhe ein spezielles Forum für Erzeuger und Vermarkter im Rahmen der expoSE, Europas Leitmesse der Spargel- und Erdbeererzeuger, an. Die Besucher haben Gelegenheit sich in Form von Vorträgen und Diskussionen auszutauschen und fortzubilden. Spargel ist im Raum Nordbaden ein wichtiges Standbein für viele landwirtschaftliche Betriebe.

    Kulturführung und Vermarktung erfordern ein hohes Maß an Kenntnissen über aktuelle Entwicklungen und Versuchsergebnisse. Die überregionale Bedeutung des badischen Spargels trägt zur Attraktivität unseres Raumes bei und wird durch den Spargeltag in Karlsruhe präsentiert und unterstützt.

    Der Spargeltag beginnt um 13 Uhr. Auftakt der Veranstaltung sind zwei Vorträge rund um die Themen Bodenhilfsstoffe und Mykorrhiza: Isabelle Kokula, Spargelberaterin des Landkreises Karlsruhe, stellt ihren Versuch „Bodenhilfsstoffe zur Spargelpflanzung“ vor. Diverse Hilfsstoffe wurden hier zur Pflanzung hinzugegeben mit der Zielsetzung über die Aktivierung der Bodenbiologie auch die Vitalität und das Triebwachstum des Spargels zu verbessern. Mit Federico Nadaletto, Berater der Genossenschaft Ortoveneto in Venezien, wird auch in diesem Jahr ein internationaler Gast begrüßt. Seit vielen Jahren berät er seine Anbauer hinsichtlich der Anwendung von Micosat Uno, einem Mykorrhiza Präparat, welches verspricht die Bodengesundheit der Spargelanlagen zu verbessern. „Erfahrungen mit dem Mykorrhizaprodukt Micosat-Uno im Spargelanbau in Norditalien“ lautet der Titel seines Vortrages. Micosat Una hält seinen Vortrag auf italienisch, eine deutsche Übersetzung findet statt

    Mit einem Vortrag zum Thema Bodenanalysen greift Dr. Dominik Christophel ein aktuelles und spannendes Thema auf: „Unterschiedliche Bodenanalysen und Düngesysteme im Vergleich“ lautet der Titel seines Vortrages. Dr. Christophel vergleicht und erläutert die verschiedenen auf dem Markt angebotenen Verfahren zur Untersuchung der Böden auf ihre Nährstoffgehalte und deren Verfügbarkeit. Seine Aufmerksamkeit gilt der effektiven Austauschkapazität der Böden, welche in Zusammenhang mit den Eigenschaften wie Humusgehalt, C/N-Verhältnis, Spurenelementgehalte, Kalkgehalt und pH-Wert betrachtet wird. Anhand der spezifischen Nährstoffverhältnissen der Ackerböden ergeben sich die entsprechend exakten Düngeempfehlungen, die zu einem ausgewogenen Nährstoffverhältnis im Boden führen, und somit Pflanzenwachstum und Gesundheit optimieren sollen.

    Frau Dr. Karin Rather von der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Heidelberg, stellt aus aktuellem Anlass die Umsetzung der neuen Düngeverordnung in Baden-Württemberg vor. Unter dem Vortragstitel „Umsetzung der neuen Düngeverordnung in Baden-Württemberg mithilfe des Programmes Düngung-BW“ wird sie ausführlich auf die Handhabung des neu entwickelten Tools eingehen. Ausgehend von den Nmin-Bedarfswerten, die für Spargel nach Standjahr differenziert und bundesweit einheitlich sind, wird Frau Dr. Rather den Berechnungsweg, die Anrechnung des Bodenvorrates und die Dokumentationspflicht zur Düngebedarfsermittlung erläutern.

    „Viel hilft nicht immer viel – Vorteile einer angepassten N-Düngung“ heißt der Titel des anschließenden Vortrages. Basierend auf langjährigen Feldbeobachtungen und auf der Grundlage eigener Versuche, zeigt Dr. Ludger Aldenhoff die Risiken einer überhöhten N-Düngung auf. In diesem Zusammenhang geht er auch auf die von ihm entwickelte Praxis der Wurzelbeprobungen ein, welche einen zuverlässigen Einblick in die Stickstoff-Versorgungslage des Rhizoms bietet, und somit den Anbauern hilft, die angepasste N-Düngung umzusetzen. Die unmittelbar aus der Praxis entwickelte Vorgehensweise unterstützt die Zielsetzung einer grundwasserschonenden Düngepraxis.

    Frau Sabine Zarnik vom Referat Pflanzenbau des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg, wird zum Abschluss der Vortragsveranstaltung das wichtige Thema Biodiversität auf Spargelflächen aufgreifen: „Biodiversität plus  Image - Ökologische Aufwertung von Spargelflächen“ heißt ihr Beitrag, in dem sie Maßnahmen vorstellt, welche - überschaubar im Aufwand - einen maßgeblichen Beitrag zum Natur- und Artenschutz darstellen. Darüber hinaus verhelfen diese Maßnahmen besonders dem direktvermarktenden Landwirt zu Aufmerksamkeit und Anerkennung seitens seiner Kundschaft. In Zeiten, in denen die Landwirtschaft häufig als Umweltsünder am Pranger steht ist es wichtig, durch eigene Initiativen die Naturverbundenheit des Berufsstandes sichtbar zu machen und damit das Image des eigenen Betriebs zu gestalten.

    Durch das Programm des Spargeltages führen Angelika Appel, Obst- und Gartenbaureferentin beim Regierungspräsidium Karlsruhe und Isabelle Kokula, Spargelberaterin am Landratsamt Karlsruhe. Der Eintritt ist frei.

    gez. Irene Feilhauer


    Kontakt für weiterführende Informationen zur Veranstaltung:
    Angelika Appel, Regierungspräsidium Karlsruhe, Tel. 0721 926-2758 und Isabelle Kokula, Landratsamt Karlsruhe, Tel. 0721 936 88 310

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