Maßnahme

​Maßnahmenbeschreibung zum vierspurigen Ausbau der B 28 - Stuttgarter Straße in Freudenstadt

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Die B 28 verbindet als wichtige Ost- West- Verbindung die Region Freudenstadt im nördlichen Schwarzwald über die A 81 mit dem Raum Tübingen mit Anschluss nach Ulm. Im Westen führt die B 28 über den nördlichen Schwarzwald ins Rheintal zur A 5 und über Kehl nach Straßburg. Um die Verkehrssituation und Verkehrsqualität auf diesem Streckenzug zu verbessern, ist der Neubau der B 28 ab Dornstetten bis Horb und der Ausbau der vorhandenen Bundesstraße in Teilabschnitten erforderlich. Hierzu gehört der Ausbau der Stuttgarter Straße in Freudenstadt.

Die Verkehrsbelastung auf der B 28 in Freudenstadt wird für das Jahr 2020 auf mehr als 30.000 Kfz/24h bei einem Schwerverkehrsanteil von rund 7 % prognostiziert. Durch die überwiegend nicht verkehrsgerecht ausgebauten Knotenpunkte entstehen schon heute oft lange Verkehrsstaus, die durch verkehrslenkende Maßnahmen alleine nicht beseitigt werden können. Innerhalb des Stadtgebietes sind zwar Gehwege vorhanden, es fehlt aber an einer ausreichenden Zahl von sicheren Querungsmöglichkeiten.

Zur Herstellung einer leistungsfähigen und verkehrssicheren Straße für alle Verkehrsteilnehmer ist daher der Ausbau der Stuttgarter Straße erforderlich.

Erste Planungen und Untersuchungen wurden bereits in den 60er Jahren in Angriff genommen. Das Planfeststellungsverfahren für den Straßenausbau wurde am 3. September 2004 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss vom Dezember 2006 wurde im September 2007 bestandskräftig. Die Planung sieht größtenteils den Ausbau auf der vorhandenen Trasse vor. Aufgrund der vorhandenen Bebauung waren Abweichungen nicht möglich. Variantenuntersuchungen waren somit nicht notwendig. Im Jahr 2008 wurde mit der Projektumsetzung begonnen.

Der Straßenausbau erfolgt auf einer Länge von 2 Kilometern in mehreren Bauabschnitten. Insgesamt sind 4 Brücken zu errichten und 10 Kreuzungen/ Einmündungen umzubauen. Die einzelnen Bauabschnitte gliedern sich wie folgt:

Bauabschnitt 1
Straßenbau mit Stützmauern auf einer Länge von ca. 1,5km.

Bauabschnitt 2
Straßenbau mit einer Zweifeld-Fußgängerbrücke zur Verbindung eines Wohngebietes mit dem Gewerbegebiet und den dortigen Verbrauchermärkten.

Bauabschnitt 3.1
Herstellung einer neuen Einfeldbrücke über die Bahn mit einer Spannweite von ca 27 m und Ausbau der Kreisstraße 4740 auf einer Länge von rund 200 m sowie der Neubau der Kreisstraßenbrücke über die Deutsche Bahn mit den Anschlussbereichen über zwei neue Kreisverkehre.

Bauabschnitt 3.2
Abriss und Neubau einer Einfeldbrücke über die Bahn aus dem Jahr 1936. Die neue Brücke wurde als Einfeldbauwerk mit eingespanntem Rahmen und einer größeren Stützweite von 47m konzipiert, um weitere Verkehrsbeziehungen parallel zur Bahn zu ermöglichen.

Bauabschnitt 3.3
Neubau einer Zweifeldbrücke mit 64m Stützweite über die bestehende B 294.

Bauabschnitt 3.4
Herstellung von 2 Stützmauern mit je ca. 160m Länge entlang der Bahn zur späteren Herstellung der Robert-Bosch-Straße und der K 4741.

Bauabschnitt 4.1
Neubau der Robert-Bosch-Straße auf einer Länge von rund 250m.

Bauabschnitt 4.2
Herstellung von Stützbauwerken als Hangbefestigung in Spritzbetonbauweise und Umbau der Bacherkreuzung mit den zugehörigen Zu- und Abfahrtsästen.

Die ersten drei Bauabschnitte sind weitestgehend realisiert. Die Fertigstellung des letzten Bauabschnittes wird bis Jahresende, spätestens bis Mitte 2017 angestrebt.

Bislang wurden detaillierte Informationen über den Ausbau der B 28 und über aktuelle Sachstände in der Bauausführung in einem Info-Container an der Einmündung Schwanenstraße neben der Shell-Tankstelle bereit gestellt. Dort konnten sich interessierte Bürger u.a. über eine Visualisierung in Form eines Filmes über das Bauvorhaben informieren. Aufgrund des Baufortschrittes und der absehbaren Fertigstellung des Vorhabens steht diese Informationsmöglichkeit nicht mehr zur Verfügung.